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Lyonel Feininger, Das Meer von Island (Lone Ship), 1951

Lyonel Feininger, Das Meer von Island (Lone Ship), 1951

Aquarell, Goldfarbe und Feder in Schwarz auf braunem Velin. 1951.
14,4 x 21,9 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz signiert "Feininger" und datiert.

Losnummer: 8062


In lasierender Malweise zeichnet Feininger das einsame Schiff bei Island, eine Hütte im Vordergrund, in seiner typisch geometrisch-linearen Manier mit feinen schwarzen Federstrichen über einem verschwommenen, in Grau-, Grün- und Goldtönen gehaltenen Aquarellgrund. Von kristalliner Schönheit und Stille ist die kleine charakteristische Zeichnung geprägt.
Lyonel Feininger unternahm nach seinen Studien an der Hamburger Gewerbeschule und der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin zahlreiche Reisen u. a. nach Paris, Rom und London. Gleichzeitig publizierte er Karikaturen in verschiedenen Zeitungen wie dem "Narrenschiff" und den "Lustigen Blättern" und war u. a. auf der Großen Berliner Kunstausstellung 1904 und 1911 im Pariser Salon des Artistes Independants vertreten. 1909 wurde er Mitglied der Berliner Sezession. 1913 stellte Feininger auf Einladung Franz Marcs im Ersten Deutschen Herbstsalon in Herwarth Waldens Galerie "Der Sturm" aus. 1919 wurde er Mitglied des Arbeitsrats für Kunst und ging im gleichen Jahr mit Walter Gropius nach Weimar, wo er als einer der ersten Meister an das Staatliche Bauhaus in Weimar berufen wurde und bis 1925 Formmeister der Druckerei war. 1924 schloss er sich mit Alexej Jawlensky, Paul Klee und Wassily Kandinsky zur Ausstellungsgemeinschaft "Die Blauen Vier" zusammen. Nach der Beschlagnahme von nahezu vierhundert Bildern aus deutschen Museen und der anschließenden öffentlichen Diffamierung in der Femeausstellung "Entartete Kunst" in München 1937 entschied sich Feininger im gleichen Jahr zur Emigration und Rückkehr nach Amerika, wo er zunächst in Kalifornien am Mills College unterrichtete und später bis zu seinem Lebensende im Jahr 1956 in New York lebte und arbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Amerika veränderte sich auch seine Bildsprache, zahlreiche atmosphärische Arbeiten entstanden, in denen das Hauptmotiv mit klaren Linien dargestellt ist und von Farbe umfangen wird. Auch "Lone Ship" von 1951 zählt zu diesen späten Arbeiten. Neben futuristisch anmutenden Architekturansichten von New Yorker Wolkenkratzern durchziehen geometrisierende Darstellungen von Schiffen am Meer sein gesamtes Oeuvre wie ein roter Faden.

Provenienz: Selected Artists Galleries, New York, No. 815 (mit deren Klebeetikett auf der Rahmenrückseite)


Veranstaltungshinweise:

Am 01.06.2019 113. Auktion: Vergessene Moderne - Meistergraphik deutscher Klassiker - Moderne Kunst Teil I


Schätzpreis: 16.000,-  EURO

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