Geboren am 4. april 1876 in Paris, gestorben am 11. Oktober 1958 in Rueil-la-Gadelière im Département Eure-et-Loir Französischer Maler des Fauvismus
Maurice de Vlaminck kam als Autodidakt erst mit 25 Jahren zur Malerei. Gemeinsam mit André Derain, den er seit seiner Kindheit kannte, gründete er um 1900 in Chatou eine Ateliergemeinschaft. Durch Henri Matisse besonders gefördert, stellte er 1905 mit den Fauves Derain, Matisse, Raoul Dufy und Pablo Picasso im Pariser Salon d’Automne aus. Er malte mit einem freien Strich und grellen Farben Landschaften und Stilleben wie „Gärten in Chatou“ von 1904, wobei er sich an Vincent van Gogh orientierte.
In den Bildern nach 1908 macht sich der Einfluß von Paul Cézannes bemerkbar. Die Komposition ist harmonischer und die Farben gedämpfter. Obwohl sich seine Formen kubistisch verfestigten, schloss sich Vlaminck dem Kubismus im gegensatz zu Derain nie an. Nachdem er in London und Marseille gelebt hatte, zog er sich ab 1925 nach La Tourillière zurück.
In seinem Spätwerk arbeitet der Künstler mit einem scharf expressionistischen Ausdruck. Es entstanden unter anderem auch Gedichte und Romane. Daneben schrieb er Kritiken und schuf Theaterdekorationen, Malereien auf Keramik und Entwürfe für Teppiche. 1955 stellte er auf der ersten Documenta in Kassel aus.
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