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Andreas Gurkst, Heidelberg Ost, 1993

Andreas Gurkst, Heidelberg Ost, 1993

C-Print auf Plexiglas. 130,5 x 165,4 cm (169 x 204,5 cm Rahmenmaß). Unter Glas gerahmt. Rückseitig mit Künstleretikett, dort mit Kugelschreiber signiert, datiert, betitelt und nummeriert. Exemplar A.P. 1/2 neben einer Auflage von 4 Exemplaren (+ 2 A.P.).

Losnummer: 33


Gegenüber den anderen Abzügen der Edition ist das Motiv bei diesem Artist proof spiegelverkehrt geprintet. Er hat damit den Charakter eines Unikats.

"Ausnahmslos alle Fotografien von Andreas Gursky vermitteln eine Ahnung von Glück. Als hätte der Künstler sämtliche Positionen vorausgesehen, die dann von Menschen, Dingen, Strukturen, Farben eingenommen wurden. Diese Simultaneität der Verhältnisse, Zeitverläufe, Bewusstseinslagen in einem Raum hat utopischen Charakter, weil damit die Möglichkeit gesellschaftlicher Synthese veranschaulicht wird. Gegen den Verdacht puren Finderglücks spricht die Stetigkeit, mit der sich diese Dinge in Gurskys Fotografien ereignen. Und darin liegt das aktivische und auch den Betrachter bewegende Moment der Arbeiten: dass die Annäherung von Kunst und Wirklichkeit bis hierher gelungen ist und die Kunst dabei eine entkrampfende, führende Rolle übernommen hat.
Diese zweigleisige Bewegung definiert Andreas Gurskys Arbeitsweise: Er reist den Bildern hinterher und bringt sie zum Entgegenkommen, zur Entsprechung mit seiner Vision. Ein Foto wie das vom Sternenhimmel über dem nächtlichen Heidelberg ('Heidelberg, Ost', 1993) scheint exotischer Gegend und dem Arsenal der Romantik entnommen, ist aber ein Schauspiel von abstrakter Klarheit. Anteile des glücklichen Fundes sind zweifellos dabei, wesentlicher aber ist die Fähigkeit formaler Antizipation, der 'fiktiven Konstruktion', wie Andreas Gursky es nennt. Sich dieser Elemente des Fiktiven im Wirklichen zu bedienen, ohne die Rückkopplung ans Reale preiszugeben, und dabei ästhetisch eigenständige Resultate zu erzielen - das kennzeichnet Gurskys formales Vermögen und künstlerische Moral.“ (zit. nach Rudolf Schmitz: Weder Mordfall noch Taufe. Andreas Gurskys angstfreier Blick aufs Ganze in: Zdenek Felix (Hg.), a.a.O., S. 13).

Provenienz

Deutsche Unternehmenssammlung

Literaturhinweise

Zdenek Felix (Hg.), Andreas Gursky. Fotografien 1984-1993, Ausst.kat. Deichtorhallen Hamburg u.a., München u.a. 1994, S. 72 mit Abb. (gespiegelt)


Veranstaltungshinweise:

Am 19.06.2020 Auktion 1155: Moderne und Zeitgenössische Kunst - Evening Sale


Schätzpreis: 100.000 - 120.000  EURO

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