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Hubert Rüther, Auferstehung, um 1920

Freital erinnert an Hubert Rüther

Die Städtischen Sammlungen Freital bei Dresden feiern die „Auferstehung“ des Künstlers Hubert Rüther. So hat Kuratorin und Direktorin Kristin Gäbler ihre Sonderausstellung über den 1886 geborenen „romantisch-sachlichen“ Expressionisten auf Schloss Burgk überschrieben und setzt damit die Reihe fort, Dresdner Künstlerpersönlichkeiten, die in ihrer Schaffenszeit die dortige Kunstszene signifikant und erfolgreich geprägt haben, nunmehr aber nur noch wenigen Menschen bekannt sind, wieder ans Licht zu holen. Nach einer Lehre als Dekorationsmaler und dem Besuch der königlichen Zeichenschule in Dresden ab 1904 studierte Rüther seit 1911 an der Dresdner Kunstakademie bei Gotthardt Kuehl und Oskar Zwintscher. Der Erste Weltkrieg unterbrach das Studium. Als freiwilliger Krankenpfleger zog er ins Feld und kam mit schweren Kopfverletzungen zurück. Nach dem Krieg setzte er ab 1919 seine Ausbildung im Meisteratelier von Otto Gussmann fort. Hier traf er auf die Malerin Irena Rabinowicz, die er 1921 heiratete.



Es folgte eine künstlerisch ambitionierte schaffens- und auftragsreiche Zeit mit farbkräftigen, expressiven Ölgemälden, mit Portraits, Landschaften und religiösen Szenen, bewegten, lebhaft-naturnahen Zeichnungen, zart akzentuierten Aquarellen, expressiven Holzschnitten und Wandmalereien, Radierungen mit stillen, romantischen Landschaften oder neusachlichen Industriedarstellungen. Für die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Wittichenau bei Bautzen schuf Rüther ab 1933 einen Glasgemäldezyklus. Die Fenster haben die Anrufungen der Lauretanischen Litanei zum Thema und gelten als ein Höhepunkt expressionistischer Glaskunst. Doch mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten setzten dann schnell die Repressalien gegen den Künstler und seine Ehefrau ein. Rüther, der sich zu der Jüdin Irena Rüther-Rabinowicz bekannte, wurde mit Ausstellungs- und Berufsverbot belegt, seine Arbeiten wurden als „entartet“ diffamiert und er zur Zwangsarbeit verpflichtet. Der Künstler überlebte die NS-Zeit als gebrochener Mann. Körperlich und seelisch erkrankt nahm er sich im September 1945 mit 59 Jahren das Leben.

Die Ausstellung „Auferstehung – Der Künstler Hubert Rüther“ ist bis zum 20. Mai zu sehen. Die Städtischen Sammlungen Freital auf Schloss Burgk haben dienstags bis freitags von 12 bis 16 Uhr, am Samstag, Sonntag und Feiertag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. In der Städtischen Galerie Dresden läuft bis zum 18. August die Schau „Irena Rüther-Rabinowicz – Jahrhundertzeugin. Auf den Spuren einer jüdischen Künstlerin“, die das Werk und Wirken des Dresdner Künstlerpaares zeitgleich erfahrbar macht.

Städtische Sammlungen Freital
Schloss Burgk
Altburgk 61
D-01705 Freital
Telefon: +49 (0)351 – 649 15 62


18.04.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Svenja Grosser

Svenja Grosser ist neue Leiterin der Sammlung Gegenwartskunst am Städel Museum

Svenja Grosser übernimmt die Gegenwartskunst im Städel

Svenja Grosser wird neue Leiterin für die Sammlung der Gegenwartskunst am Städel Museum in Frankfurt am Main. Damit übernimmt Kunsthistorikerin die seit April 2022 vakante Stelle von Martin Engler, der seit 2008 die zeitgenössische Kunst im Städel verantwortete. Grosser kennt das Museum bestens, ist sie doch seit sechs Jahren hier tätig und hat in den letzten drei Jahren den Sammlungsbereich als stellvertretende Leiterin wissenschaftlich betreut und zahlreiche Ausstellungen kuratiert. Sie habe sich durch ihre hervorragende Expertise und ihren Einsatz für eine zeitgemäße Vermittlung ausgezeichnet, erläuterte Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, die Personalie. „Zukünftig wird sie sich weiter intensiv mit dem Ausbau der Sammlung und seiner publikumsorientierten Präsentation befassen“, so Demandt weiter.



