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o.T. (Doppelkopf I)

Berit Myrebøe

Geboren: 10.10.1968 in Heidenheim

Stilrichtungen

- Zeitgenössische Kunst

BiographieAusstellungenArbeiten

Zum Künstler


Berit Myrebøe: Verloren im Aluminiumglanz

Nur durch wenige Striche verfestigt, bewegen sich bei Berit Myrebøe Figuren in und auf den glänzenden Oberflächen, auf denen sie aufzutauchen und hinter denen sie wieder zu verschwinden scheinen. Die schemenhaften, samtig-schwarzen Körper tauchen für den Betrachter erst im Moment des frontalen Davorstehens, dennoch unerwartet plastisch aus der silbrigen Reflexion der Aluminium-Platte und lösen sich ebenso rasch wieder in einer Überblendung auf.

Wie ein matter Spiegel reflektiert der Bildträger die Umgebung, öffnet das Bild in die Tiefe und gleichzeitig nach vorne in den Realraum. Die farblichen und gerichteten Lichtquellen lassen die Bilder aus sich heraus leuchten und öffnen zugleich wie Fenster den Blick in neue Räume hinein.
Verfolgt man die Figuren-Sequenzen, so ergibt sich die Wirkung eines panoramatischen Filmes auf Aluminium im Raum. In der Dramaturgie eines endlos in die Tiefe gespiegelten Raumes nimmt der Betrachter sich selbst als Agierender im Bild wahr. Die Flüchtigkeit des Körper-Abbildes verschmilzt mit der unscharfen Spiegelung des flüchtigen Betrachters.

Neu sind Landschaften im Werk der Künstlerin, die von der letzten Studienreise der Künstlerin durch ihre Heimat Norwegen inspiriert sind. Man könnte meinen Caspar David Friedrichs Eismeerlandschaften vor sich zu haben. Das monochrome spröde Material des Aluminiums durchläuft eine Metamorphose und wandelt sich in der Oberfläche durch die Kraft ihrer zeichnerischen Spuren zu einer organisch bewegten, naturidentischen Projektion. Wie bei Friedrich löst sich auch bei Myrebøe die Figur in der Struktur der Landschaft nebelhaft auf.

Abhängig vom Zufall und dem Imaginationswillen des Betrachters setzt sich ein Bild im Kopf zusammen. Dieser Auffassungsprozess wird durch einen weiteren Eindruck befeuert, denn im Gegensatz zu der leichten Unbeschwertheit, mit der sich die abgebildeten Protagonistinnen vom harten Untergrund abheben, stehen teils mutwillige, aggressive Irritationen, die über und neben die Motive gesetzt den Bildern eine neue Tiefe und Dimension verleihen.

Mit ihren Streiflichtern, Verwischungs- und Unschärfeneffekten überwindet die norwegische Künstlerin die Statik der Körperdarstellung und findet ein starkes Ausdrucksmittel für Bewegung, Zeit und physische Energie. Ihre Arbeiten wirken immer dann am stärksten, wenn die Figuren ihrer Bilder wie in Lichtstreifen zu verschwinden scheinen.

Die Ausstellung von Berit Myrebøe ist in der Galerie Jarmuschek und Partner vom
18. September bis zum 22.Oktober 2005 zu sehen.
Die Eröffnung findet am 17. September 2005 ab 19 Uhr statt.
Grußwort durch Herrn Botschaftsrat Johan K. Meyer, Königlich Norwegische Botschaft.

Berit Myrebøes Arbeiten werden ebenfalls auf der PREVIEW BERLIN im Rahmen einer one-artist-show am Samstag, den 01.10.2005 präsentiert sowie auf der ART COLOGNE vom 28.10. – 01.11.2005 und sind noch bis zum Ende des Jahres in einer Einzelausstellung im Berliner Abgeordnetenhaus im Preußischen Landtag (gegenüber dem Martin-Gropius-Bau) zu sehen.

Die Karl-Hofer-Stipendiatin des Jahres 1999 ist bisher vor allem in Deutschland, Norwegen und der Schweiz bekannt geworden, wo ihre Arbeiten zuletzt in der Ausstellung „Le corps évanoui, les images subites“ neben Thomas Ruff, Bernd und Hilla Becher, Gerhard Richter und Franz Gertsch im Musée de l’Elysée, Lausanne, zu sehen waren.


