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Weltrekord und internationale Bieterwettbewerbe in der Herbstauktion

Wilhelm Leibl, Ein Kritiker

Die Auktion „Alte Kunst und 19. Jahrhundert“ sorgte bei Lempertz für einen Weltrekord. „Ein Kritiker“ (Lot 2173) von Wilhelm Leibl erzielte mit dem Ergebnis von 419.000 Euro den höchsten Preis, der je für ein Werk des Malers erzielt wurde. Kunsthistorische Bedeutung, erstklassige Provenienz und perfekter Erhaltungszustand kommen in diesem Gemälde von 1868 zusammen.

Dem jungen Leibl gelang über Ausstellungen dieses Werkes in München und Düsseldorf nicht nur in Deutschland der Durchbruch, auch in Paris kam er mit „Ein Kritiker“ ins Gespräch: Auf der großen „I. Internationalen Kunstausstellung im königlichen Glaspalaste“ in München entfachte es die Bewunderung von Leibls ebenfalls dort ausstellenden Kollegen Gustave Courbet, der Wilhelm Leibls Ruhm nach Frankreich verbreitete. Gleich nach diesen ersten Ausstellungen kam das Bild in den Besitz einer adeligen Familie, bei der es bis zur Auktion bei Lempertz verblieb. So wurde es nun in Köln perfekt erhalten versteigert. Der höchste Preis, der jemals auf einer Auktion für ein Werk Wilhelm Leibls gezahlt wurde, wird dem „Kritiker“ daher gerecht.

Die winterliche „Fahrt in der Dämmerung“ (Lot 2181) von Alfred Wierusz-Kowalski, einem der bedeutendsten Mitglieder des Münchner Polenkreises und Professor der Münchner Akademie, fand internationale Aufmerksamkeit: Mehrere Telefonbieter nahmen von verschiedenen Kontinenten aus teil und verdreifachten die Taxe des stimmungsvollen Gemäldes auf das Ergebnis von 302.400 Euro.

Für eine Überraschung sorgte das „Porträt eines farbigen Höflings“ (Lot 2086) eines Deutschen Meisters um 1760/70. Nur selten stellt ein Gemälde eines Alten Meisters eine Person of Colour dar. Die wenigen Beispiele erfahren allerdings zunehmende Beachtung, spätestens seit der Ausstellung „HERE: Black in Rembrandt’s time“. Gestartet mit der Taxe von 12.000 Euro wurde das Werk auf das Ergebnis von 201.600 Euro gehoben.

Eine besondere Steigerung erlebte auch ein Stillleben von Willem Claesz. Heda (Lot 2054). Das signierte und 1649 datierte Werk befand sich seit Generationen im Besitz einer westfälischen Adelsfamilie. Zahlreiche Bieter gingen weit über die Erwartung von 160.000 hinaus. Weitergereicht wurde die Tafel erst für 277.200 Euro.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1231: Alte Kunst und 19. Jahrhundert

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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