Geboren am 18. Februar 1896 in Tinchebray in der Normandie, gestorben am 28. September 1966 in Paris Französischer Dichter, Kunsttheoretiker, Begründer des Surrealismus
1919 gründete der damalige Medizinstudent André Breton gemeinsam mit Louis Aragon und Philippe Soupault die Zeitschrift „Littérature“ und versammelte um sich einen Kreis avangardistischer Maler und Dichter wie Aragon, Max Ernst, und Salvador Dalí. 1922 schufen Bréton und Soupault das erste surrealistische Werk „Les Champs magnétiques“ dem das Bestreben zugrunde lag, eine neue „Sprache der Seele“ ausfindig zu machen, die aus dem Bereich des Unbewussten, der Traum- und Phantasiewelt schöpfen sollte. Basierend auf den Erkenntnissen der Freudschen Psychoanalyse, die Breton versuchte auf Kunst und Literatur zu übertragen, veröffentlichte er 1924 sein erstes surrealistisches Manifest, dem weitere 1930 und 1934 folgten. Ebenfalls 1924 wurde das offizielle Organ der surrealistischen Bewegung „La Révolution surréaliste“ gegründet.
1928 schuf der Dichter sein theoretisches Hauptwerk „Le Surréalisme et la Peinture“.
1940 emigrierte Breton in die USA, wo er seine Ideen weiter propagierte. Sechs Jahre später kehrte er nach Paris zurück und engagierte sich künstlerisch und politisch gegen den sozialistischen Realismus und den Algerienkrieg. Bis zu seinem Tode waren Bretons Ideen maßgeblich für die surrealistische Bewegung, deren Anliegen sich in zahlreichen Manifesten und Dichtungen, wie zum Beispiel in „Nadja“ von 1928 wiederspiegeln.
S.H.
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