Geboren am 10. Januar 1924 in San Sebastián, gestorben am 19. August 2002 in San Sebastián Spanischer Bildhauer der konkreten Plastik
Eduardo Chilida wurde am 10. Januar 1924 in San Sebastián im spanischen Baskenland geboren. 1943 begann er ein Architekturstudium am Colegio Mayor Jiménez de Cisneros, brach dieses jedoch nach drei Jahren ab. Die private Kunstakademie Círculo de Bellas Artes in Madrid besuchte er im Jahre 1947. Seine bevorzugten Materialien zu dieser Zeit waren Ton und Gips, aus denen er Plastiken formt, die 1949 und 1950 mit Erfolg in den Salons de Mai gezeigt wurden.
Während Chillidas Aufenthalt in Paris 1949 begann er mit Eisen zu arbeiten. Er nahm 1950 an der Gruppenausstellung junger Künstler „les mains éboulies“ in der Galerie Maeght teil. Im selben Jahr beschloß Chillida nach Spanien zurückzukehren, und startete einen künstlerischen Neubeginn in Hernani. Dort entstand seine erste Abstrakte Eisenskulptur „Ilarik“ (1950). In ihr findet Chillidas Thematik, die Definition des Raumvolumens durch die Form, den Ausgangspunkt. Die erste Einzelausstellung erhielt er im Alter von dreißig Jahren in der Galerie Clan in Madrid. Ein Jahr später beteiligte er sich an der Schau „Eisenplastik“ in Bern und führte ein Steindenkmal für Alexander Fleming in San Sebastián aus.
Ab 1956 nahm die Galerie Maeght Chillida unter Vertrag. Zwei Jahre später erhielt er den großen Preis für Skulptur auf der Biennale von Venedig und 1960 den Kadinsky-Preis. Zu dieser Zeit schloß Chillida Freundschaft mit Alberto Giacometti. Neben Eisen entstanden auch Skulpturen aus Holz, Granit, Beton, Alabaster und Keramik. Desweiteren widmete er sich auch der Buchillustration und Grafik. Den Carnegie International Prize erhielt er im Jahre 1964.
Nach der Begegnung mit dem Philosophen Heidegger fertigte er Litho-Collagen für dessen Buch „Die Kunst und der Raum“ (1969) an. Vier Jahre später folgten Holzschnitte für die Gedichte Jorge Guillèns. Die erste Retrospektive des graphischen Werkes wurde 1972 im Ulmer Museum veranstaltet. Den Andrew Mellon Prize erhielt Chillida 1979. Im Herbst 2000 eröffnete er sein privates Freilichtmuseum "Zabalaga" in Hernani nahe bei seiner Heimatstadt. Eduardo Chillida verstarb am 19. August 2002 in San Sebastián.
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