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Pierre-Paul Girieud

Geboren: 1876 in Paris
Gestorben: 1948 in Nogent-sur-Marne

Stilrichtungen

- Moderne Kunst

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Arbeiten des Künstlers

Girieud, Pierre-Paul ◊ Landschaft bei Cassis, um 1902
Girieud, Pierre-Paul ◊ Landschaft bei Cassis, um 1902

Girieud, Pierre-Paul ◊ Beaumes de Venise. La Cabre et la Roque Alineau, 1945
Girieud, Pierre-Paul ◊ Beaumes de Venise. La Cabre et la Roque Alineau, 1945

Biographie


Im Jahre 1879, drei Jahre nach der Geburt Pierre Girieuds, verlässt die Familie Paris und lässt sich in der Nähe von Marseille nieder. Die provençalische Landschaft und ihre antike Vergangenheit sollen von großem Einfluss auf das Schaffen Girieuds bis etwas 1912 werden. Sein Talent wird bereits früh von dem Vater erkannt und gefördert. Kurz nach seiner Übersiedlung nach Paris 1900 lernt Girieud Fabien Launay kennen, einen jungen Künstler, mit dem er in der Académie zeichnet, regelmäßig den Louvre sowie die Ausstellungen bei Durand-Ruel besucht. In dieser Zeit begegnet er Picasso, zu dem ihn bis in die 30er Jahre eine enge Freundschaft verbindet.

Ausstellungen beginnen sich nun zu häufen: Im März 1902 beteiligt sich Girieud mit zehn Bildern erstmals am Salon des Indépendants, bei dem er bis 1911 regelmäßig zu sehen ist. 1904 nimmt er erstmals ein großes Werk in Angriff, das Triptychon „Die Versuchung des hl. Antonius“, das er 1905 sowohl auf dem Salon d“Automne im Fauves-Saal zeigt als auch auf dem Seurat und van Gogh gewidmeten XXI. Salon des Indépendants. 1906 entsteht das Werk „L’Hommage à Gauguin“, das er auf der Gauguin-Retrospektive des Salon d“Automne präsentiert. Ein Jahr darauf reist er nach Italien. Die dort gesammelten Impressionen vor allem alter Meister spiegeln sich in den daraufhin entstehenden Gemälden wider.

Girieuds einflussreiche Rolle in der Pariser Kunstszene und sein internationales Renommee waren wohl der Grund für die Einladung zur Mitgliedschaft in der „Neuen Künstlervereinigung München“. Seinem Beitritt 1910 folgen drei Ausstellungsbeteiligungen, so unter anderem in der Galerie Thannhauser gemeinsam mit Franz Marc. Aus diesem Anlass reist Girieud nach München, wo er Jawlensky, Hugo von Tschudi und Kandinsky kennenlernt. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbricht den Kontakt zu den Münchner Freunden. Nach dem Krieg bis zu seinem Tode 1948 lebt er zurückgezogen in Marseille und Cassis.



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