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„So glanzvoll ist nur eine“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung im vergangenen Jahr und meinte mit diesem ausgesprochenen Lob die letzte TEFAF Maastricht, eine der bedeutendsten Kunst- und Antiquitätenmessen der Welt. Eine derart erfolgreiche Messe, die - wie es scheint - alle vergleichbaren Events des Jahres überstrahlt, kann sich doch eigentlich kaum mehr neue Ziele setzen – es sei denn, sich Jahr für Jahr selbst zu übertreffen. Vom 10. bis zum 18. März, wenn sich im Maastrichter Exhibition and Congress Center der Vorhang zur diesjährigen TEFAF hebt, wird sich zeigen, ob erneut Glanzlichter gesetzt werden. So viel, so gut

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Die TEFAF in Maastricht lädt zum Flanieren ein


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Der Veranstalter der Messe, die European Fine Art Foundation, gibt sich jedenfalls zuversichtlich und vermerkt, dass die TEFAF Maastricht für das neue Jahrtausend noch attraktiver gestaltet wurde. Das Design der Messe wurde grundsätzlich verändert und dem niederländischen Bildhauer, Architekten und Designer Tom Postma aus Amsterdam anvertraut, um den perfekten Hintergrund für die hochwertigen Ausstellungsstücke zu schaffen.



197 internationale Kunst- und Antiquitätenhändler aus 13 Ländern beleben diese eigens geschaffene Kulisse und geben sich in Maastricht ein Stelldichein. Deutschland ist mit 33, die Schweiz mit neun und Österreich mit zwei Händlern vertreten. Insgesamt sind sechs Neuaussteller zu verbuchen, die das Angebot der modernen Kunst, der Juwelen und der Sektion Antiquitäten und Kunstgegenstände bereichern. Thematisch gliedert sich die TEFAF in sieben Bereiche: Gemälde, Zeichnungen und Grafiken, Antiquitäten und Kunstgegenstände, Kunst der Antike und der alten Kulturen, Illuminierte Manuskripte, Seltene Bücher und Karten, Kunst des 20. Jahrhunderts, sowie La Haute Joaillerie du Monde. Durch eine Sonderausstellung im Bonnefantenmuseum, die eine Auswahl von Gemälden aus der Sammlung des Kaisers Rudolph II. (Regierungszeit: 1576–1612) zeigt und die von der TEFAF gesponsert wird, rundet sich das Bild der Messe durchaus zu einem Kunstereignis mit Highlight-Charakter.



Wie gewohnt zeigt sich der große Bereich der Gemälde und Zeichnungen äußerst vielseitig. Stilleben, Genrebilder, Landschaftsbilder – fast jede Bildgattung ist vertreten. Ein goldgrundiges Tafelbild aus dem 14. Jahrhundert mit einer Kreuzigung Christi vom bekannten sienesischen Maler Pietro Lorenzetti, die bei der Mailänder Galleria Silvano Lodi jr. ausgestellt wird, hebt sich mit seiner meditativ stimmenden Ausstrahlung deutlich von der exaltierten Dynamik des Bildes „Vulkan überrascht Venus und Mars“ von Alessandro Varotari ab, das bei dem New Yorker Händler Piero Corsini zu sehen ist. Xaver Scheidwimmer, Altmeister-Spezialist aus München, ist unter anderem mit einem Blumenstilleben mit zerbrochner Vase von Jacob Marrel und einer Flusslandschaft von Salomon van Ruysdael dabei, die Galerie Sanct Lucas aus Wien unter anderem mit einem Seestück von Simon de Vlieger (1601-1653). Bei Jean-François Heim aus Paris ist das Gruppenportrait dreier vornehmer Herren des Düsseldorfer Malers Heinrich Christoph Kolbe zu haben, das auf 1820 datiert ist.



Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die Ausstellungsstücke im Bereich Antiquitäten und Kunsthandwerk. Auch hier ist Vielfalt Trumpf. Beachtenswert ist beispielsweise eine Rarität, die der Silberspezialist A. Aardewerk aus Den Haag zur Schau stellt. Er präsentiert einen äußerst seltenen Zuckerkorb aus Breda, den der Silberschmied Adrianus von Beugen 1776 schuf. Aus dem 18. Jahrhundert stammen einige der farbenfrohen, chinesischen Flakons, die der Londoner Händler Robert Hall mit nach Maastricht bringt. Wessen Herz eher für großformatige Kunsterzeugnisse schlägt, mag sich lieber bei den Teppichen und Tapisserien umsehen: So eine seltene französische Tapisserie aus dem frühen 17. Jahrhundert, die die Galerie Chevalier anbietet. Im Mittelpunkt stellt sie eine Vogeljagd dar. Die umlaufende Bordüre ist mit Putten und vier allegorischen Frauenbildnissen, welche die vier Elemente verkörpern, dekoriert. Der Entwurf für die Gestaltung geht vermutlich auf Stiche nach Jan van Straat (1523–1605) zurück. Franz Bausback aus Mannheim präsentiert mit einem „Ziegler“-Teppich aus Westpersien um 1900 sein gewohnt qualitätvolles Programm an Orientteppichen.



