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Im Rahmen einer „Freundschaftsanfrage“ setzt sich der Künstler Markus Karstieß mit dem Fundus des Wuppertaler Von der Heydt-Museums auseinander   
Zum Auftakt steht der Besucher in der großen Ausstellungshalle des Von der Heydt-Museums vor bizarren Kreaturen. Schlanke totemartige Keramikfiguren erheben sich im Raum. Die Ausformungen der übermenschlich hohen Plastiken erscheinen wie spontane barocke oder expressive Gesten. An Hörner, Arme oder Augenhöhlen erinnernde Geflechte lassen die ...mehr | 01.02.2026  |
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 Die Ludwig Galerie im Schloss Oberhausen zeigt eine aufschlussreiche Schau zur Pop Art in Deutschland   
Unversehens landet man auf dem Mond. Über einer Kraterlandschaft schwebt eine Raumfähre in Form eines riesigen roten Lippenstiftes, dessen Hülle mit goldenen Applikationen ausgestattet ist. Dieser Inbegriff von Luxus verschränkt sich mit technischem Fortschritt, Ereignissen der Zeit, Rebellion, Weiblichkeit und Erotik. Der Künstler Bodo Boden reflektierte in dem Siebdruck „Whoom (Mondfähre)“ von 1970 die erste bemannte Mondlandung, die der amerikanischen Raumfahrtmission Apollo 11 am 20. Juli 1969 geglückt war. Flächige Zonen gesättigter, strahlender Farbkontraste erinnern an die Ästhetik von Andy Warhols Serigrafien. Auch Grafiken von Thomas Bayrle leiten unmittelbar in die aktuelle Schau zur „German Pop Art“ in der Oberhausener Ludwig Galerie ein. Aus hunderten kleinen stöhnenden Frauenköpfen setzte er in liebreizendem Rot und der Farbe des Inkarnats ein Paar beim Geschlechtsakt zusammen. Sex ist ein zentrales Thema der Pop Art, egal ob in Amerika, England oder eben in Deutschland. Das Aufbrechen von Tabus, die Emanzipation der Frau und das Propagieren der Liebe spiegeln sich in vielen Darstellungen. ...mehr |
29.01.2026  |
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 In ihren poetischen Arbeiten verwebt Leiko Ikemura östliche und westliche Traditionen und geht auf die enge Verbindung von Mensch und Natur ein. Nun ist ihre Ausstellung „Motherscape“ in der Wiener Albertina zu sehen   
In einer Zeit beunruhigender Ereignisse auf der Erde sind es immer wieder die Werke von Künstler*innen, die uns einen Blick auf Extremsituationen des menschlichen Daseins eröffnen. In ihnen verdichten sich Zweifel, Einsamkeit und Ängste, ebenso wie Hoffnungen und Sehnsüchte. Kunst ermöglicht es, das Ungeheuerliche anzusehen und in einem geschützten Raum über die Beziehung zwischen menschlicher Existenz und Welt nachzudenken. Seit über vier Jahrzehnten gelingt es Leiko Ikemura auf einzigartige Weise, die Verwobenheit von Mensch und Umwelt sichtbar zu machen. In Japan geboren und über Spanien und die Schweiz nach Deutschland gelangt, lebt sie heute überwiegend in Berlin. Die Wiener Albertina widmet der renommierten Künstlerin derzeit eine umfassende Retrospektive, die sämtliche Facetten ihres vielgestaltigen Œuvres versammelt: Gemälde, Zeichnungen sowie Skulpturen aus glasierter Terrakotta, Glas und Bronze. Die Schau macht die thematische wie formale Spannweite ihres Werks sichtbar, zeigt zugleich dessen erstaunliche Kontinuitäten und bietet einen tiefen Einblick in Ikemuras künstlerische Praxis. ...mehr |
23.01.2026  |
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 Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden widmen sich der Entwicklung der Porzellanmanufaktur Meißen zu Zeiten der DDR. Dabei wird ihre Stellung zwischen Politik, Wirtschaft und aktuellem Design offenkundig   