Svenja Grosser, geboren 1991 in Köln, studierte Kunstgeschichte sowie Germanistik und Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Ihr Forschungsgebiet umfasst die Malerei der Gegenwart, die inszenierte Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts sowie museologische und gendertheoretische Themen. Seit 2018 arbeitet Grosser am Städel Museum. Als Projektleiterin war sie 2020 für die Neupräsentation der Sammlung Gegenwartskunst mitverantwortlich und kuratierte im Anschluss verschiedene Ausstellungen zeitgenössischer Künstler, darunter zu Marc Brandenburg, Michael Müller, Philipp Fürhofer oder zuletzt „Victor Man. Die Linien des Lebens“ und „Ugo Rondinone. Sunrise. East.“ Begleitend hat sie zahlreiche Aufsätze veröffentlicht und Publikationen herausgegeben.

Auch in der Bildungsarbeit hat sich Grosser hervorgetan und den Kunst- und Vermittlungsraums „Close up“ in der Sammlung Gegenwartskunst mitinitiiert, der 2023 den DigAMus-Award erhalten hat. Das Veranstaltungsformat „Städel Invites“, das dem Publikum die Gelegenheit bietet, zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler zu treffen und im Gespräch mehr über ihre Motivation, Ideen und Themen zu erfahren, hat sie ebenfalls mitentwickelt. Für die Sammlung Gegenwartskunst konnte Grosser bereits mehrere Ankäufe tätigen, darunter Werke von Louise Nevelson oder Leiko Ikemura. Die Gegenwartskunst im Städel versteht sie als Ort von Inspiration und Kreativität, der Antworten auf Themen unserer Zeit geben kann. „In den kommenden Jahren werde ich an einem Ausstellungsprogramm mit feministischem Fokus sowie thematischen Fragestellungen rund um die zeitgenössische Malerei und epochenübergreifenden Interventionen arbeiten“, so Grosser.


18.04.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Daniele Crespi, Tobias heilt seinen Vater Tobit

Daniele Crespi, Tobias heilt seinen Vater Tobit

Berlin präsentiert Neuzugänge norditalienischer Malerei

Die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin kann sich über eine Schenkung des Ludwigsburger Sammlers Günter Leidner freuen und damit ihre bislang weniger breit aufgestellten Bestände an norditalienischer Barockkunst erweitern. Nach eingehender Restaurierung präsentiert der langjährige Kustos Roberto Contini, der sich mit der Schau nach 24 Jahren Tätigkeit für die Gemäldegalerie aus dem Museum verabschiedet und in den Ruhestand geht, die Gemälde von Antonio Zanchi, Cristoforo Savolini und Daniele Crespi und stellt ihnen weitere Werke Norditaliens zur Seite, darunter eine „Büßende Magdalena“ des Genueser Malers Giovanni Andrea de Ferrari und einen „Johannisknaben“ aus dem Umkreis von Giovanni Battista Crespi.



Antonio Zanchis dramatisch bewegte alttestamentliche Szene „Samson und Delilah“, die bereits zeitweise als Supraporte den Raum der Gemäldegalerie zum venezianischen 18. Jahrhundert schmückte, ergänzt nun die Werke des Spätbarocks aus Venezien. Gemälde dieser Epoche liegen zwar nicht zahlreich vor, sind aber oft von hoher Qualität, etwa auch Johann Carl Loths „Musikalischer Wettstreit“, der im Rahmen der Ausstellung erstmals seit langem wieder zu sehen ist. Von Cristoforo Savolini aus Cesena stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Darstellung der Selbstmörderin „Lukretia“. Das Gemälde ergänzt die Bestände der Emilianischen Schule und schließt stilistisch an die Werke Giovanni Francesco Barbieris an, der der Lehrer seines Lehrers Cristoforo Serra war. Auch der dritte Neuzugang, Daniele Crespis biblisches Thema „Tobias heilt seinen Vater“, bereichert die Gemäldegalerie. Denn die Maler der Lombardischen Schule des 17. Jahrhunderts waren bislang einzig mit Francesco Cairos Werk „Josephs Traum“ vertreten. Crespi verstarb schon mit 33 Jahren, sodass seine Werke selten sind.

Die Ausstellung „Die Schenkung Leidner. Norditalienische Malerei des 17. Jahrhunderts“ läuft vom 18. April bis zum 28. Juli. Die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der 80seitige Katalog aus dem Michael Imhof Verlag kostet 19,95 Euro.

Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz 4/6
D-10785 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 266 42 42 42


18.04.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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News vom 18.04.2024

Freital erinnert an Hubert Rüther

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Svenja Grosser übernimmt die Gegenwartskunst im Städel

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Berlin präsentiert Neuzugänge norditalienischer Malerei

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