geboren am 21. Mai 1897 in Dresden, gestorben 24. März 1977 in Berlin Deutscher Maler und Grafiker
Conrad Felixmüller studierte von 1912 bis 1914 an der Dresdner Kunstakademie bei C. Bantzer und Ferdinand Dorsch. Nach seinem Studium gestaltete er von 1916 bis 1928 unter anderem Grafiken für die Zeitung „Die Aktion“, in der 1920 seine Autobiographie „Der Prolet“ erschien. 1917 war er Mitinitiator der Expressionistischen Arbeitsgemeinschaft Dresden und 1919 der Dresdner Sezession. 1920 erhielt er den Rompreis, siedelt allerdings in das Ruhrgebiet. Studienreisen führten Felixmüller durch Deutschland, Belgien und die Schweiz.
Zeitlebens der figürlichen Malerei verpflichtet wendete sich Felixmüller nach dem Studium der Expressionistischen Malerei zu. Im Gegensatz zu vielen anderen Expressionisten versuchte er sich allerdings mit seiner Malerei gesellschaftlich zu engagieren. Dazu entwickelte er einen expressiven Realismus, der Menschen bei ihren alltäglichen Handlungen darstellt. In den dreißiger Jahren änderte sich mit den Bildinhalten auch die Darstellungsweise. Die Motive stammten jetzt mehr aus dem privaten Bereich und sind lebensbejahender, wie in „Ich male meinen Sohn Luca“ von 1923. Nach 1924 ist seine Malerei stärker als die frühen Arbeiten von neoimpressionistischen Elementen beeinflusst, und die Bildsprache ist ruhiger.
Unter den Nationalsozialisten galt Felixmüller ab 1933 als entartet. Seit 1934 lebte er in der Nähe von Berlin und ab 1944 in Tautenhaim. Nach dem Krieg wurde er 1949 an die Martin-Luther-Universität in Halle berufen, wo er bis 1961 eine Professur für Zeichnen innehatte. Neben Malereien arbeitete Felixmüller zeitlebens auch an Stahlstichen und Holzschnitten. Er starb 1977 in West-Berlin.
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