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Das flanierende Paar / Max Stern

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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
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Eine Verschmelzung von Kunst und Leben, die den Tod schon impliziert: Timm Ulrichs gestorben

Totalkünstler mit verspieltem Hintersinn


Timm Ulrichs, Ich kann keine Kunst mehr sehen, 1968/2011

Timm Ulrichs arbeitete gerne mit Humor, Hintersinn und Widerspruchsgeist. Da die Welt voll von Kunst sei, die nicht wie Möbel oder ein Auto irgendwann einmal entsorgt wird, trat er 1975 beim „Internationalen Kunstmarkt Köln“ als blinder Künstler auf und hatte ein Schild mit der Aufschrift ...mehr

30.04.2026

Mit Arnulf Rainer ist einer der Großen der Kunst seit 1945 gestorben. Seine markanten Übermalungen haben ihn weltweit berühmt gemacht

Der Übermaler


Arnulf Rainer

Österreich trauert um Arnulf Rainer. Der für seine Übermalungen bekannte Künstler, der am 8. Dezember noch seinen 96. Geburtstag feiern konnte, starb am 18. Dezember. Das teilte das Arnulf Rainer Museum mit und zeigte sich sehr betroffen vom Ableben des Ausnahmekünstlers. Er hinterlasse ein unvergessliches Erbe in der Kunstwelt. Als Wegbereiter der informellen Malerei in Österreich habe er schrittweise das Prinzip der Übermalung entwickelt, die in der Folge zu seinem Markenzeichen werden sollte, heißt es seitens des Museums und weiter: „Ursprünglich aus dem Surrealismus kommend, erweiterte Arnulf Rainer sein künstlerisches Repertoire um eine beeindruckende Vielfalt an Ausdrucksformen, zu denen Übermalungen, Überzeichnungen und gestische Malerei mit Hand und Finger zählten. Ikonischen Status erlangten seine ‚Face Farces‘ und ‚Body Poses‘, bei denen Rainer fotografische Selbstporträts mit dynamischen Malereigesten überarbeitete.“ ...mehr

Mit einer Grundschule in seinem Heimatdorf in Burkina Faso startete die Karriere von Diébédo Francis Kéré. Bis heute verfolgt der Afrikaner eine originelle zukunftsträchtige Bauweise, die nicht zuletzt den Menschen in den Mittelpunkt rückt

Praktische Poesie und soziale Nachhaltigkeit



Selbst Fachkreise maßen dem Schaffen des Deutschafrikaners Diébédo Francis Kéré eher nachrangige Bedeutung zu, bis er 2022 mit dem Pritzker Prize, dem „Nobelpreis der Architektur“, geehrt wurde. Der Architekt, Sozialaktivist und Visionär mit deutscher und burkinischer Doppelstaatsangehörigkeit steht für neue Ideen im Bauwesen, die maßgeblich zu dieser Auszeichnung beigetragen haben. Die Preisvergabe signalisierte damals eine Abkehr vom Augenmerk auf westlich-elitäre Hochglanzarchitektur und eine stärkere Bewertung sozialer Anliegen, baukultureller Aspekte und ökologischer Themen. Seither bemühen sich nun die Entscheider der in Chicago, der Heimatstadt der Pritzker-Familie, ansässigen Stiftung um mehr Vielfalt und breitere Entfaltung. Zu den weltweit herausgehobenen Baumeistern dieser Kategorie gehört Diébédo Francis Kéré seither als erster Afrikaner. ...mehr

Das Seebad Binz auf Rügen feiert seinen berühmten Sohn, den Architekten und Bauingenieur Ulrich Müther, anlässlich seines 90. Geburtstages

Freies Schweben zwischen Himmel und Erde



Bewältigt man den engen Kreisverkehr am Ortseingang des Ostseebads Binz mit allzu großem Schwung, wird einem fast zum Abheben zumute. Dies fördert eine frei schwebende, vom Bauingenieur Ulrich Müther konzipierte Schalenkonstruktion am Straßenrand. Wie ein von Kindern gezogenes, kurz vor dem Abheben stehendes Drachensegel öffnet sich hier eine hauchdünne Dachkonstruktion. 1967 als Buswartehalle konzipiert, bietet sie nunmehr Personen des angrenzenden Parkplatzes Regenschutz. Nur sieben Zentimeter dick wurde das Dach auf einem Stahlgerüst betoniert. Es ist so stabil, dass die zur Sicherheit eingestellte „Angststütze“ eigentlich nicht vonnöten ist. ...mehr

Music for the Masses: In Mönchengladbach ebnet der Berliner Musiker und Künstler Ari Benjamin Meyers singenden Fußballfans den Weg ins Museum. Doch das ist längst nicht alles. Ein Atelierbesuch

Wanderer zwischen den Welten


Berlin-Kreuzberg im vierten Stock eines Gewerbehofs. In diesen von der Wintersonne durchfluteten Räumen arbeitet der in Berlin lebende amerikanische Komponist und Künstler Ari Benjamin Meyers. Das Herzstück seines Studios bildet ein älterer Flügel aus dem Jahr 1908. Echte Wertarbeit, wie Meyers betont. Bei Flügeln aus dieser Zeit seien noch richtig gute Materialien verarbeitet worden. Hier entstehen Kompositionen, die dann auch in seine künstlerischen Projekte einfließen. „Musik und Musikmachen sind die Basis meiner Kunst“, sagt Ari Benjamin Meyers und fügt hinzu: „Was bedeutet: Menschen sind die Basis meiner Kunst.“ Die Menschen – das können die unterschiedlichsten Individuen und Gruppen sein: Musikbegeisterte aus aller Welt im Melting Pot der Ostküstenmetropole Philadelphia, mit denen Meyers ein ungewöhnliches Orchester gebildet hat, gegen die Depression ansingende Opel-Beschäftigte im mittlerweile abgewickelten Werk in Bochum oder auch Kinder in Graz, die während des Festivals Steirischer Herbst das erwachsene Publikum mit Wiegenliedern in den Schlaf sangen. ...mehr




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