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Julia Peirone

Geboren: 1973 in Argentinien

Stilrichtungen

- Fotokunst

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Zum Künstler


Die Galerie f5,6 präsentiert die erste deutsche Einzelausstellung des schwedischen Shootingstars Julia Peirone (geb 1973), die hauptsächlich im Bereich der Fotografie und Videokunst arbeitet. Peirones Schaffen zeichnet sich durch die gegenseitige Befruchtung von analoger dokumentarischer Fotografie und den neuen digitalen Möglichkeiten aus. Durch den Einsatz des Computers schneidet, zeichnet, addiert, subtrahiert, konstruiert, zerstört und rekonstruiert Julia Peirone vorwärts, rückwärts, seitwärts, Schritt für Schritt die fotografische Realität. Wichtig ist, dass ihre neu entstandene Bilderwelt nicht die glatte digitale Perfektion enthält, sondern sich im Gegenteil stärker an einer Weiterführung der Kollagentechnik der 1930er Jahre von Künstlern wie Hannah Höch oder anderen Vertre-tern des Dadaismus orientiert.

Die Ausstellung zeigt einen Überblick über die gesamte Bandbreite und Entwicklung von Julia Peirones Arbeiten. Ihre erste Serie „The Girl“ entstand ohne Computerbearbeitung und kombiniert lineare Zeichnungen eines jungen Mädchens mit verschiedenen Kontexten. So werden diese entweder direkt auf die Fotografie einer abfotografierten gefundenen Postkarte aufgetragen, oder auf Fotografien, die direkt vom Fernsehbildschirm des letzten WM-Fussballspiels England - Argentinien abfotografiert wurden. Hierbei spielt - ähnlich wie in Andy Warhols Arbeiten – die Unvollkommenheit der Reproduktion, in der man die einzelnen runden Rasterpunkte deutlich wahrnehmen kann, eine wichtige Rolle. Dies steht in direktem Gegensatz zu den quadratischen digitalen Pixeln, die man von heutigen Bildern, die z.B. eine zu geringe Auflösung haben, kennt.

In ihrer neueren Arbeit wird der Computer ein wichtiges Instrument. In der Serie „Recon-struction of Presence“ greift Julia Peirone auf ihr eigenes Archiv dokumentarischer Bilder von Menschen in den Straßen von Paris zurück. Mit Hilfe des Computers werden sie aus ihrem „natürlichen Kontext“ herausgeschnitten und auf einen monochromen Hintergrund in einer neuen Situation wieder zusammengestellt. Hier verschiebt Julia Peirone gleichzeitig auch die allseits bekannte Zentralperspektive, die seit der Renaissance das wichtigste Instrument für die Realität in der Kunst war und von der Fotografie übernommen wurde.

In ihrer jüngsten Serie „Night Spots“ sind vorwiegend einzelne hell erleuchtete Figuren von nächtlicher Dunkelheit umgeben. Die augenscheinlich portraitähnlichen Dargestellten, oft-mals junge Mädchen, drehen sich aber meist von der Kamera weg zur nächtlichen Dunkelheit hin. Wieder arbeitet Julia Peirone gegen die angenommene Norm und eröffnet so einen anderen Dialog für den Betrachter.

Julia Peirones Arbeiten verlassen letztendlich die herkömmliche Fotografie, die sich mit der äußeren Welt beschäftigt. Stattdessen suchen sie nach einer anderen, oftmals sehr persönlichen inneren Wirklichkeit, in der in neuen Konstellationen nach einer etwas anderen Bedeutung geforscht wird, wo kleine Gesten oder Bewegungen eines Menschen ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis eines kleinen Aspekts der menschlichen Existenz werden.


Arbeiten des Künstlers

Peirone, Julia ◊ Pantyhoses, 2002
Peirone, Julia ◊ Pantyhoses, 2002

Peirone, Julia ◊ Campingchair, 2002
Peirone, Julia ◊ Campingchair, 2002

Peirone, Julia ◊ Couple with luggage, 2002
Peirone, Julia ◊ Couple with luggage, 2002

Peirone, Julia ◊ Girl and Pelargonium, 2003
Peirone, Julia ◊ Girl and Pelargonium, 2003

Peirone, Julia ◊ Girl behind laundry, 2003
Peirone, Julia ◊ Girl behind laundry, 2003

Peirone, Julia ◊ Highway, 2004
Peirone, Julia ◊ Highway, 2004

Peirone Julia  - Football 9, 1997
Peirone Julia - Football 9, 1997

Peirone Julia  - Football 2, 1997
Peirone Julia - Football 2, 1997

Peirone Julia  - Untitled 1, 1997
Peirone Julia - Untitled 1, 1997

Biographie


Julia Peirone wurde 1973 in Argentinien geboren. Sie lebt und arbeitet in Stockholm.

