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William Kentridge bespielt die Kunsthalle Praha derzeit mit seinen Werken. Die Schau bleibt dabei bewusst fragmentarisch und betont das Unabgeschlossene seiner Kunst
William Kentridge arbeitet seit Beginn seiner künstlerischen Karriere mit außergewöhnlicher Intensität. Seine Arbeiten folgen einem Rhythmus ständiger Bewegung: zeichnen, verwerfen, korrigieren, neu ansetzen. Für ihn entsteht Kunst nicht aus kontemplativer Distanz, sondern aus diesem permanenten Prozess. „Wer nur sitzt und nachdenkt, bleibt stecken“, sagt Kentridge. Seine Arbeit basiert deshalb auf einer obsessiven Routine, die er selbst als physischen und psychischen Marathon beschreibt. Nach den großen Retrospektiven, die 2025 anlässlich seines 70. Geburtstags in Dresden und Essen stattfanden, ist Kentridge 2026 europaweit so präsent wie selten zuvor: im Palazzo Reale in Mailand, im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt, in der Sohmen Concert Hall und dem Schwarzman Centre in Oxford, im BOZAR in Brüssel sowie beim Glyndebourne Festival. Derzeit widmet die Kunsthalle Praha dem südafrikanischen Künstler mit „The Battle Between Yes and No“ die erste große Einzelausstellung in Tschechien. ...mehr
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 | Ausstellung
Mire Lee verwandelt die Wiener Secession mit ihrer Farbmaschine beinahe in ein organisches Wesen und verschiebt damit die klaren architektonischen Strukturen des Jugendstilbaus
Die architektonische Symmetrie der von Joseph Maria Olbrich entworfenen Wiener Secession und die historische Präsenz von Gustav Klimts ursprünglich im linken Seitensaal platziertem Beethovenfries bilden einen komplexen Resonanzraum für jede zeitgenössische Intervention. Mit seiner allegorischen Dramaturgie von Bedrohung, Begehren und Erlösung etablierte Klimts Fries eine ...mehr
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 | Auktions-Nachbericht
Gute Kunst und Weltrekorde bei Ketterer. Doch nicht alles wurde mitgenommen. Neben straken Verkäufen gab es gerade beim Expressionismus in München einige Schwachstellen
Es war eine jener Neuentdeckungen, die die internationale Kunstwelt aufhorchen lassen. Da taucht ein zwar kleines, aber vollgültiges Gemälde Wassily Kandinskys, das seit über hundert Jahren in Privatbesitz verborgen und bisher nur durch eine vorbereitende Studie sowie aus der Literatur bekannt war, im Münchner Auktionshaus ...mehr
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 | Ausstellung
Anlässlich eines Doppeljubiläums würdigt die Alte Nationalgalerie in Berlin das Engagement des Kunsthändlers Paul Cassirer und präsentiert erlesene Werke der klassischen Moderne, die durch seine Hände gingen
Bei Anwesenheit des Kaisers wurde am 22. März 1876 die Alte Nationalgalerie in Berlin feierlich eröffnet. Nicht ganz ein halbes Jahrhundert später, am Morgen des 7. Januar 1926, starb in einem Berliner Krankenhaus der Kunsthändler Paul Cassirer nach einem Selbstmordversuch. Die Wiederkehr der Ereignisse vor ...mehr
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 | Auktions-Nachbericht
Die Alten Meister präsentieren sich im Dorotheum recht heterogen: Neben Wertsteigerungen gab es Zuschläge deutlich unter den Schätzungen. Besonders begehrt war das unkonventionelle Werk einer Barockmalerin
Es ist schon ein ungewöhnliches Kunstwerk, das ein derartiges großes Interesse hervorrief. Zwar gilt Artemisia Gentileschi heute als eine der wichtigsten Malerinnen des Barock, und ihr Name bürgt fast immer für rege Bietgefechte, doch ihre Leinwand mit der Darstellung der Maria Magdalena, die das Dorotheum ...mehr
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