Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 27.10.2026 Ausgewählte Werke & Ostschweizer Kunst

© Beurret Bailly Widmer Auktionen AG

Anzeige

Les baigneurs, 1980/81 / Niki de Saint Phalle

Les baigneurs, 1980/81 / Niki de Saint Phalle
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Das flanierende Paar / Max Stern

Das flanierende Paar / Max Stern
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Winterlandschaft, Blick von Hoflößnitz / Theodor Rosenhauer

Winterlandschaft, Blick von Hoflößnitz / Theodor Rosenhauer
© Döbele Kunst Mannheim


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Venator & Hanstein haben Erfolg mit Büchern und der vielfältigen Welt der alten Grafik

Konzentration auf große Namen



Giovanni Battista Piranesi,  Veduta di Piazza Navona sopra le rovine del Circo Agonale, 1773

Giovanni Battista Piranesi, Veduta di Piazza Navona sopra le rovine del Circo Agonale, 1773

Prominet hatte sich Giovanni Battista Piranesi bei der Grafikauktion von Venator & Hanstein in Köln am vergangenen Freitag in Szene gesetzt. Er allein bot 135 Blätter aus seinen „Carceri“ und „Vedute di Roma“ auf, die fast lückenlos ihre Abnehmer fanden. 122 Lose oder gut 90 Prozent gingen weg, das häufig zu Werten über den Schätzpreisen und kamen damit im marktgänigen Preisbereich zu liegen: „Die Zugbrücke“ etwa bei 2.800 Euro (Taxe 1.800 EUR), das Frontispiz aus den Veduten mit der Minvera-Statue inmitten von Ruinen für 1.000 Euro (Taxe 600 EUR), die Pizza del Popolo für 1.600 Euro (Taxe 1.500 EUR), die „Veduta di Campo Vaccino“ für 2.600 Euro (Taxe 1.500 EUR), die Ansicht vom Konstantinsbogen mit dem Kolosseum im Hintergrund bei 2.100 Euro (Taxe 1.200 EUR), die Spanische Treppe gar für 3.100 Euro (Taxe 1.500 EUR), die „Veduta del Porto di Ripa Grande“ für 1.600 Euro (Taxe 1.200 EUR), das Kolosseum in Groß bei 2.900 Euro (Taxe 1.800 EUR), der Petersplatz mit prächtigen Kutschen für 2.300 Euro (Taxe 1.800 EUR), die Piazza Navona für 3.700 Euro (Taxe 2.400 EUR), die Tiberinsel für 3.000 Euro (Taxe 1.200 EUR), der Blick ins Kolosseum aus der Vogelperspektive für 4.000 Euro (Taxe 2.400 EUR) und zum Schluss als Höhepunkt der Plan der Hadriansvilla mit Titel und großer Widmungskartusche von 1781 für 5.700 Euro (Taxe 3.000 EUR).


Damit bewies das Rom der Antike, Renaissance und des Barock, pittoresk aufgearbeitet, wieder einmal seine Zugkraft bis in die heutige Zeit und ließ auch Piranesis Sohn profitieren. Francesco Piranesi tat es seinem Vater gleich und führte für die vielen Rom-Reisenden die Andenkenproduktion in den Jahren um 1800 weiter fort, etwa mit der „Veduta interna del Pantheon“ um 1790, die selbstredend auf kleinerer Flamme immerhin jetzt noch 400 Euro wert ist (Taxe 240 EUR). Sonst konzentrierten sich die Käufer bei Venator & Hanstein am 26. September meist auf die großen Namen und ließen das unbekannte eher unbeachtet, so dass die losbezogene Zuschlagsquote sowohl bei der Künstlergrafik des 15ten bis 19ten wie auch für die gesamte Auktion bei rund 67 Prozent liegt. Den Umsatz gibt das Auktionshaus mit 1,9 Millionen Euro an, der damit fast die Schätzpreissumme erreichte.

