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Martin Schongauer, Heilige Jungfrau der Verkündigung

Martin Schongauer, Heilige Jungfrau der Verkündigung

Kupferstich. 17,6 x 12,3 cm. B. 2, Lehrs 3. Wz. Gotisches P.

Max Lehrs nennt ca. 50 Exemplare dieses Stiches, wovon sich die allermeisten - besonders die qualitätsvollen - in öffentlichen Sammlungen befinden. Zu dieser Arbeit Schongauers existiert ein Gegenstück, der Erzengel Gabriel (Lehrs 2) bei der Verkündigung. Trotzdem kann man die Maria als selbständige und dabei elegant durchkomponierte Darstellung betrachten, die wohl in den späten 1480er-Jahren entstanden sein dürfte: hierauf verweisen vor allem der leer belassene, abstrakte Raum, die beruhigte Gewandbehandlung sowie die Kreuzschraffuren in den Schatten. Raum, Bewegung der Figur und die mise-en-page von Lilie und Jungfrau untermalen die stilistische Reife des "späten" Schongauer. Der aus Colmar stammende Künstler wurde in technischer, intellektueller, aber auch "kunsthändlerischer" Hinsicht bezüglich seines Monogrammes und seines Vertriebes auf graphischem Gebiet zur wichtigsten und einflussreichsten Künstlerpersönlichkeit noch vor Albrecht Dürer (vgl. Fritz Koreny, "Notes on Martin Schongauer", in: Print Quarterly, Vol. X, Nr. 4, S. 385-391). - Prachtvoller, nuancierter Abzug mit feinem Rändchen um die Facette, rechts knapp innerhalb der Einfassungslinie geschnitten. Lediglich geringfügig angestaubt, links sowie links des Gesichts kurze, zarte Quetschspur, entlang des rechten Randes sorgfältig angerändert und die Einfassungslinie mit der Feder ergänzt, kleine Montierungsreste verso, sonst tadellos schönes und überwiegend original erhalten. Verso mit dem Stempel der Kunsthandlung M. Knoedler & Co., New York. Das Kürzel O.E. bedeutet "O(ld) E(ngraving)" und wurde genutzt um Altmeister von dem modernen Beständen zu unterscheiden (Lugt 2007).

Weitere Details:


Max Lehrs nennt ca. 50 Exemplare dieses Stiches, wovon sich die allermeisten - besonders die qualitätsvollen - in öffentlichen Sammlungen befinden. Zu dieser Arbeit Schongauers existiert ein Gegenstück, der Erzengel Gabriel (Lehrs 2) bei der Verkündigung. Trotzdem kann man die Maria als selbständige und dabei elegant durchkomponierte Darstellung betrachten, die wohl in den späten 1480er-Jahren entstanden sein dürfte: hierauf verweisen vor allem der leer belassene, abstrakte Raum, die beruhigte Gewandbehandlung sowie die Kreuzschraffuren in den Schatten. Raum, Bewegung der Figur und die mise-en-page von Lilie und Jungfrau untermalen die stilistische Reife des "späten" Schongauer. Der aus Colmar stammende Künstler wurde in technischer, intellektueller, aber auch "kunsthändlerischer" Hinsicht bezüglich seines Monogrammes und seines Vertriebes auf graphischem Gebiet zur wichtigsten und einflussreichsten Künstlerpersönlichkeit noch vor Albrecht Dürer (vgl. Fritz Koreny, "Notes on Martin Schongauer", in: Print Quarterly, Vol. X, Nr. 4, S. 385-391). - Prachtvoller, nuancierter Abzug mit feinem Rändchen um die Facette, rechts knapp innerhalb der Einfassungslinie geschnitten. Lediglich geringfügig angestaubt, links sowie links des Gesichts kurze, zarte Quetschspur, entlang des rechten Randes sorgfältig angerändert und die Einfassungslinie mit der Feder ergänzt, kleine Montierungsreste verso, sonst tadellos schönes und überwiegend original erhalten. Verso mit dem Stempel der Kunsthandlung M. Knoedler & Co., New York. Das Kürzel O.E. bedeutet "O(ld) E(ngraving)" und wurde genutzt um Altmeister von dem modernen Beständen zu unterscheiden (Lugt 2007).

Preis: 12000 

© Galerie Bassenge KG, Berlin 


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