Die Kunst, online zu lesen.

Home


Wissen

Geschichte


Sammelgebiete


Restaurierung und Fälschung


Preisführer


Bücher


Recht, Steuer & Versicherung


Transport & Zoll


Gestohlene Kunst


Stilrichtungen





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 30.11.2018 Auktion 1120: Photographie

© Kunsthaus Lempertz

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Recht, Steuer & Versicherung

Aktuellzum Archiv:Recht, Steuer & Versicherung

TEFAF-Studie zur Umsatzsteuer in der EU

Wahnsinn mit Methode?



TEFAF (Hg.), VAT and the European Art Market, 2003, 15 EUR

TEFAF (Hg.), VAT and the European Art Market, 2003, 15 EUR

In dem Zeichentrickfilm „Asterix erobert Rom“ besteht eine der Aufgaben der Gallier darin, im „Haus das Verrückte macht“ den Passierschein A 38 zu besorgen. Ähnliche Unbill müssen Kunsthändler gewärtigen, wenn sie in Kontakt mit dem europäischen Steuerrecht kommen – und das ist unausweichlich. Anders als den gallischen Helden steht den Marktteilnehmern in Form der neuen TEFAF-Studie „VAT and the European Art Market“ allerdings ein Leitfaden zur Verfügung, der Wege durch den bürokratischen Dschungel weist.



Die Studie, die anlässlich der am 14. März beginnenden TEFAF in Maastricht erscheint, zeigt nicht nur die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen EU-Staaten auf, sondern liefert damit zugleich eine Liste an Hausaufgaben, die die politisch Verantwortlichen möglichst rasch in Angriff nehmen sollten. Denn Europa verliert als Handelsplatz für Kulturgüter ständig an Boden gegenüber den USA. Die Studie des Vorjahres hatte festgestellt, dass die Vereinigten Staaten erstmals mit dem gesamten europäischen Markt an Volumen gleichgezogen hatten. Mittlerweile ist der europäische Anteil am Weltmarkt auf 45 Prozent gesunken.

Dabei hat die EU selbst in einer von ihr im Jahr 1999 in Auftrag gegebenen Studie feststellen müssen, dass die Schwäche des europäischen Kunsthandels nicht zuletzt den Regelungen bezüglich der Umsatz-/Mehrwertsteuer geschuldet ist. Zwar hat die Europäische Kommission in ihrer Reaktion auf das Untersuchungsergebnis keine wesentlichen Handelshemnisse im Umsatzsteuerrecht sehen wollen. Doch die Erfahrungen von Ernst & Young, die die TEFAF-Studie durchgeführt haben, zeichnen ein anderes Bild, das in einem kafkaesken Erlebnis gipfelte: „Ein Offizieller erklärte, dass es sich bei dieser Information um ein Staatsgeheimnis handele und keine gedruckten Informationen erhältlich seien.“

Solchen Hemmnissen zum Trotz ist es den Beratern gelungen, eine Übersicht der Regelungen aller 15 EU-Mitglieder zusammenzustellen. Demnach ist Finnland das Paradies, das jedoch einen hohen Preis hat. Die simplen Bestimmungen finden auf einer Seite Platz. Die Steuer beträgt happige 22 Prozent (8 Prozent, wenn vom Künstler direkt gekauft wird) auf die Gesamtsumme oder die Marge. Die Hölle hat hingegen ihre zweite Heimat in Griechenland aufgeschlagen: Auf fünfeinhalb Seiten kann der Interessierte herausfinden, ob auf seine Transaktionen 18 oder 8 Prozent Abgaben fällig sind. Die Vorhölle befindet sich in Portugal, wo die nur unwesentlich einfacheren Regelungen jedoch durch einen Import-Steuersatz von lediglich 5 Prozent versüßt werden. Der dänische Fiskus genehmigt sich paradoxerweise mit Sätzen zwischen 5 und 25 Prozent gleichzeitig den kleinsten und den größten Schluck aus der Händlerpulle. Immerhin kann in allen Staaten auf die Erhebung der Steuer unter bestimmten Umständen verzichtet werden, wenn beide Partner über eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer verfügen.

Unter diesen Bedingungen würde es wahrscheinlich mancher vorziehen, sich einen Passierschein 38a zu verschaffen. Doch sollte nicht vergessen werden, dass die Bürokratie seit Cäsars Tagen 2.000 Jahre Zeit hatte, ihr System zu ‚perfektionieren’. Alle anderen können die

TEFAF Studie „VAT and the European Art Market“
zum Preis von 15 Euro zzgl. Versand bestellen bei:

The European Fine Art Foundation
Broekwal 64
NL-5268 HD Helvoirt

Kontakt:

The European Fine Art Foundation

Broekwal 64

NL-5268 HD Helvoirt

Telefon:+31 (0411) 64 50 90

Telefax:+31 (0411) 64 50 91

info@tefaf.com



11.03.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Stefan Kobel

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


14.03.2003, The European Fine Art Fair

Bei:


TEFAF - The European Fine Art Foundation

Bericht:


Die schönen Dinge

Variabilder:

TEFAF (Hg.), VAT and the European Art Market, 2003, 15 EUR
TEFAF (Hg.), VAT and the European Art Market, 2003, 15 EUR










Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Wissen

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce