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Kunstgeschichte der Frauen spannt den Bogen über fast 500 Jahre künstlerischer Emanzipation

Aus dem Schatten ins Rampenlicht



BV-Frauen in der Kunstgeschichte

"Ich kann nicht umhin, mich als Menschen in einer sehr eigentümlichen Situation zu sehen; zwar sind wir alle nur Fremde und Pilger in dieser Welt, und ich sollte nicht glauben, ich sei dies in stärkerem Maße als andere, doch mein unglückliches Geschlecht erlegt mir Hemmnisse auf, die zu diesen Überlegungen führen", beschreibt die 1723 geborene Malerin Katherine Read den Stellenwert der Künstlerin um die Mitte des 18. Jahrhunderts und macht unschwer deutlich: Künstlerinnen hatten in einer von Männern beherrschten Domäne zum Teil außerordentliche Schwierigkeiten, Fuß zu fassen.



Wesentlich größeren Vorurteilen noch sahen sich die Künstlerinnen des 16. Jahrhunderts konfrontiert, wollten sie Malerinnen werden. In jener Zeit, als es den Männern vorbehalten war, anatomische Studien an Nacktmodellen zu betreiben und Kunstsammlungen zu besichtigen, setzt die Publikation "Ihre eigene Welt" über Frauen in der Kunstgeschichte der Kunsthistorikerin Frances Borzello ein. Sie spannt den Bogen über 500 Jahre bis in die Gegenwart und liefert in ihren unterhaltsam zu lesenden Ausführungen weit mehr als nur eine Chronologie künstlerisch tätiger Frauen. Das ansprechend großzügig gestaltete Buch erzählt auch 500 Jahre Frauengeschichte und ist damit zudem in soziologischer Hinsicht interessant.

Wichtig bei der Bearbeitung dieses spannenden Themas war der Autorin nicht die Tatsache herauszustellen, dass Frauen durch die Zeit hindurch immer wieder auf Hindernisse gestoßen sind. In ihrem Buch geht es darum zu zeigen, wie sie trotzdem ihr Talent entfalten und zu Ruhm kommen konnten.

Jedem der sechs Kapitel ist eine kurze biografische Zusammenschau der jeweils besprochenen Künstlerinnen mit den wichtigsten Lebensdaten vorgeschaltet. Insgesamt würdigt Borzello das künstlerische Wirken von 45 Frauen, die sich der Kunst verschrieben haben. Unter der Kapitalüberschrift "Aus dem Schatten ins Licht" spürt sie den Schicksalen von Sofonisba Anguissola (1532-1625), Lavinia Fontana (1552-1614), Catharina van Hemessen (1528-Todesdatum unbekannt), Barbara Longhi (1552–1638), Plautilla Nelli (1523–1588) und Properzia De’Rossi (um 1490–um 1530) nach und skizziert die künstlerische Entwicklung von Frauen, die nicht wie ihre männlichen Kollegen auf die Errungenschaften von Vorläuferinnen aufbauen konnten.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wuchs die Zahl künstlerisch aktiver Frauen an. Berücksichtigung fanden Malerinnen wie Mary Beale (1633–1699), Rosalba Carriera (1675- 1757), Elisabeth-Sophie Chéron (1648–1711) und Artemisia Gentileschi (1593–1652/53), die bald zu gefeierten Künstlerinnen aufstiegen. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts gelang es zahlreichen professionellen Malerinnen, Schülerinnen um sich zu scharen und einen Kreis von Auftraggeberinnen aufzubauen. Zwischen 1850 und 1910 erlebten Künstlerinnen wie Mary Cassatt (1844–1926) oder Paula Modersohn-Becker (1876–1907) schließlich ihren Durchbruch, indem sie dieselbe Ausbildung durchlaufen durften wie Männer und in ihrer Berufsausübung damit weltweit Anerkennung fanden.

Der Zeit des Ruhms folgte Anfang des 20. Jahrhunderts eine gewisse Phase der Konsolidierung: Eine Frau konnte mit Fug und Recht Karriere in der Kunst machen, wie dies der Bildhauerin Barbara Hepworth (1903–1975) und den Malerinnen Käthe Kollwitz (1867–1945) und Georgia O`Keefe (1887–1986) gelang. Stark feministisch eingefärbt zeigen sich die künstlerischen Entwicklungen nach 1970. Im Besitz der Grundvoraussetzungen, um Kunst zu machen, gingen Frauen wie Judy Chicago (geb. 1939) oder Mary Kelly (geb. 1946) schließlich dazu über, die Spielregeln dafür zu verändern und sie ihren Wünschen anzupassen.

’Frances Borzello: Ihre eigene Welt. Frauen in der Kunstgeschichte. 224 Seiten, Gerstenberg-Verlag. Hildesheim 2000, 78 Mark’ jetzt bestellen!



07.05.2001

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Petra Jendryssek

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