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Max Pechstein

Geboren: 1881 in Zwickau
Gestorben: 1955 in Berlin

Stilrichtungen

- Moderne Kunst

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Biographie


Max Pechstein

Am 31. Dezember 1881 in Zwickau geboren; 1896 - 1900 lernt Max Pechstein das Handwerk des Dekorationsmalers; von 1900 - 1903 studiert er an der Kunstgewerbeschule Dresden bei Wilhelm Kreis; anschließend Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden, wo er Meisterschüler Otto Gußmanns wird, der dort Professor für dekorative und monumentale Malerei ist, Pechstein erhält ein eigenes Atelier; 1905 besucht er in Dresden eine Ausstellung mit Werken van Goghs, im Völkerkundemuseum sieht er Schnitzwerke aus der Südsee - sein erster Holzschnitt entsteht; 1906 verlässt Pechstein die Akademie mit der höchsten Auszeichnung, dem auch als Rompreis bezeichneten "Sächsischen Staatspreis"; der Begegnung mit Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner folgt sein Eintritt in die ein Jahr zuvor gegründete Künstlergruppe "Brücke", deren Mitglieder bis 1910 zahlreiche gemeinsame Ausstellungen durchführen; seine ersten Lithographien und Radierungen entstehen; im Sommer 1907 malt er mit Kirchner in Goppeln bei Dresden, im Herbst desselben Jahres verbringt er drei Monate als Staatspreisträger in Italien; er ist an der ersten Graphikausstellung des deutschen Künstlerbundes beteiligt; ab Dezember 1907 hält sich Pechstein neun Monate in Paris auf, er sieht dort die Werke von Cézanne, Gauguin und Matisse, die für seine weitere Entwicklung wichtig werden; er findet auch Kontakt zu den "Fauves", wo er Kees van Dongen als Brücke-Mitglied gewinnen kann; 1908 beteiligt Pechstein sich an der Ausstellung im "Salon des Indépendants"; im Herbst übersiedelt er nach Berlin, wo er bei der Ausstellung der "Berliner Sezession" mit vier Lithographien und einer Gouache vertreten ist, auch 1909 ist er an der Sezessions-Ausstellung beteiligt; 1910 werden Pechsteins Arbeiten für die "Berliner Sezession" unter dem Druck Max Liebermanns abgelehnt, daraufhin gründet Pechstein zusammen mit anderen Zurückgewiesenen die "Neue Sezession" ; im Juni folgt ein Aufenthalt mit Heckel und Schmidt-Rottluff in Dangast am Jadebusen, den Sommer verbringt er an den Moritzburger Teichen mit Heckel und Kirchner; die Gemälde mit den Sujets "Badende", im Wasser und am Seeufer, entstehen; 1911 heiratet er Charlotte Kaprolat, Reise nach Italien, von Juni bis September Aufenthalt in Nidden, Entstehung der Holzschnittfolge "Badende", gemeinsam mit Kirchner Eröffnung des "Institut für Modernen Unterricht in Malerei", das ohne wirtschaftlichen Erfolg bleibt; 1912 beteiligt sich Pechstein an der Graphikausstellung der Künstlergruppe "Blauer Reiter" in München sowie an Herwarth Waldens Sturm-Ausstellung in Berlin, im selben Jahr Austritt aus der "Brücke", da er den Beschluss, nur gemeinsam auszustellen, als zu starke Einschränkung empfindet; im Sommer Aufenthalt in Nidden; Beteiligung an der "Sonderbund-Ausstellung" in Köln; 1913 dritte Reise nach Italien; Aufenthalte in Gent und Paris; Geburt seines Sohnes Frank; 1914 reist er mit seiner Frau über Hongkong zu den Palau-Inseln in die Südsee, die zu den Kolonien des deutschen Reichs gehören; er hält das Inselleben in zahlreichen Zeichnungen, Aquarellen und Schnitzwerken fest; durch Ausbruch des Krieges gerät das Ehepaar in japanische Gefangenschaft; Pechstein und seine Frau kehren 1915 über New York und Amsterdam nach Berlin zurück, wo er seine Wohnung besetzt und das Atelier geräumt vorfindet; 1915/16 Militärdienst in Frankreich und in Flandern; 1917 entstehen graphische Zyklen; 1918 wird Pechstein Mitbegründer der Künstlervereinigung "Novembergruppe"; 1919 hält er sich wieder in Nidden auf, wo Bilder aus dem Fischerleben entstehen; im selben Jahr lithographiert er die Reisebilder der Südseereise und schnitzt,von primitiver Plastik beeinflusst, Holzfiguren; 1920 erneuter Aufenthalt in Nidden; 1921 Sommeraufenthalt in Leba; 1922 reist er nach Montreux/Schweiz zu seinem Mäzen Dr. Minnich; er wird Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin und erhält eine Professur; 1923 trennt sich Pechstein von seiner ersten Frau und heiratet Martha Möller; 1924 und 1925 hält er sich in Monterosso al Mare, Bornholm und in der Schweiz auf; 1926 Geburt seines zweiten Sohnes Max; Pechstein nimmt das Thema "Mutter und Kind" wieder auf; 1927 erhält er einen Preis des Carnegie Institutes in Pittsburgh/USA; 1928 Auszeichnung mit dem Preußischen Staatspreis sowie Berufung in die Ausstellungskommission der Akademie der Künste; 1930 wird er mit einem Ehrendiplom in Mailand und Bordeaux sowie einer Ehrenmedaille in Wien ausgezeichnet; 1931 reist er nach Südfrankreich und im selben Jahr Auszeichnung mit dem Staatspreis der deutschen Regierung; 1933 wird Pechstein von den Nationalsozialisten Malverbot auferlegt und aus seinem Lehramt entlassen; 1935 bekommt er erste Ausstellungsmöglichkeiten in Amerika, was Pechstein dazu nutzt, einige seiner Bilder dem Zugriff der Nationalsozialisten zu entziehen; 1937 wird er von der Akademie der Künste ausgeschlossen; Beschlagnahmung von 326 Werken aus deutschen Museen; in der Ausstellung "Entartete Kunst" werden 16 Werke von Pechstein gezeigt; von 1939 - 1945 hält er sich abwechselnd in Berlin, Leba sowie am Koser See auf; im Jahre 1945 werden bei einem Bombenangriff seine Berliner Wohnung und das Atelier sowie der größte Teil seiner Werke vernichtet; Ende 1945 kehrt er nach Berlin zurück und wird als Lehrer an die Hochschule für Bildende Künste berufen; 1947 Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Zwickau; 1949 Sommeraufenthalt auf Usedom und erneuter Kontakt zu Schmidt-Rottluff; 1951 wird Pechstein zum Ehrensenator der Hochschule für Bildende Künste ernannt; 1952 Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland; am 29. Juni 1955 stirbt Max Pechstein in Berlin.



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