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Hubert Robert, Landschaftscapriccio mit einem Wasserfall

Hubert Robert, Landschaftscapriccio mit einem Wasserfall

Schwarze Kreide. 50 x 24 cm.

Hubert Robert wurde ursprünglich zum Geistlichen ausgebildet, entschloss sich jedoch für eine künstlerische Laufbahn und ging in Paris bei dem Bildhauer und Architekten Michelange Slodtz in die Lehre. Anstatt das übliche Programm der akademischen Ausbildung in seiner Heimatstadt zu absolvieren, ging Robert 1753 als Protegé des Comte de Stainville nach Rom, wo er bis 1765 verblieb. Hier lebte er als pensionnaire in der dortigen Académie de France und nahm am Unterricht teil. Entscheidende Anregungen erhielt der Künstler in jenen Jahren durch die Ruinen- und Architekturmalerei des Giovanni Paolo Pannini, sowie durch die Begegnung mit Giovanni Battista Piranesi. Als folgenreich erwies sich auch der Umgang mit seinen Landsmännern Jean-Honoré Fragonard und dem Abbé de Saint-Non, den Robert 1760 auf einer Reise nach Neapel begleitete. Robert hat ein sehr umfangreiches zeichnerisches Oeuvre hinterlassen. In Rom entstanden zahlreiche freie, nach der Natur gezeichnete Studien wie auch durchkomponierte Capriccios, die antike und genrehafte Motive kombinieren. Die in seinen Skizzenbüchern gesammelten Sujets gelangten später in Paris in unterschiedlichsten Variationen als Auftragswerke zur Ausführung. Das vorliegende Landschaftscapriccio besticht durch seine souveräne, treffsichere Ausführung und seine anspruchsvolle Kompositionsweise. Der Künstler hat bewusst ein Hochformat gewählt, wodurch die pittoresken Felsenformationen mit dem aufschäumenden Wasserfall eindrucksvoll zur Geltung kommen und eine bestechende räumliche Wirkung entsteht. Möglicherweise diente die Zeichnung als Vorstudie für eine dekorative Wandvertafelung. Gekonnt hat Robert die anmutige Frauengruppe ganz im Vordergrund rechts skizziert; links von ihnen sitzt ein Mann auf einem knorrigen, abgebrochenen Ast und badet seine Füße im kühlen Wasser. Die Terrasse links oben und der malerische Turm sind zweifelsohne durch Motive aus Tivoli inspiriert. Alles ist von Licht und Luft erfüllt und mit sparsamen Mitteln gelingt Robert die vollkommene Evokation der italienischen Landschaft.

Provenienz: Aus der Sammlung Henri Baron de Triqueti (1804 - 1874, Paris, Lugt 1304).

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

Weitere Details:


Hubert Robert wurde ursprünglich zum Geistlichen ausgebildet, entschloss sich jedoch für eine künstlerische Laufbahn und ging in Paris bei dem Bildhauer und Architekten Michelange Slodtz in die Lehre. Anstatt das übliche Programm der akademischen Ausbildung in seiner Heimatstadt zu absolvieren, ging Robert 1753 als Protegé des Comte de Stainville nach Rom, wo er bis 1765 verblieb. Hier lebte er als pensionnaire in der dortigen Académie de France und nahm am Unterricht teil. Entscheidende Anregungen erhielt der Künstler in jenen Jahren durch die Ruinen- und Architekturmalerei des Giovanni Paolo Pannini, sowie durch die Begegnung mit Giovanni Battista Piranesi. Als folgenreich erwies sich auch der Umgang mit seinen Landsmännern Jean-Honoré Fragonard und dem Abbé de Saint-Non, den Robert 1760 auf einer Reise nach Neapel begleitete. Robert hat ein sehr umfangreiches zeichnerisches Oeuvre hinterlassen. In Rom entstanden zahlreiche freie, nach der Natur gezeichnete Studien wie auch durchkomponierte Capriccios, die antike und genrehafte Motive kombinieren. Die in seinen Skizzenbüchern gesammelten Sujets gelangten später in Paris in unterschiedlichsten Variationen als Auftragswerke zur Ausführung. Das vorliegende Landschaftscapriccio besticht durch seine souveräne, treffsichere Ausführung und seine anspruchsvolle Kompositionsweise. Der Künstler hat bewusst ein Hochformat gewählt, wodurch die pittoresken Felsenformationen mit dem aufschäumenden Wasserfall eindrucksvoll zur Geltung kommen und eine bestechende räumliche Wirkung entsteht. Möglicherweise diente die Zeichnung als Vorstudie für eine dekorative Wandvertafelung. Gekonnt hat Robert die anmutige Frauengruppe ganz im Vordergrund rechts skizziert; links von ihnen sitzt ein Mann auf einem knorrigen, abgebrochenen Ast und badet seine Füße im kühlen Wasser. Die Terrasse links oben und der malerische Turm sind zweifelsohne durch Motive aus Tivoli inspiriert. Alles ist von Licht und Luft erfüllt und mit sparsamen Mitteln gelingt Robert die vollkommene Evokation der italienischen Landschaft.

Provenienz: Aus der Sammlung Henri Baron de Triqueti (1804 - 1874, Paris, Lugt 1304).

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

Preis: 7500 

© Galerie Bassenge KG, Berlin 


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