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Artprice.com

Artprice.com

Artprice.com ist so etwas wie der Aldi der Kunstpreisdatenbanken. Die Franzosen halten die Konkurrenz mit ordentlichen Produkten zu Discounterpreisen auf Trab und überraschen bisweilen mit mehr oder weniger pfiffigen Innovationen. Das zur börsennotierten Server Group gehörende Unternehmen bedient seine nach eigenen Angaben 900.000 Kunden mit angeblich 21 Millionen Auktionsergebnisse, Kursen und Indizes für 309.000 Künstler auf der Datenbasis von 2.900 Auktionshäusern weltweit.



Artprice.com ist so etwas wie der Aldi der Kunstpreisdatenbanken. Die Franzosen halten die Konkurrenz mit ordentlichen Produkten zu Discounterpreisen auf Trab und überraschen bisweilen mit mehr oder weniger pfiffigen Innovationen. Das zur Server Group gehörende Unternehmen bedient seine nach eigenen Angaben 900.000 Kunden mit angeblich 21 Millionen Auktionsergebnisse, Kursen und Indizes für 309.000 Künstler auf der Datenbasis von 2.900 Auktionshäusern weltweit.
Kerngeschäft ist die Kunstpreisrecherche, zu der verschiedenen verwandte Services wie Benachrichtigung über Lose in bevorstehenden Versteigerungen, Charts und Signaturen hinzugebucht werden können. Neben der Online-Datenbank sind eine CD ROM-Version, das gedruckte „Art Price Annual“ sowie Charts und Reports im Angebot.

Das fünfsprachige Online-Angebot von artprice.com besticht vor allem durch den Preis. Das Basisangebot mit unbegrenzt vielen Suchen und Ergebnissen kommt zum Kampfpreis von 49 Euro im Jahr. Das ist unschlagbar. Die Suchfunktion bietet zwar nicht sehr viele Optionen, aber immerhin genügt es, die ersten drei Buchstaben des Nachnamens anzugeben, um Ergebnisse zu erhalten. Außerdem werden - grau schattiert und nicht klickbar – auch namentlich bekannte Künstler gelistet, zu denen es keine Zahlen gibt. Die Sortierung erfolgt nach Datum, wahlweise in einem bestimmten Preissegment (auf Dollar-Basis), Titel (-bestandteil) oder Auktionsdatum.

Der Datenbestand ist breit, auch im niedrigpreisigen Bereich von Grafik und Fotografie, was für viele jüngere Sammler interessant sein dürfte. Knapp 10.000 Ergebnisse für Chagall und gut 2.000 für Beuys sind zwar nicht so viele wie Konkurrent Artnet zu bieten hat, bilden den Markt jedoch ausreichend ab. Zudem sind die Sparten sauberer getrennt – Irrläufer in den Kategorien fielen beim test nicht auf. Allerdings haben die Franzosen manchmal Probleme mit fremdsprachigen Titeln - ein Manko, welches sich schon auf der Homepage bemerkbar macht, dort aber eher Schmunzeln lässt.

Aus Gründen des Urheberrechts verzichten die Franzosen auf die Abbildung von Kunstwerken. Die in den USA beheimatete Konkurrenz ist da klar im Vorteil. Artprice bietet statt dessen die „Personal Research“. Für 9,90 Euro gibt es die Katalogseite mit dem gewünschten Werk sowie dessen Titelseite. Das ist zwar recht kostspielig und aufwändig, ist allerdings ausführlicher als der Datenbankeintrag.

Ein Testzugang wird Interessenten nicht gewährt, ein Beispieldatensatz muss begnügen. Die Abrechnung erfolgt jährlich per Kreditkarte, Überweisung oder Paypal. Das Punktesystem, bei dem jede Leistung eine bestimmte Anzahl an Punkten kostet, die vorher erworben werden müssen, wird nicht mehr beworben. Die kleinste Einheit besteht aus 20 Punkten und kostet 20 Dollar. Bei einer Suche in der Datenbank kostet die Detailansicht jedes verkauften oder unverkauften Loses eine Einheit, die Betrachtung der Daten zurückgezogener Werke ist kostenlos. Das kann schnell teuer werden. Ein Tageszugang für 15 Euro scheint da sinnvoller.

Die prinzipiell gute Idee, Signaturen online recherchieren zu können, hapert leider an der schlechten Qualität der Abbildungen. Mit Ihnen lassen sich nur plumpste Fälschungen erkennen. Ein weiteres optionales Feature sind Künstlerbiografien.

Nicht an den interessierten Laien dürfte sich die CD-ROM richten, die - bis zum Ende des jeweiligen Vorjahres - die gleichen Daten wie die Internetdatenbank enthält und 379 Euro kostet. Das jährliche Update ist für 259 Euro zu haben. Im Preis inbegriffen ist die Nutzung aller Online-Datenbanken. Damit unterbietet Artprice die Wettbewerber bei weitem. Die CD selbst bietet zwar eine Volltextsuche in den Titeln, ist trotz ihrer spartanischen Aufmachung allerdings etwas gewöhnungsbedürftig in der Bedienung. Beim kopierschutzbedient man sich eines sogenannten Dongles, der zwischen Druckerkabel und Rechner gesteckt wird. Hat man einmal beim Starten des Programms dieses Zwischenstück vergessen, ist es schwierig, das die Software wieder ans Laufen zu bringen.

Lange Zeit war das Art Price Annual in gedruckter Form, das in seiner aktuellen Ausgabe 129 Dollar kostet und 170.000 Ergebnisse von 59.000 Künstlern auf knapp 3.000 Dünndruckseiten verzeichnet, die Referenz für Handel und Sammler. Ganz hübsch ist die Idee, die einzelnen Exemplare zu nummerieren. Damit hat die informationstechnologische Antiquität immerhin noch Chancen auf späteren Sammlerwert.

Zum Schluss sei noch eine Neuerung erwähnt, mit dem Artprice noch einen Schritt weiter als die Konkurrenz gegangen ist: Mit „Artprice Classifieds“ stehen jedem Kunden zehn Online-Anzeigen zur Verfügung, in denen er Suchanfragen veröffentlichen oder selbst Kunstwerke anbieten kann. Der Service ist – noch – kostenlos. Zur Zeit sind kapp 19.000 Annoncen geschaltet.

Fazit:
Das Hauptargument für die Kunstpreisdatenbank von Artprice ist der Preis. Für ein Taschengeld ist hier Wissen leicht zugänglich, das früher Unsummen gekostet hätte. Was fehlt, sind Abbildungen. Mit den kostenlosen Anzeigen erschließen sich dem Sammler neue Kontakte und Handelsmöglichkeiten. Für 49 Euro im Jahr absolut empfehlenswert.

www.artprice.com



06.10.2005

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Stefan Kobel

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