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Serge Poliakoff

Geboren: 1906 in Moskau
Gestorben: 1969 in Paris

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Biographie


1906 geboren in Moskau
1914 Zeichenunterricht in Moskau
Er verbringt seine Kindheit und Jugendzeit in Moskau und besucht täglich mit seiner tiefgläubigen Mutter die Kirche. Die Faszination für die Kunst der Ikonen und die Auseinandersetzung mit Meditationspraktiken haben darin ihren Ursprung.
Während regelmäßiger Sommeraufenthalte auf dem Gut seiner Schwester Maria in Naltchnik im Kaukasus entstehen erste Landschaftsdarstellungen.
1918-19 Da sich die Lage in Moskau aufgrund der russischen Revolution verschlechtert, beschließt der Vater seine Familie auf dem Land in Sicherheit zu bringen. Auf der Zugfahrt flieht Serge in der Absicht sich der Weißen Armee anzuschließen; es folgen unruhige Wanderjahre durch Russland und den Kaukasus, endend in Konstantinopel. Dort begleitet er für einige Zeit seine Tante Nastia Poliakoff, eine berühmte Sängerin, auf der Gitarre.
1923 Übersiedelung nach Paris, wo er in den folgenden fast dreißig Jahren seinen Lebensunterhalt mit Auftritten als Gitarrenspieler in russischen Kabaretts bestreitet.
1924 Studium der Malerei an privaten Akademien
1929 arbeitet in der Académie de la Grande-Chaumière am Montparnasse
1933 Unterricht bei Ivan Cerf, Cosson und Othon Friesz an der Académie Frochot am Montmartre
1935-37 geht mit Marcelle Perreur-Lloyd, einer jungen Französin irischer Herkunft, die er 1936 heiratet, nach London
Besuch der Slade School of Art in London
zahlreiche Museumsbesuche; insbesondere die Entdeckung der ägyptischen Sarkophage im British Museum haben Einfluss auf seine weitere Entwicklung
1937-39 Rückkehr nach Paris; mehrere Ausstellungen in Pariser Galerien; Begegnung mit Kandinsky, Delaunay und Freundlich
Sein erstes abstraktes Gemälde wird in der Galerie Le Niveau in Paris ausgestellt.
1938-45 stellt jährlich im Salon des Indépendants aus
1942 Geburt des Sohnes Alexis
1946 beteiligt sich am ausschließlich der abstrakten Kunst gewidmeten Salon des Réalistés Nouvelles
Der Vergleich seiner starkfarbigen Bilder mit persischen Teppichen in der Rezension des Kritikers Charles Estienne über den Salon des Surindépendants führt ihn zu Bevorzugung einer gedämpften Farbpalette.
Seine erste Lithographie entsteht.
1947 Einzelausstellung in der Galerie Denise René
Er erhält den Kandinsky-Preis zur Unterstützung der jungen abstrakten Malerei.
1948 erste Auslandsausstellung in der Galerie Tokanten in Kopenhagen; erster öffentlicher Ankauf eines seiner Werke durch das Museum von Grenoble
1950 Seine Teilnahme am Salon de Mai wird von der Kritik als „wichtigstes Ereignis der Saison“ gewertet.
1952 Ein Vertrag mit der Galerie Bing ermöglicht es ihm, seine Arbeit als Musiker aufzugeben und sich ausschließlich der Malerei zu widmen.
Anlässlich der Ausstellung im Musée d´Art Moderne de Paris entdeckt er die Arbeit von Kasimir Malewitsch, die ihn in seinem eigenen Schaffen bestärkt.
1953-54 große Wanderausstellung durch Belgien
1956 Auszeichnung mit dem Lissone-Preis
1957 Die erste Radierung entsteht.
Herzanfall
1958 zahlreiche Ausstellungen in französischen, schweizerischen, skandinavischen, deutschen und englischen Museen
Entwurf des Bühnenbild für das Ballett „Contrepoint“ mit der Musik von Marius Constant und der Choreographie von Roland Petit
zeigt sich auf dem auf Rückweg von Italien nach Frankreich von der Scrovegni-Kapelle in Padua, den Ravenneser Mosaiken und den Höhlen von Lascaux sehr beeindruckt
1962 erhält die französische Staatsbürgerschaft
Beginn der Zusammenarbeit mit der Galerie im Erker in St. Gallen, in deren Druckerei in den folgenden Jahren zahlreiche Lithographien entstehen.

1965 erhält den Internationalen Preis der Biennale von Tokio
Ein erneuter Herzanfall zwingt ihn dazu, seine künstlerische Tätigkeit einzuschränken.
Es entstehen vorwiegend kleine Formate.
1966 erhält den Großen Preis der Biennale von Menton
1969 stirbt in Paris


Einzelausstellungen (Auswahl)
1945 Galerie l´Esquisse, Paris
1948 Galerie Tokanten, Kopenhagen
1950 Galerie Denise René, Paris
Galerie de Beaune, Paris
1951 Galerie Dina Vierny, Paris
1952 Galerie Circle & Square, New York
1953 Galerie Marcel Evrard, Lille
Salle de l’Emulation, Lüttich
Palais des Beaux-Arts, Brüsse
Musée communal d’Art, Verviers
1962 31. Biennale, Venedig
Galerie im Erker, St. Gallen
1966 Kunstmuseum St. Gallen
1970 Musée National d’Art Moderne, Paris
1971 Lefebre Gallery, New York
1980 Musée Ingres, Montauban
1981 Galerie Ponce, Mexiko
1985 Galerie Gio Sanjyo, Kioto
1992 Galerie Estiarte, Madrid
1995 Galerie FranVaise, München
1998 Kunsthistorisches Museum, Wien
2002 Musée des Beaux-Arts, Dunkerque
2003 Galerie Döbele, Dresden
Collegiale Saint-Pierre-La Cour, Le Mans



"Von allen Bildern Poliakoffs geht eine Atmosphäre verhaltender Kraft aus, die das glühende Feuer unter dieser gesteinshaften Schwere niemals vergessen lässt. Das Suchen nach einer im Geheimen immer reicher werdenden Einfachheit führt Poliakoff zu einer Ausdrucksform, die den Betrachter dieser schweigsamen Flächen von starker poetischer Kraft in ihren Bann zwingt. In diesen Bildern ist die Zeit eingeschlossen und diese wird so mächtig, dass sie fast den Raum verdrängt, oder um es besser zu sagen: der Raum wird Zeit. Wer dem Studium der Bilder Poliakoffs nicht diese Zeit, den Hauptfaktor ihrer Faszinationskraft, zubilligt, sieht in ihnen nur die äußere - allerdings sehr große - Schönheit, dringt aber nicht bis ins Herz vor. Nur dort aber begreifen wir das Kontemplative, Meditative, das mehr wie anderen Künstlern ihm eigen ist. Nicht die Erscheinungsform ist bei diesen Bildern das Wesentliche, man muss die religiöse Kraft dieser Malerei erkennen. Das heißt nicht, dass Bilder ein religiöses Thema haben. Wie begegnen hier einer Geistigkeit, wie man sie bei manchen Mystikern, Mohammedanern oder auch Christen, findet. Wenn es religiös ist, eine Verbindung vom Menschlichen zum Göttlichen, beziehungsweise vom Göttlichen zum Menschlichen herzustellen, wozu die Kunst imstande ist, so können wir die Kunst Poliakoffs mit gutem Recht religiös nennen. Er wird aber nicht von Erscheinungen und Erleuchtungen geleitet. Sein Weg führt nach innen. Indem er von uns Sammlung verlangt, um die Botschaft seiner Bilder aufnehmen zu können, hält er uns an, in dieser zunächst unfassbaren, dann aber beruhigenden Materie das Antlitz des Göttlichen, das seine Spuren im Stofflichen hinterlassen hat, zu suchen. Die größte Faszination eines Bildes von Poliakoff besteht darin, dass es nicht auf den ersten Blick fasziniert und dass es den Beschauer aufruft, zuerst in sich selbst einen bestimmten seelischen Zustand herzustellen, ohne den er gegen eine verschlossene Tür laufen würde."



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Aktuelle und vergangene Ausstellungstermine:
01.11.2006
Teilnahme bei der Art Cologne 2006
29.11.2008
ACCROCHAGE - Neuerwerbungen sowie ausgewählte Malerei und Graphik aus den Beständen
04.05.2010
Accrochage - Ausgewählte Malerei und Graphik aus den Beständen
13.07.2010
im Studio: Serge Poliakoff
02.05.2013
Künstler der Galerie
10.07.2013
175 Jahre Galerie Boisserée


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