An der belebten Berliner Straßenkreuzung Leipziger Straße Ecke Wilhelmstraße zieht permanent ein Demonstrationszug vorüber. Etwas verdunkelt hinter einer mächtigen Kolonnade aus Pfeilern schmückt ein drei Meter hoher Fries aus bemalten Meißner Porzellankacheln auf 24 Metern Länge die Wand. Den mit Fahnen auftrumpfenden, musizierenden oder klatschenden Gruppen aus enthusiastischen jungen Pionieren, Polizisten oder Funktionären stehen Werktätige in der Landwirtschaft, der Industrie oder im Ingenieurwesen gegenüber. Der lange Jahre in Paris als Pressezeichner tätige Künstler Max Lingner konnte sich in einem 1950 ausgelobten Wettbewerb mit diesem Sujet durchsetzen. Allerdings griffen zum Leidwesen des Künstlers die SED-Parteibonzen Otto Grotewohl und Walter Ulbricht in die Gestaltung ein und veränderten sie nach ihren Vorstellungen. Die für Lingners französischen Stil typische figurative Leichtigkeit wich eher groben Gestalten. Vierzehn Maler der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen übertrugen den finalen Entwurf in nur sechs Monaten auf Porzellanplatten. Anfang 1953 wurde das Kunstwerk am damaligen Haus der Ministerien, den heutigen Bundesfinanzministerium, enthüllt. ...mehr |
16.01.2026  |
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 Die facettenreiche Ausstellung „Into the Unseen. The Walther Collection“ in den Hamburger Deichtorhallen entführt ihr Publikum in eine multisensorische Inszenierung, die dazu animiert, hinter das vordergründig Sichtbare zu schauen. Zudem bietet sie die vorerst letzte Gelegenheit, wesentliche Teile der Walther Collection in Europa zu besichtigen, ehe diese als Schenkung ans Metropolitan Museum in New York übergeben werden   
„Die ideale Galerie hält vom Kunstwerk alle Hinweise fern, welche die Tatsache, dass es Kunst ist, stören könnten. Sie schirmt das Kunstwerk von allem ab, was seiner Selbstbestimmung hinderlich in den Weg tritt.“ Und weiter: „Schattenlos, weiß, clean und künstlich – dieser Raum ist ganz der Technologie des Ästhetischen gewidmet“. Mit Sätzen wie diesen stellte der irisch-amerikanische, 2022 verstorbene Künstler und Theoretiker Brian O’Doherty in seinem 1976 erschienenen Buch „Inside the White Cube“ den Triumphzug der neutralen Zelle zum Prototyp des idealen Ausstellungsraumes auf den Prüfstand. ...mehr  | |
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Neuerdings treten ihre Protagonisten aus dem Bild hinaus in den physischen Raum: Das Wiener Künstlerpaar Muntean/Rosenblum zeigt in der Galerie Zink in Waldkirchen neben Gemälden und Videoarbeiten erstmals auch lebensgroße Skulpturen   
Markus Muntean und Adi Rosenblum sind im internationalen Kunstbetrieb seit über 30 Jahren primär als Schöpfer melancholischer Gemälde bekannt, auf denen gut aussehende, hip gekleidete und mit angesagten Accessoires ausgestattete junge Menschen vornehmlich in Freizeitsituationen zu sehen sind. Den Hintergrund bilden meist Landschaften und Szenerien, ...mehr  |
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 Erkan Özgen in der Galerie Zink in Waldkirchen: Kunst zwischen bitterer Realität und der Aussicht auf Hoffnung   
