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Magdalena Forster erhält H13 Niederösterreich Preis Die diesjährige Gewinnerin des H13 Niederösterreich Preises für Performance ist die Tanz- und Performancekünstlerin Magdalena Forster. Die Jury ließ von Forsters eigenständiger Methodologie in ihrer Performance „Cow Notes“ überzeugen, in der Klang im Zusammenspiel von Körper, Material und Raum entsteht und sich über Resonanz, Unterbrechung und Stille im Körper fortsetzt. Im Rahmen der Preisverleihung im November wird ihr Projekt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zudem wird dann auch eine Ausstellung im Kunstraum Niederösterreich in Wien zu sehen sein.
Die 1989 geborene, in Wien lebende Künstlerin entwickelt performative Arbeiten, in denen Material, Klang und Berührung zu zentralen Gestaltungselementen werden. Geprägt von handwerklichen Praktiken und ihrer beruflichen Erfahrung in der Pflege richtet Magdalena Forster den Fokus auf körperliche Wahrnehmung und zwischenmenschliche Nähe. So entstehen immersive Räume, die intime wie zugleich weitreichende sinnliche Erfahrungen ermöglichen. In ihren Werken, die mit Brüchen und Dissonanzen spielen, erscheint Empathie somit nicht als sentimentale Geste, sondern als physische Praxis des Zuhörens.
Die H13-Jury äußerte sich folgend zu Forsters Einreichung, die sich gegen mehr als 50 andere Projekte durchgesetzt hat: „Die Performance ‚Cow Notes‘ von Magdalena Forster verwandelt den Kunstraum Niederösterreich in einen vielschichtigen Erfahrungsraum, in dem sich Klang, Körper und Material in einer kakofonischen Beziehung verflechten. Ausgangspunkt ist ein akustischer Dialog zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur*innen: Durch den Einsatz von Metallobjekten sowie Choreografie entsteht ein dynamisches Setting, welches das Publikum auf ein gemeinsames Wahrnehmen einstimmt und den geteilten, auch als Biofonie verstandenen Klangraum zwischen Spezies erfahrbar macht. Forster erweitert damit ihre Praxis um Fragen nach dem Verhältnis von Mensch, Tier und Umwelt und entwickelt diese kollaborativ und medienübergreifend weiter.“
Zum 20. Mal vergibt der Kunstraum Niederösterreich den H13-Preis, seit 2023 in Zusammenarbeit mit wechselnden internationalen Partnerinstitutionen. In diesem Jahr erfolgt die Auszeichnung in Kooperation mit dem Künstlerhaus Bethanien, das seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Zentren für internationalen künstlerischen Austausch in Berlin zählt. Neben dem Preisgeld umfasst die Auszeichnung für Magdalena Forster auch einen zweiwöchigen Aufenthalt im Künstlerhaus Bethanien. Die Residency soll der Preisträgerin zusätzliche Möglichkeiten zur internationalen Vernetzung sowie zum fachlichen und künstlerischen Austausch eröffnen. | 05.06.2026
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Quelle: Kunstmarkt.com/Lara Schauer |
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Deichtorhallen Hamburg eröffnen Triennale der Photographie Die Hauptausstellung der 9. Triennale der Photographie Hamburg startet heute in den Deichtorhallen. Unter dem Titel „Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other“ rückt Mark Sealy, künstlerischer Leiter der Triennale und Kurator der Ausstellung, die kulturelle Vielfalt der zeitgenössischen Fotografie in den Mittelpunkt und will mit der Schau einen offenen, vielstimmigen Raum erzeugen, der gesellschaftliche Spannungen ebenso sichtbar macht wie die Frage, wie sich die Trennung von „Wir“ und dem „Anderen“ überwinden lässt. Dazu hat Sealy rund 30 künstlerische Positionen aus Fotografie, Video und Film ausgewählt, die von unterschiedlichen Orten und kulturellen Erfahrungen erzählen. Von Australien und Japan, über den Libanon und Palästina, bis nach Südafrika und Belgien zeigen die Exponate persönliche Geschichten, emotionale Zustände und soziopolitische Verflechtungen. Gegliedert ist die Ausstellung entsprechend ihres Titels in drei Kapitel: Alliance, Infinity und Love.