Arbeiten des Künstlers

Myrebøe, Berit ◊ o.T. (Face #1), 2007
Myrebøe, Berit ◊ o.T. (Face #1), 2007

Myrebøe, Berit ◊ o.T. (selbst), 2004
Myrebøe, Berit ◊ o.T. (selbst), 2004

Biographie


geboren 1968 in Heidenheim

lebt und arbeitet in Berlin

AUSBILDUNG

1996 Meisterschülerin, Hochschule der Künste, Berlin

1990-96 Hochschule der Künste, Berlin

1994 École des Beaux-Arts, Marseille

1989-90 Freie Kunstschule Stuttgart, Druckgrafik Studium



BiographieAusstellungenArbeiten

Ausstellungen


EINZELAUSSTELLUNGEN (Auswahl)

2010 Waht surrounds me, Dominik Mersch Gallery, Sidney
Agenda 2010, Dominik Mersch Gallery, Sidney

2008 thirtyseven degrees - Contemporary Fine Art Gallery @ SILVERSHOT/ Facing South, thirtyseven° - Contemporary Fine Art Gallery, Sydney

2007 r.e.f.l.e.c.t., Galerie Lausberg, Toronto/ Facing north , thirtyseven°, Contemporary Fine Art Gallery, Sydney

2005 Mirror Image, Jarmuschek+Partner, Berlin/ Arbeiten 2003-2005, Abgeordneten Haus Berlin, Preußischer Landtag

2004 Aus den Reihen Énergeia II-IV, Galerie Greulich, Frankfurt am Main/ Zwischen Malerei und Fotografie, (mit A. Besgen), Galerie Rothamel, Erfurt

2003 Énergeia VII-XIV, Jarmuschek Partner, Berlin/ Galerie Lokaal 4, Amersfoort, Niederlande

2002 Myrebøe-Sonntag, Galerie chromosome, Berlin Projekt, zusammen mit Jan-Peter-E.R.Sonntag

2001 Énergeia II, Jarmuschek+Partner, Berlin

2000 Énergeia - Bilder im Raum, Jarmuschek+Partner, Berlin

GRUPPENAUSSTELLUNGEN (Auswahl)

2009 ARTHK10, Hong Kong
Dominik Mersch Gallery, Sidney
ART Miami, Art LA
Galerie Lausberg, Toronto

2008 Berlin goes Sydney, thirtyseven° -Contemporary Fine Art Gallery, Sydney/ Melbourne Art Fair , thirtyseven°, Sydney/ Die Insel des zweiten Gesichts, Espai Ramón Llull, Palma de Mallorca, Spain

2007 SWAB art fair, Barcelona, Jarmuschek+Partner/ curtain call, Galerie Lausberg, Düsseldorf, Toronto/ Jeg har en koffert i Berlin, Nasjonalbiblioteket, Oslo

2006 Preview Berlin, Jarmuschek+Partner, Berlin/ Fire and Ice, Rosenbaum Contemporary, Boca Raton, Florida/USA/ YEAR_06 - Art Projects, London/ Art Toronto, Palm Beach - Art Miami, Art Moscow/ artspace Frankfurt, Jarmuschek+Partner, Berlin/ Art Sydney 06, thirtyseven° Contemporary Fine Art Gallery, Sydney

2005 Deep Action, Georg-Kolbe-Museum, Berlin

2004 Art Cologne, Jarmuschek+Partner, Berlin

2003 Quintessenz IV, Jarmuschek+Partner, Berlin/ SommerNachtsRaum III, Galerie Rothamel, Erfurt/ Art now !, KPM, Berlin

2002 5x5, Neue Sächsische Galerie, Chemnitz/ Kunst am Bau, Galerie Rothamel, Erfurt/ andere seiten, Jarmuschek+Partner, Berlin/ Troika des Nordens, Königlich Norwegische Botschaft Berlin, Kunsthalle Arnstadt/ Reprorealismus aus Berlin, Galerie Naumann, Stuttgart

2001 Malerei aus Berlin, Stadtmuseum Berkamen/ Rohkunstbau VIII, Wasserschloß Gross-Leuthen

2000 Art moderne et contemporain, Galerie Aparté Forum de l’Hôtel de Ville, Lausanne

PREISE/STIPENDIEN

2007 Artspace Residency-Programm, Syndey

2001 Arbeitsstipendium Rohkunstbau VIII

1997–99 Atelierstipendium Karl-Hofer-Gesellschaft

1996 1. Preis, Kunst im öffentlichen Raum, Berlin

SAMMLUNGEN

Sammlung Alison und Peter W. Klein

Deutsche Telekom Berkom GmbH, Berlin

Lenze GmbH, Hameln

Deutsche Post, Stuttgart

Stadtmuseum Bergkamen

Mauron-Layaz, Lausanne, Paris



BiographieAusstellungenArbeiten

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