Unter dem Titel „Living Pits“ ist aktuell in der Galerie Zink in Waldkirchen bei Neumarkt in der Oberpfalz eine Ausstellung des Foto- und Videokünstlers Erkan Özgen zu sehen. Es handelt sich um die erste Einzelausstellung des international renommierten türkischen Künstlers in Deutschland. Özgen hat bereits an zahlreichen Biennalen und Großausstellungen teilgenommen, darunter an der Documenta, der Manifesta und den Biennalen in Sydney und Istanbul. Seine Werke befinden sich in wichtigen institutionellen und privaten Sammlungen, so im Centre Georges Pompidou in Paris, in der Tate Modern in London, der Pinault Collection in Paris und der Sammlung Verbund in Wien. Die Galerie Zink, Özgen weltweit exklusiv vertritt, präsentiert nun Videos und großformatige Fotografien. ...mehr  |
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 Die exaltierte Textilkunst des belgischen Künstlers Klaas Rommelaere entsteht in Zusammenarbeit mit Angehörigen, Nachbarn und Freunden   
Wer die Werke von Klaas Rommelaere zum ersten Mal sieht, dürfte sie so schnell nicht wieder vergessen, da sie sich aufgrund ihrer sehr speziellen Mischung aus Extravaganz und Verschrobenheit nahezu unauslöschlich ins Gedächtnis einbrennen: Mit Fransen versehene Wandbehänge in unterschiedlichen Formaten, auf denen chaotisch angefüllte Räume, obskure Figurengruppen und fratzenartige Gesichter zu sehen sind, in bunte Stickereien gehüllte Objekte, wie etwa eine Art Bumerang oder an Halloweenkürbisse erinnernde Gebilde sowie überlebensgroße Puppen, die zu einer Art Parade aufgestellt sind. ...mehr  |
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 Die Produzentengalerie Hamburg zeigt unter dem Titel „27 Hochzeiten & ein Todesfall“ eine mannigfach aufgeladene Ausstellung von Christoph Blawert   
Frühmorgens, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen über die sanften Hügel des Pays d’Auge legen, macht sich Christoph Blawert gerne auf, um sich in der freien Natur ein Plätzchen zum Malen zu suchen. In der Normandie, wo die Landschaft weniger spektakulär ist als in der zerklüfteten Bretagne, hat der 1981 in Offenburg geborene Künstler einen Ort gefunden, der für seine besondere Darstellung von Landschaftsbildern in Pleinairmalerei geradezu prädestiniert ist. Gleich neben dem mondänen Badeort Deauville liegt das wesentlich beschaulichere Städtchen Trouville mit seinem weiten Strand. Hier hat Christoph Blawert seit 2019 viele seiner landschaftlichen Motive entdeckt, an hellen Frühlingstagen ebenso wie im warmtonigen Licht des Sommers oder im wolkenverhangenen Winter: Heckenlandschaften, Waldstücke, einsam gelegene normannische Häuser und Strandvillen im Tudorstil, einen Apfelbaum mit rosa Blüten. Dabei geht es ihm jedoch weniger um die genaue Ausarbeitung der Motive, als vielmehr um das Arrangement des Farbauftrags. ...mehr  |
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 Al Held bei White Cube und Sherrie Levine bei David Zwirner. Ein Galerienrundgang im frühlinghaften Paris zwischen farbintensiver Hard Edge-Abstraktion und kritisch-feministischer Appropriation Art   
Die Avenue Matignon im 8. Pariser Arrondissement gehört zu den feinsten Adressen der französischen Hauptstadt. Rund um den Abschnitt zwischen den Champs-Élysées und der Rue du Faubourg Saint-Honoré befinden sich etliche Fünf-Sterne-Hotels, Maßschneider und Restaurants der Haute Cuisine. Dazwischen die Niederlassung von Christie’s und eine von Jahr zu Jahr zunehmende Anzahl wichtiger französischer und internationaler Galerien. Ob Almine Rech, Perrotin oder Gagosian – sie alle haben sich in diesem noblen Viertel nur einen Steinwurf vom Élysée-Palast entfernt niedergelassen. ...mehr  |
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