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Bildfindungen jenseits glatt präparierter Felder. Das erfindungsreiche Werk der Wiener Künstlerin Christine Gironcoli wird in der Kunsthalle Lingen erstmals in einer institutionellen Einzelausstellung gezeigt
Carmen Herrera, Phyllida Barlow, Ida Applebroog, Luchita Hurtado und jetzt vielleicht Christine Gironcoli? Es ist gar nicht so selten, dass gerade Künstlerinnen erst im relativ hohen Alter vom Ausstellungs- und Galeriebetrieb entdeckt und gewürdigt werden. Die Gründe dafür sind vielfältig: Mutterschaft und Care-Arbeit, patriarchale Strukturen des Kunstmarktes sowie fein verästelte Seilschaften zwischen Künstlern, Museumsleuten, Kritikern, Galeristen und Sammlern, die primär männlich dominiert sind. Doch es gibt Anlass zu der Annahme, dass sich da allmählich etwas ändert. Die kubanisch-amerikanische Malerin Carmen Herrera, 2022 im hohen Alter von 106 Jahren verstorben, und die britische Grenzgängerin zwischen Skulptur, Malerei und Installation Phyllida Barlow, die 2023 aus dem Leben schied, wurden trotz jahrzehntelanger Ignoranz der internationalen Kunstwelt dann doch im fortgeschrittenen Alter zum festen Kanon der jüngeren Kunstgeschichte gezählt. Die Österreicherin Christine Gironcoli schickt sich womöglich gerade an, es ihnen gleichzutun. ...mehr
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 | Auktions-Nachbericht
Mit ihrem Angebot an Kunst des 20. Jahrhunderts hat die Berliner Auktionatorin Irene Lehr wieder den Nerv der Sammler getroffen. Dafür stehen eine hohe Verkaufsrate, zahlreiche Steigerungen und zwei Rekordwerte
Wie bewertet man ein Werk von einem Künstler, von dem Auktionspreisdatenbanken nicht einmal eine Handvoll Ergebnisse listen? Die Berliner Versteigerin Irene Lehr hat das in ihrer Art mit einer gewissen Zurückhaltung getan und den „Sitzenden Botenjungen“ von Lode Sengers mit 8.000 Euro im Katalog aufgenommen. ...mehr
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 | Ausstellung
Mit „Terminal Piece“ und einer Schau zu Tolia Astakhishvili gibt Fatima Hellberg ihren programmatischen Auftakt als Direktorin im Wiener Museum moderner Kunst und schickt ihre Gäste durch eine dicht verwebte Struktur von Sammlung, Gegenwartskunst, Architektur und Szenografie
Kaum eine kulturelle Institution verhandelt ihre eigenen Voraussetzungen derzeit so intensiv wie das Museum. Sammeln, Ausstellen und Vermitteln gehören weiterhin zu seinen zentralen Aufgaben, werden jedoch zunehmend von der Frage begleitet, unter welchen Bedingungen diese Praktiken überhaupt möglich sind. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die ...mehr
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 | Auktions-Nachbericht
Lempertz brilliert mit einem Renaissanceportrait. Ansonsten wollten die Gemälde Alter Meister oft nicht so recht zünden. Das 19. Jahrhundert hatte es da deutlich besser
Der Auftakt war fulminant. Nach rund einem halben Jahrhundert tauchte bei Lempertz ein junger Edelmann wieder auf, den Barent van Orley um 1520 in einen kostbar durchwirkten Seidenbrokat, eine dunkle Schaube und ein schwarzes Barett gekleidet hatte. Sein leicht verträumter Blick schweift in die Ferne, ...mehr
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 | Auktions-Nachbericht
Auch wenn nicht alles ein früheres Preisniveau erreichte, überzeugte der Züricher Versteigerer Koller bei seiner Auswahl an Kunsthandwerk, Antiken und Skulpturen mit einer hohen Verkaufsrate
Sie muss einmal ein schönes ausdrucksvolles Gesicht getragen haben. Auch ihre Arme und Unterschenkel sind ihr abhandengekommen. Doch noch immer steht die sogenannte „Bartholoni-Venus“ für Schönheit, Ebenmaß und Eleganz. Der helle weibliche Marmortorso, der nach dem Vorbild der berühmten „Aphrodite von Knidos“ von Praxiteles einen ...mehr
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