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Franz Wacik, Zwölf Monate, um 1920

Franz Wacik, Zwölf Monate, um 1920

Wacik, Franz. "Zwölf Monate". Originalentwürfe zum gleichnamigen Kinderbuch. 13 Gouachen (Umrisslinien teils in schwarzer Tinte, Vorzeichnungen in Bleistift) und 13 Textblätter. 35 x 25,5 cm. Lose Blätter in späterer Halbleinenmappe. Wien, um 1920.

Der Wiener Maler und Grafiker Franz Wacik (1883-1938) ist vor allem für seine Buchillustration, vorwiegend für Kinder- und Jugendbücher bekannt. Die vorliegenden Gouachen zeigen die "Zwölf Monate, vom Schlitten- und Schlittschuhfahren im Januar, über den Karneval im Februar, das Vetreiben der Wintergeister mit Masken im März, der Osterhase im April, das Erblühen der Flora und Fauna im Mai, der Morgentau im Juni auf den Grashalmen und Blättern, die Getreideernte im Juli, die badenden Kinder, die ihre Sommerferien im August am See verbringen, im September nimmt der Sommer in den Gärten langsam wieder Abschied, der Jäger begibt sich im Oktober wieder auf die Jagd nach Dammwild, der graue und kalte November zeigt die kahlen Bäume und im Dezember vebringen die Kinder Zeit im zugeschneiten Haus mit den Großeltern, hinter dem der Weihnachtsmann mit seinem von zwei Rehntieren gezogenen Schlitten erscheint.
"In der Felsenburg zwischen Heut und Morgen/ hält sich das alte Jahr verborgen/ und wartet auf die Mitternacht,/ bis das junge Jahr vom Schlaf erwacht./ Hoch oben, umsaust von Schnee und Sturm,/ rasselt die alte Uhr im Turm:/ Zwölf Schlage macht sie dumpf und schwer,/ 'Das Jahr ist um, ein neues geht her!'/ Das alte rüstet sich darauf,/ klinkt scharfen Knalls die Türe auf,/ wo die zwölf Monate schlafend ruhn:/ 'Erwacht, steht auf zu neuem Tun,/ ihr bunten Brüder, und hört mich an,/ Ich bitt' euch, eh ich fahr hindann: Führt mir das liebe junge Kind/ fein wohl und seid ihm gut gesinnt/ und tut, wie's Brauch und Sitte will;/ nicht dass im Mai noch spukt der April,/ oder 'sist im Januar schon so heiss,/ dass Sprossen möchten Halm und Reis!/ Ich tauch' unter im Strom der Zeit,/ der fliesst in die tiefe Unendlichkeit!" ("Vorspruch").
Zusätzlich enthalten ist ein Blatt vom "5.1.43", das die genaue Druckeinteilung der gepalnten 28 Buchseiten nennt. Es liegt des Weiteren ein Anschreiben an den Wiener Hofrat, Kunsthistoriker und Bibliothekar Hans von Ankwicz-Kleehoven (1883-1962) vom Verleger Otto Maier vom Ravensburger Verlag bei, datiert auf den "23.12.43", in dem der Bescheid des Reichspropagandaministeriums zur "Papierversagung über Kriegsdauer" als Grund für die Nichtveröffentlichung genannt wird. Der Verleger schenkt dem Hofrat die Entwürfe, damit dieser sie in seiner Sammlung aufbewahrt und hofft auf eine spätere Veröffentlichung. – Gering gebräunt, selten mit kleinen Farbwischern und wenige kleine Stecknadellöchlein in den Ecken. Farbfrisch und wohlerhalten.

Weitere Details:


Der Wiener Maler und Grafiker Franz Wacik (1883-1938) ist vor allem für seine Buchillustration, vorwiegend für Kinder- und Jugendbücher bekannt. Die vorliegenden Gouachen zeigen die "Zwölf Monate, vom Schlitten- und Schlittschuhfahren im Januar, über den Karneval im Februar, das Vetreiben der Wintergeister mit Masken im März, der Osterhase im April, das Erblühen der Flora und Fauna im Mai, der Morgentau im Juni auf den Grashalmen und Blättern, die Getreideernte im Juli, die badenden Kinder, die ihre Sommerferien im August am See verbringen, im September nimmt der Sommer in den Gärten langsam wieder Abschied, der Jäger begibt sich im Oktober wieder auf die Jagd nach Dammwild, der graue und kalte November zeigt die kahlen Bäume und im Dezember vebringen die Kinder Zeit im zugeschneiten Haus mit den Großeltern, hinter dem der Weihnachtsmann mit seinem von zwei Rehntieren gezogenen Schlitten erscheint.
"In der Felsenburg zwischen Heut und Morgen/ hält sich das alte Jahr verborgen/ und wartet auf die Mitternacht,/ bis das junge Jahr vom Schlaf erwacht./ Hoch oben, umsaust von Schnee und Sturm,/ rasselt die alte Uhr im Turm:/ Zwölf Schlage macht sie dumpf und schwer,/ 'Das Jahr ist um, ein neues geht her!'/ Das alte rüstet sich darauf,/ klinkt scharfen Knalls die Türe auf,/ wo die zwölf Monate schlafend ruhn:/ 'Erwacht, steht auf zu neuem Tun,/ ihr bunten Brüder, und hört mich an,/ Ich bitt' euch, eh ich fahr hindann: Führt mir das liebe junge Kind/ fein wohl und seid ihm gut gesinnt/ und tut, wie's Brauch und Sitte will;/ nicht dass im Mai noch spukt der April,/ oder 'sist im Januar schon so heiss,/ dass Sprossen möchten Halm und Reis!/ Ich tauch' unter im Strom der Zeit,/ der fliesst in die tiefe Unendlichkeit!" ("Vorspruch").
Zusätzlich enthalten ist ein Blatt vom "5.1.43", das die genaue Druckeinteilung der gepalnten 28 Buchseiten nennt. Es liegt des Weiteren ein Anschreiben an den Wiener Hofrat, Kunsthistoriker und Bibliothekar Hans von Ankwicz-Kleehoven (1883-1962) vom Verleger Otto Maier vom Ravensburger Verlag bei, datiert auf den "23.12.43", in dem der Bescheid des Reichspropagandaministeriums zur "Papierversagung über Kriegsdauer" als Grund für die Nichtveröffentlichung genannt wird. Der Verleger schenkt dem Hofrat die Entwürfe, damit dieser sie in seiner Sammlung aufbewahrt und hofft auf eine spätere Veröffentlichung. – Gering gebräunt, selten mit kleinen Farbwischern und wenige kleine Stecknadellöchlein in den Ecken. Farbfrisch und wohlerhalten.

Preis: 3000 

© Galerie Bassenge KG, Berlin 


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