Den Anfang machte bei den Alten Meister jedoch eine namenlose Kopfstudie einer jungen Frau wohl aus Norditalien. Angesetzt mit 300 Euro, kam das anmutige Bildnis auf 1.350 Euro, gefolgt von einer flüchtigen Gewandstudie bei 800 Euro, die Jacopo da Ponte, besser bekannt als Jacopo Bassano, zugeschrieben wird (Taxe 200 EUR), und einer wuchernden südlichen Baumlandschaft in Rötel für 1.800 Euro, die Cyriacus Bril gezeichnet haben soll (Taxe 750 EUR). Nicolaes Berchems etwas derbe „Pissende Kuh“ war nicht ganz nach dem Geschmack des Publikums. Die Radierung um 1650 erreichte nur 420 Euro (Taxe 500 EUR). Dann kamen mit Albrecht Dürer der erste bedeutende Druckgrafiker und auch höhere Preise. Für seinen Kupferstich „Die drei Bauern“ um 1497/98 gab es 1.900 Euro (Taxe 1.200 EUR), für den „Koch und sein Weib“ 2.700 Euro (Taxe 3.000 EUR), für den Holzschnitt „Joachim auf dem Felde“ 2.600 Euro (Taxe 1.200 EUR) und sein Favorit, der Kupferstich „Hieronymus im Gehäuse“ von 1514, wurde mit 13.000 Euro honoriert (Taxe 9.000 EUR).

Dürers großer Mitbewerber hieß Rembrandt. Auch er ließ sich nicht lumpen und gab sein „Selbstbildnis mit federgeschmücktem Barett“ von 1638 für 7.500 Euro ab (Taxe 6.000 EUR), den „Großen stehenden Bettler“ oder die „Hütten am Kanal“ um 1645 jeweils taxgerecht für 9.000 Euro. Die „Kleine Auferweckung des Lazarus“ von 1642 wollte zu diesem Preis niemand haben, ebenso seine mit 15.000 Euro hoch taxierte Radierung „Faust“ von 1652. Dennoch nehmen sich Rembrandts Schüler und Weggefährten im Vergleich bescheiden aus, etwa Jan Gillisz van Vliet mit seiner Radierung eines sitzenden Händlers für 450 Euro (Taxe 500 EUR).

Auch bei der Kunst des 18ten und 19ten Jahrhunderts hielten sie die Sammler vorwiegend an die bekannten Namen. Neben Piranesi war dies Jakob Philipp Hackert mit der Federzeichnung eines Bauerngehöfts von 1767 für 1.600 Euro (Taxe 1.000 EUR). Johann Christian Klengels Flusslandschaft mit Hirten, Maultieren und Karren von 1783 machte sich für taxgerechte 750 Euro vom Acker. Jacob van Strijs Aquarell einer verschneiten Seelandschaft mit Bauern und Windmühle musste einen Abschlag auf 1.500 Euro hinnehmen (Taxe 2.000 EUR). Joseph-Marie Vien konnte mit seiner unvollständigen Suite „Caravanne du Sultan à la Mecque“, in der er den Maskenzug der Mitglieder der französischen Akademie in Rom des Jahres 1748 verewigte, dagegen leicht um 300 Euro auf 2.300 Euro zulegen.

Den ersprießlichen Auftakt beim 19ten Jahrhundert machte Andreas Achenbach mit seinem Aquarell eines Fischerboots im Sturm von 1848 bei 1.550 Euro (Taxe 600 EUR). Daniel Ferdinand Caffes Brustbild eines jungen Mannes von 1823 gefiel bei 500 Euro (Taxe 200 EUR), sechs Zeichnungen Edward Theodore Comptons bei 1.300 Euro (Taxe 1.000 EUR), James Ensors Radierung „Ferme à Leffinghe“ von 1889 mit einem Zuschlag von 1.900 Euro weniger (Taxe 2.100 EUR), Otto Greiners Rötelzeichnung eines Aktes mit vorgestreckten Armen dann wieder mehr bei 850 Euro (Taxe 600 EUR), auch Wilhelm von Kügelgens abgezirkelte Umrisszeichnung des Sündenfalls von 1829 bei 700 Euro (Taxe 200 EUR) und vor allem Wilhelm Leibls lesender Knabe in Bleistift bei 2.000 Euro (Taxe 900 EUR).

