Geboren am 19. August 1848 in Paris, gestorben am 21. Februar 1894 in Gennevilliers bei Paris Französischer Impressionist
Gustave Caillebotte wurde 1848 in Paris geboren und starb 1894 in Gennevilliers. Er erhielt eine akademische Ausbildung als Schüler von Bonnat. Durch Degas kam er mit dem Impressionismus in Berührung, dem er sich anschloss und als Sammler unterstützte. Wie auch andere Impressionisten war er von der Fotografie und dem japanischen Farbholzschnitt beeinflusst. Monet leitete ihn an, im Freilicht zu malen und seine Palette aufzuhellen. 1876 hatten die Impressionisten ihre zweite Ausstellung, wo er noch mit dem dunklen Bild „Les raboteurs du parquet“ („Die Parkettabzieher“, 1875) beteiligt war. Von nun an schloss er sich den Impressionisten endgültig an („Junger Mann am Klavier“, 1876).
Seine Bedeutung für den Impressionismus liegt neben seiner künstlerischen Leistung vor allem in seiner Rolle als Mäzen. Er kaufte bedeutende Werke seiner Freunde, mietete Ausstellungslokale und leitete eine energische Propaganda für den Impressionismus ein. Seine umfangreiche Sammlung vermachte er dem französischen Staat, viele der Gemälde hängen heute im Musée d’Orsay. Dieses Vermächtnis war von Kämpfen begleitet, da der französische Staat die Bilder zunächst verweigerte, und erst die Impressionisten um Renoir eine Hängung im Musée du Luxembourg erreichten.
A.F.
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