Der Abschnitt „Alliance“ thematisiert die Verbundenheit bei gleichzeitiger Anerkennung von Differenz. Die Künstler*innen verstehen sich als Teil einer gemeinsamen Stimme und vermitteln unterschiedliche Formen kreativer Allianzen. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit von Derik Lynch und Matthew Thorne, die in ihrer hybriden künstlerischen Arbeit „Marungka tjalatjunu (dipped in Black)“ indigenes Wissen dynamisch und interpretationsoffen auffassen. „Infinty“ entwirft eine Vision von Kontinuität und offenen Möglichkeiten menschlicher Entwicklung jenseits einschränkender Grenzen. Im Zentrum stehen die Sichtbarkeit marginalisierter Perspektiven sowie ein Verständnis von wandelbarer Subjektivität. Künstlerinnen wie Hélène Amouzou und Sandra Brewster legen schwarze Identität als nicht eindeutig verortbar und trotzdem zugleich räumlich präsent dar.
Den Schluss macht der Abschnitt „Love“ über Liebe und Begehren als verbindende Kräfte, die Unterschiede überbrücken und auch unter Bedingungen von Isolation und Entwurzelung Gemeinschaft stiften können. Fotografie wird hier als Praxis von Empathie, Nähe und kollektiver Fürsorge verstanden. Der Künstler Tyler Mitchell entwickelt in seinen Arbeiten eine hochgradig konstruierte Sphäre von Zärtlichkeit und Intimität, in der der schwarze Körper in einer Welt jenseits von Angst und Bedrohung existieren kann.
Die Ausstellung „Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other“ läuft vom 5. Juni bis zum 22. September. Die Deichtorhallen Hamburg haben Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 14 Euro, ermäßigt 9 Euro. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt kostenlos.
Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstraße 1-2
D-20095 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 – 32 10 30 | 05.06.2026
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Quelle: Kunstmarkt.com/Barbara Bauer |
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Neuer Schritt bei der Renovierung von Schloss Schwarzburg Im Hauptgebäude von Schloss Schwarzburg wurde jetzt ein neuer Empfangs- und Servicebereich eingeweiht. Nun ist das Schloss im Kreis Saalfeld-Rudolstadt erstmals seit 1942 durch den früheren Haupteingang, den barocken Säulenportikus der Hauptfassade, begehbar. Das Foyer schafft die Voraussetzungen für die künftige Nutzung des Hauptgebäudes als Veranstaltungs- und außerschulischen Lernort, teilte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit. Durch einen neuen Aufzug sind nun vier Etagen des Gebäudes barrierefrei erreichbar. Für die Maßnahmen investierten Bund und Land im Rahmen eines Sonderinvestitionsprogramms rund zwei Millionen Euro. „Mit dem neuen Servicebereich hat die Stiftung mit denkmalpflegerischer Sensibilität und dem geübten Blick für betriebliche Abläufe eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um die Schwarzburg und ihre wechselvolle Geschichte anregend zu präsentieren“, so Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Christian Tischner.
Das ab Mitte des 16. Jahrhundert zu einer barocken Anlage umgebaute Schloss, das seit 2009 schrittweise saniert wird, war einst Stammsitz der Grafen und späteren Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Nach der Abdankung der Monarchie im Jahr 1918 lebte dort der letzte Fürst des Hauses. In unmittelbarer Nähe des Schlosses wurde 1919 die Verfassung der Weimarer Republik unterzeichnet. Während der NS-Zeit sollte die Anlage zu einem Reichsgästehaus umgebaut werden. Die Arbeiten begannen in den 1940er Jahren, wurden jedoch nicht vollendet. Seit 1942 blieb das Schloss als Bauruine zurück. Von kunsthistorischer Bedeutung ist das zwischen 1713 und 1719 errichtete Kaisersaalgebäude mit den Darstellungen römischer, byzantinischer und deutscher Kaiser und Könige seit Cäsar. Es wurde bis 1971 wiederhergestellt, das Zeughaus mit Torhaus konnte 2018 wieder eröffnet werden. Seit 2021 sind erste Bereiche des Hauptgebäudes nach rund 80 Jahren wieder zugänglich. | 05.06.2026
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Quelle: Kunstmarkt.com/Barbara Bauer |
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