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 |  | Immendorff, Jörg |  |  | Benjamin Katz, Jörg Immendorff, 1984, Copyright Benjamin Katz | |
geboren am 14. Juni 1945 in Bleckede bei Lüneburg, gestorben am 28. Mai 2007 in Düsseldorf Deutscher Maler der Neuen Figuration
Jörg Immendorff studierte zunächst Bühnenkunst bevor er 1964 in Düsseldorf in die Klasse von Joseph Beuys wechselte. Er gehörte als Student dem politisch engagierten Umkreis von Joseph Beuys an. 1976 traf er in Ostberlin auf den DDR-Künstler A.R.Penck, der wie er selber ein Außenseiter im offiziellen Kunstbetrieb war und mit dem er das deutsch-deutsche „Arbeiterbündnis“ begründete. Inspiriert durch das Werk "Caffé Greco" von Renato Guttuso, begann Immendorff ab 1977 mit Zeichnungen und Gouachen sein zentrales Werk, die Serie "Café Deutschland". Die Freundschaft zu Penck sowie die Trennung durch die gegensätzlichen politischen Systeme sind wichtige Bildmotive der Gemäldereihe. Immendorff thematisierte die deutsch-deutsche Teilung und ihre Auswirkung auf Kunst und Gesellschaft zum ersten Mal.
1987 wechselten seine Darstellungen mit der „Lehmbruck Saga“ in die Welt des Theaters, wobei er an die Thematik der „Café Deutschland“-Bilder anknüpfte. Auf der Bühne und im Zuschauerraum sind Freunde und Förderer Immendorffs dargestellt. Weiterhin setzte er sich mit Sequenzen der deutschen Geschichte und der Kunst- und Kulturszene des 20. Jahrhunderts auseinander. Er hatte mehrere Gastprofessuren, unter anderem an den Schulen in Stockholm (1981), Hamburg (1982), Zürich und Trondheim (1983), sowie Köln und München (1984/85). Die eigene Lehrtätigkeit hat er ironisierend in Bildern dargestellt. Nach einer Professur in Frankfurt lehrte Immendorff seit 1996 bis zu seinem frühen Tod im Jahr 2007 an der Kunstakademie in Düsseldorf.
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