Sehenswert ist auch das Möbelangebot, für das ein schwarz lackiertes Bureau-Kabinett in der Manier von Giles Grendey bei Pelham Galleries aus London nur ein Beispiel von vielen ist. Albrecht Neuhaus bringt unter anderem ein von Jacques Dubois gestempelte Barockkommode aus Paris um 1750 von Würzburg mit nach Maastricht und Frank C. Möller aus Hamburg eine klassizistische Obeliskenuhr, deren Gehäuse von David Roentgen stammt. Auf Silber hat sich der Züricher Kunsthändler Payer spezialisiert und bietet einen Pokal aus Nürnberg um 1600 an, der eine Marke von Hieronymus Berckhauser trägt.



Bei den Skulpturen lässt sich auf eine Komposition aus Carerra-Marmor von Philippe Wolfers hinweisen. Die um 1917 entstandene Gruppenkomposition zeigt die „Schlafenden Musen“ und ist bei den niederländischen Wijermars Antiquairs zu bewundern. Auch Stücke mit religiöser Konnotation finden sich im großen Umfang. Der belgische Kunsthändler Jan Dirven stellt dem Publikum eine um 1160 bis 1180 entstandene Elfenbeinschnitzerei aus Köln vor. Die Figurengruppe zeigt fünf heilige Frauen, die vermutlich dem Kontext einer Kreuzigungsgruppe entnommen wurden. Neben dem Hl. Wenzel aus der Parler-Werkstatt um 1370/80 präsentiert S. Mehringer aus München auf der TEFAF eine Lindenholzskulptur von Tilman Riemenschneider. Mit anmutiger, S-förmiger Gestalt des Körpers stellt sie die Jungfrau mit Kind in den Armen dar. Marcel Nies Oriental Art setzt mit buddhistischer und hinduistischer Kunst Akzente, wie dem bronzenen Buddha Sakyamuni aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.



Das Angebot an Werken der klassischen Antike und aus Ägypten ist überschaubar, aber erlesen. Weber Kunsthandel aus Köln zeigt unter anderem eine keine Bronzestatuette des griechischen Hermes. Bei der Figur wird es sich vermutlich um eine kleinformatige Replik einer lebensgroßen Plastik handeln, die dem großen Hofkünstler von Alexander dem Großen Lysippos zugeschrieben wurde. Jean-David Cahn aus Basel hat den Kopf eines Flussgottes aus Marmor, ungefähr um 160 vor Christus, im Gepäck.



Bei den illuminierten Manuskripten, seltenen Büchern und Karten ist der Codex Vogue, den der amerikanische Antiquar Bruce Ferrini offeriert, eines der Highlights. Das auf 1370 datierte Manuskript umfasst 400 Seiten und beinhaltet 118 Miniaturen. Besonderer Wert kommt der Handschrift auch deswegen zu, da es sich bei ihr um die letzte Handschrift des Guillaume de Machaut handelt, der einer der größten französischen Dichter und Komponisten des 14. Jahrhunderts war.



Glamourösen Flair erhält die TEFAF durch die Präsenz exquisitester Juwelierkunst. Das prachtvolle Collier bei Gianmaria Buccelati-Mabuti aus Italien, das im Ganzen 646 Diamanten zu einer glitzernden Augenweide vereint, trotzt jeder Beschreibung und sollte daher mit eigenen Augen bestaunt werden.



Obschon die TEFAF einen eindeutigen Schwerpunkt auf Antiquitäten legt, erfreut sich die Kunst des 20. Jahrhunderts seit fünf Jahren zunehmender Beliebtheit. Dies zeigt sich auch daran, dass in diesem Jahr gleich zwei Newcomer in diesem Bereich zu verzeichnen sind. Einer davon sind die Acquavella Galleries aus New York, die mit Künstlern wie Bonnard, Sisley, Kandinsky, Picasso oder Tanguy an teilnimmt. Zum ersten Mal stellt auch der Londoner Richard Nagy Arbeiten wie zum Beispiel dem „Rückenakt einer knienden Frau“ von Egon Schiele aus. Salis & Vertes aus Salzburg warten mit der „Composition bleu, rouge, blanc“ aus dem Jahr 1965 von Serge Poliakoff auf und die Galerie Gmurzynska aus Köln mit Yves Kleins großformatiger Arbeit „ANT SU 7“ um 1960.



Die Fahrt nach Maastricht lohnt sich also, sei es für Händler, Sammler oder passionierte Kunstbetrachter. Die Messe läuft vom 10. bis zum 18. März im Maastricht Exhibition and Congress Center. Die Öffnungszeiten sind täglich von 11 bis 19 Uhr, am Sonntag, den 18. März, nur bis 18 Uhr.



The European Fine Art Foundation

Postbus 1035

5200 BA`s – Hertogenbosch



Telefon: +31 (0)73 – 61 45 16 5

Telefax: +31 (0)73 – 61 47 36 0



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