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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

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Menzel, Adolph von

Geboren am 8. Dezember 1815 in Breslau, gestorben am 9. Februar 1905 in Berlin
Deutscher Maler, Zeichner und Grafiker, Hauptmeister der deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts

Adolph Friedrich Erdmann von Menzel wurde am 8. Januar 1815 in Breslau geboren. 1830 siedelte er mit seiner Familie nach Berlin über, wo er nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1832 die lithographische Werkstatt übernahm.

Im wesentlichen war der Künstler Autodidakt und besuchte nur kurz im Sommer 1830 die Berliner Akademie. 1833 wurde Menzel durch seine nach Goethes gleichnamigen Gedicht geschaffenen sechs Federzeichnungen auf Stein mit dem Titel „Künstlers Erdenwallen“ bekannt. 1834-36 schuf er eine Serie von Kreidelithographien zu den „Denkwürdigkeiten aus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte“.

Im Jahre 1836 begann Menzel sich mit der Ölmalerei zu beschäftigen. 1839 erhielt er den Auftrag, für Franz Kuglers „Leben Friedrichs des Großen“ Holzschnittillustrationen zu schaffen. Diese kleinen Skizzen bedeuten einen Wendepunkt in der Technik der Holzschneidekunst. 1850 entstand „Die Tafelrunde Friedrichs des Großen in Sanssouci“, das zu seinen berühmtesten Bildern zählt. 1855 reiste er zum ersten Mal nach Paris, wo er stark von der französischen Malerei beeinflusst wurde.

Von der biedermeierlich realistischen Schönmalerei gelangte er zu einer fast impressionistischen Malweise. 1856 wurde Menzel zum Königlich Preußischen Professor ernannt. Er wandte sich nun Themen zu, in deren Mittelpunkt der König und spätere Kaiser Wilhelm I. stand. In diesen Werken trat das Malerische hinter der Genauigkeit eines Chronisten des preußischen Hofes zurück. 1885 wurde der Künstler Kanzler des Ordens “Pour le merite für Wissenschaften und Künste“. Im selben Jahr wurde er Ehrendoktor der Berliner Universität, darüber hinaus erhielt er weitere Anerkennungen und Ehrungen. Adolph Friedrich Menzel verstarb am 9. Februar 1905 im Alter von 89 Jahren.


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