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Klein, Yves

Geboren am 28. April 1928 in Nizza, gestorben am 6. Juni 1962 in Paris
Französischer Farbflächenmaler, Objekt- und Aktionskünstler

Kleins Vater war Landschaftsmaler und seine Mutter gehörte den ersten informellen Malern in Paris an. Von 1944 bis 1946 studierte er an der Ecole Nationale de la Marine Marchande und an der Ecole Nationale des Langues Oriental in Nizza. Hier begann die lebenslange Freundschaft mit Claude Pascal. 1947 widmete Klein sich Experimenten mit Monochromien und reiste ein Jahr nach Italien, wo er sich mit der Lehre der Rosenkreuzer beschäftigte. In London stellte er 1950 erstmals seine monochromen Bilder aus. Nach einer Japanreise von 1952 bis 1953 veröffentlichte er „Yves Peintures“ und 1955 stellte Klein bei Colette Allendy aus. Es folgten Präsentationen in der Galleria Apollinaire in Mailand, bei der Gruppenausstellung „Micro Salon d`Arvril“ in Paris, in der Galerie Schmela in Düsseldorf und in der Gallery One in London.

Seine monochromen Bilder sind meistens gleichmäßig mit einem matten und tiefen Blau überzogen, das er selber entwickelt hat und das er mit IKB (International Klein Blue) bezeichnete. In späteren Bildern wurden auf der Fläche der Leinwand Schwämme fixiert, die ebenfalls mit der Farbe getränkt sind („L’Accord bleu, RE 10“, 1960). Neben den Bildern stellte Klein auch einzelne gefärbte Schwämme aus und er färbte Objekt wie Büsten und Globuskugeln in seiner Farbe.

1958 veranstaltete er das erste Happenings mit „lebenden Pinseln“. Dazu bewegten sich nackte Frauen, die mit Farbe eingeschmiert waren, zu seinen Anweisungen über eine Leinwand („La grande Anthropométrie bleue, ANT 105“, ca. 1960). Seine Arbeit als Künstler war durch Vorträge an der Sorbonne begleitet, wo er über die Entwicklung der Kunst zum Immateriellen und über die Architektur in der Luft sprach. Am 27. Oktober 1960 gründen sich die „Nouveaux Réalistes“, an deren Ausstellungen er teilnimmt. In Amerika zeigt er seine Bilder 1961 in der Galerie Leo Castelli in New York.

Am 21. Januar 1962 heitateten Rotraut Uecker und Yves Klein in der Kirche Saint-Nicolas-des-Champs in Paris. Im Mai begann Klein mit Abgüssen seiner engsten Freunde Arman, Raysse und Pascal, die nicht zuende geführt werden konnten, da Yves Klein am 6. Juni an einem Infarkt starb.


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