1999 – 2001 Konstfack, University College of Art, Craft and Design, (MA), Stockholm
1996 – 1999 University of Film and Photography (BA), Gothenburg



BiographieAusstellungenArbeiten

Ausstellungen


Aktuelle und vergangene Ausstellungstermine:
31.03.2006
Julia Peirone


Weitere Termine:

Einzelausstellungen:
2006
Daniel Cooney Fine Art, New York, USA
Galerie f5,6, München
2005
Brändström & Stene Gallery, Stockholm, Schweden
Gallery Krista Mikkola, (curated by Timothy Persons), Helsinki
Hässleholms Kulturhus, Hässleholm, Schweden
Finnish Museum of Photography/Project Gallery, January, Helsinki
2004
Art Rent, Tromsö, Norwegen
2003
Tyresö Konsthall, Tyresö, Schweden
Gallery Format, Photography in focus, Malmö, Schweden
2002
Gallery 54, Gothenburg, Schweden
Center of Photography, Exposeptember, Stockholm, Schweden
2001
Pictura, Lund, Schweden
Gallery Konstfack, Stockholm, Schweden
1997
Galleri Garderoben, Gothenburg, Schweden


Gruppenausstellungen (Auswahl):
2005
Gad Gallery, Oslo, Norwegen
Tromsö Art Association, Northern Cities, Tromsö, Norwegen
Kerava Art Museum, Northern Cities, Kerava, Finnland
Oulu City Art Museum, Northern Cities, Oulo, Finnland
The Aine Art Museum, Northern Cities, Tornio, Finnland
Museum of Umeå University, Unstable - new directions in Swedish Photography 1990-2004, Umeå, Schweden
Kunstverein München, Blick – New films and videos from the Nordic and Baltic region, München
Ariel Meyerowitz Gallery, Still life and stilled lives, New York, USA
Gallery Faulconer at Grinnells College, Scandinavian Photography (kuratiert von Daniel Strong), Iowa, USA
2004
Museum of Modern Art, Blick – New films and videos from the Nordic and Baltic region, Stockholm, Schweden
Gwynne Warehouse Gallery, Photofest 2004, Hereford, UK
Galerie f 5.6, Es ist Sommer. Es ist heiß, München
Simrishamns Konsthall, Simrishamn, Schweden
2003
Artforum Berlin, Berlin
Culture Park, Stockholm, Schweden
Stockholm Art Fair, Stockholm, Schweden
Brändström & Stene Gallery, Wish you were here, Stockholm, Schweden
2002
Sad Expo, Paris
BB - Gallery Lars Bohmans Project room, Stockholm, Schweden
2001
Gallery Deluxe, Swedish style in Tokyo, Tokyo, Japan
NK, Stockholm, Schweden
Borlänges Exhibition Hall, Borlänge, Schweden
Wetterling Gallery – Graduating class of Konstfack, Stockholm, Schweden
Konstfack, - Graduating class of Konstfack, Stockholm, Schweden
2000
Konstfack, Sampling (project run by Ronald Jones, Jason Dodge and Felix Gmelin), Stockholm, Schweden
Konstfack, I vägen (curated by the curator students), Stockholm, Schweden
1999
Borås Museum of Art – Graduating class of HFF, Borås, Schweden
UKS – Graduating class of HFF, Oslo, Norwegen
Gallery Box– Graduating class of HFF, Gothenburg, Schweden
1998
Arles -Festival of Photography, Arles, Frankreich
Start 98 (Stockholm the city of Culture –98), Stockholm, Schweden
1997
Malmö Museum of Art, Smitta, Malmö, Schweden
1993
Gallery of Photography, Lund, Schweden

Preise und Auszeichnungen:
2005
Swedish Arts Grants Comittee, One year working working grant
Iaspis, grants for exhibition abroad
Kulturfonden för Sverige/Finland
2004
Författarfonden, One year working working grant
2003
Northern Cities, Workshops/Exhibiton Project run by Northern Photographic Centre and Art Council of Oulo
Stockholm City Art Award
2001
Hasselbladstiftelsen Resident program in Grez-sur-loing, Frankreich
Lunds Konsthalls Vänner- Award to a young promising artist
Helge-Axel Johnson travel grant


Sammlungen:
Kiasma
Tyresö Kommun
National Art Council, Schweden
Kulturförvaltningen i Göteborg
Sveriges Allmänna Konstförening
Verschiedene Privatsammlungen



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