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 |  | Mies van der Rohe, Ludwig | geboren am 27. März 1866 in Aachen, gestorben am 17. August 1969 in Chicago Deutsch-amerikanischer Architekt und Designer
Ludwig Mies van der Rohe wurde am 27. März 1886 in Aachen geboren. Er studierte zuerst bei dem Architekten Bruno Paul und wurde anschließend von 1908 bis 1911 Mitarbeiter von Peter Behrens. Auf der Weltausstellung in Barcelona war Deutschland 1929 mit einem Pavillon von Mies van der Rohe vertreten. Von 1930 bis 1933 war er Leiter des Staatlichen Bauhauses in Dessau. 1937 emigrierte er in die USA.
Mies van der Rohe vertrat schon sehr früh eine moderne sachlich, konstruktive Bauweise. Seine frühe Phase ist dabei geprägt durch den Klassizismus Karl Friedrich Schinkels, wie zum Beispiel im „Entwurf für das Haus Kröller in Den Haag“ (1912). In den zwanziger Jahren gelangte er zur Ausformulierung seiner logisch-klaren, von Formalismen freien Architektur. Als Material favorisierte er als erster auch für den Wohnbau die Stahlskelett-Konstruktion, unter anderem in der „Weißenhofsiedlung in Stuttgart“ (1927). Für das Hochhaus entwickelte er die Eisen-Glas-Konstruktion auf der Grundlage einer alle Abmessungen bestimmenden Maßeinheit, wie im „Entwurf zu einem Bürohaus in Eisenbeton und Glas“ (1925) oder im „Seagram-Building in New York“ (1954-58).
Nach seiner Auswanderung in die USA wurde Mies van der Rohe Leiter der Architekturabteilung des Illinois Institut of Technology in Chicago. Bis zu seinem Tod war er als wegweisender Architekt in Chicago und New York tätig. In Berlin entstand in den sechziger Jahren die „Neue Nationalgalerie“ unter seiner Leitung. Ludwig Mies van der Rohe starb am 17. August 1969 in Chicago.
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