„First you cannot write down anything else, but there is a dream, there are desires. That is how it starts, when one wants to make a film, writes a book, paint a picture, compose music or just to invent something. One has a wish.” (Zitat nach Wim Wenders) Den größten Einfluss auf die Malerei von Ágnes Szépfalvi hatten die Filmclubs, die während ihres Kunststudiums in Budapest der achtziger Jahre die beste visuelle Schulung der Wahrnehmung für sie darstellten. Die Welt ihrer Bilder scheint der fiktiven Welt der Medien und des Films entlehnt, die Gemälde wirken wie zu einem zeitlosen Augenblick verlangsamte Filmstills. Es sind meist Frauen, die als Mittelpunkt einer von Wünschen und Sehnsüchten bestimmten Narration fungieren. Scheinbar banale Alltagssituationen, die Begegnung eines Paares im Badezimmer, Szenen am Strand, tauchen auf den Gemälden von Ágnes Szépfalvi auf, doch sind unterschwellige Spannungen spürbar, unerfüllte Sehnsüchte. Es sind Bilder, die ihr Geheimnis nicht völlig preisgeben, die die Geschichte davor und danach miterzählen und den Betrachter häufig in die Rolle eines Voyeurs versetzen. Stets bleibt trotz Inszenierung von Romantik und glamouröser Umgebung etwas „Unheimliches“ im Sinne von Freud spürbar. |