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 | Ausstellung
Richard Prince präsentiert in der Albertina sein Schaffen zwischen Kritik und Affirmation und legt mit seiner Appropriation Art die manipulative Suggestivkraft medialer Bildwelten offen
Es ist eine bemerkenswerte Koinzidenz der zeitgenössischen Bildproduktion: Während das Biopic „Michael“ die Kinoleinwände bespielt und ein Millionenpublikum in die nostalgisch verklärte Hyperrealität einer Pop-Ikone zieht, fokussiert die Albertina in einer umfassenden Retrospektive das Werk von Richard Prince. Darin zeigt sich eine fundamentale Gegenüberstellung zweier Bildwelten. Während der Film eine populäre, medial geprägte Sehnsucht nach einem unantastbaren Idol bedient, ohne dessen Schattenseiten zu hinterfragen, legt Prince exakt jene Mechanismen offen, die solche künstlichen Starkult-Fassaden überhaupt erst erschaffen. Doch genau an dieser Stelle kippt die Gewissheit: Befragte Prince die Prozesse dieser Ikonisierung analytisch oder reproduzierte er sie durch seine obsessive Aneignung vielmehr unhinterfragt? Sein Werk rührt damit an die Grundfesten der westlichen Kunsttheorie: Es stellt zentrale Fragen nach Autorschaft, nach dem Status des Originals und den Grenzen der Appropriation Art. ...mehr
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 | Auktions-Vorbericht
Über viele Jahre hinweg war ein attraktiver Renaissance-Edelmann in einer Privatsammlung verborgen. Nun tritt er in der Auktion mit Werken Alter und Neuerer Meister bei Lempertz wieder in Erscheinung
Mit kostbar durchwirktem Seidenbrokat, dunkler Schaube und schwarzem Barett präsentiert sich der junge Edelmann in der eleganten Mode des frühen 16. Jahrhunderts. Sein leicht verträumter Blick schweift in die Ferne, das Schriftstück in seiner rechten Hand und der Schwertgriff unterstreichen aber seine Stellung und Selbstgewissheit. ...mehr
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 | Auktions-Vorbericht
Mehr oder weniger politisch: Die Zeitgenossen spielen im Wiener Dorotheum nicht selten auf Ereignisse des Weltgeschehens an
Da sprießt und gedeiht es allenthalben. Die rosafarbenen Blüten von wilden Strandrosen, die in der Einfahrt von Julian Schnabels Haus in Montauk, einem Ort an der Ostspitze von Long Island, wachsen, ziehen sich über das gesamte Bildformat und tanzen in schier unendlicher Spielfreude über das ...mehr
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 | Auktions-Vorbericht
Mit Lempertz in die Welt der schönen Ausstattungsstücke: Das Kölner Auktionshaus versteigert Kostbarkeiten vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert für das stilvolle Wohnen
„Wer einen künstlichen Schreibtisch von Röntgen gesehen hat, wo mit einem Zug viele Federn und Ressorts in Bewegung kommen, Pult und Schreibzeug, Brief- und Geldfächer sich auf einmal oder kurz nacheinander entwickeln, der wird sich eine Vorstellung machen können, wie sich jener Palast entfaltete, in ...mehr
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 | Künstler-Portrait
Vorreiterin der feministischen Kunst: In Gedenken an Valie Export
Am 17. Mai 1940 kam Waltraud Lehner in Linz zur Welt und besuchte später die dortige Kunstgewerbeschule. Mit 18 Jahren heiratete sie; noch im selben Jahr wurde ihre Tochter Perdita geboren. Nach der Scheidung von ihrem Mann zog sie 1960 nach Wien, wo sie die ...mehr
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 | Auktions-Vorbericht
Das Wiener Auktionshaus Dorotheum setzt bei seiner modernen Kunst auf Frankreich, Österreich und Italien. Andere Landstriche sind seltener vertreten
Zu sehen ist fast nichts, doch die Stimmung ist eindrücklich. Aus den hellen dunstigen Blautönen schält sich so etwas wie ein Brückenbogen heraus; davor könnten einige Boote im Wasser liegen. Aber klar zu erkennen, sind sie nicht. So sah Claude Monet auf einem Pastell die ...mehr
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 | Auktions-Nachbericht
Eine Prunkvase, die für adelige Salons und politische Verwerfungen stand, hatte in Berlin-Auktion bei Lempertz ihren großen Auftritt. Nun kehrt sie an den Ort ihrer Herkunft zurück
Das ließ sich Jörg Woltmann dann doch nicht entgehen. Der Bankier und Eigentümer der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin sicherte sich in der letzten Lempertz-Auktion eine extravagante Prunkvase für einen hohen Preis. Das museale Einzelstück hatte es aber auch in sich. Denn die monumentale Vase aus dem ...mehr
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