Keine Freundschaft mit einem neuen Sammler kann eine ältere Frau schließen. Adolph von Menzel hatte sie und ihren Kopf auf einem Studienblatt gezeichnet und mit 6.000 Euro als Hauptlos dieses Abschnitts ins Rennen geschickt. Zum Ende hin reüssierten das Ludwig Richter zugewiesene Aquarell einer Hirtenfamilie mit Kuhherde und malerischer Burgruine bei 1.000 Euro (Taxe 750 EUR), Julius Schnorr von Carolsfeld dicht gezeichneter Evangelist Johannes bei 1.200 Euro (Taxe 500 EUR), Hans Thomas Gouache einer Küstenlandschaft bei 500 Euro (Taxe 200 EUR) oder Robert Zünds Bleistiftzeichnung eines steilen Berghangs mit Bäumen bei 1.300 Euro (Taxe 500 EUR).

Teuerstes Los des ersten Auktionstages war wie erwartet das stattliche Globenpaar des Venezianer Vincenzo Coronelli von 1696. Um den Erd- und Himmelsglobus stritten sich mehrere Telefonbieter, bis anstelle der 50.000 Euro das letzte Gebot von 120.000 Euro aus dem benachbarten Ausland eintraf. Das Interesse an topografischen und kartografischen Stücken insgesamt war groß. Antonio Zattas vierbändige „Atlante novissimo“, zwischen 1775 und 1785 in Venedig erschienen, kletterten auf 22.000 Euro (Taxe 16.000 EUR), Erdteilkarten von Afrika auf 9.000 Euro (Taxe 1.200 EUR), Amerika auf 42.000 Euro (Taxe 1.500 EUR) und Asien auf 14.000 Euro (Taxe 1.200 EUR). Ein illuminiertes Stundenbuch aus Nordfrankreich um 1480 verdoppelte seinen Wert auf 20.000 Euro. Und die „Naturgeschichte der Vögel Deutschlands in getreuen Abbildungen und Beschreibungen“ von Johann Wolf und Bernhard Meyer, die als das „schönste deutsche Vogelbuch des 19. Jahrhunderts“ gilt, wanderte für 35.000 Euro in deutschen Privatbesitz (Taxe 50.000 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Venator & Hanstein KG

Cäcillienstraße 48

DE-50667 Köln

Telefax:+49 (0221) 257 55 26

Telefon:+49 (0221) 257 54 19

Startseite: www.venator-hanstein.de



02.10.2008

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

Drucken

◄ zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 26

Seiten: 1  •  2  •  3

Events (1)•Adressen (1)•Berichte (1)•Kunstwerke (23)

•

Veranstaltung vom:


26.09.2008, Bücher, Graphik, Autographen

•

Bei:


Venator & Hanstein

•

Bericht:


Ein Stapel Piranesis

•

Kunstwerk:

Daniel Ferdinand Caffe, Brustbild eines jungen Mannes, 1823
Daniel Ferdinand Caffe, Brustbild eines jungen Mannes, 1823

•

Kunstwerk:

Giovanni Battista Piranesi, Vedute di Roma – Frontispiz, um 1748
Giovanni Battista Piranesi, Vedute di Roma – Frontispiz, um 1748

•

Kunstwerk:

Giovanni Battista Piranesi, Veduta dell’Arco di Constantino, e dell’Anfiteatro Flavio
 detto il Colosseo, 1760
Giovanni Battista Piranesi, Veduta dell’Arco di Constantino, e dell’Anfiteatro Flavio detto il Colosseo, 1760

•

Kunstwerk:

Giovanni Battista Piranesi, Veduta del Porto di Ripa Grande, 1753
Giovanni Battista Piranesi, Veduta del Porto di Ripa Grande, 1753

•

Kunstwerk:

Giovanni Battista Piranesi, Veduta dell’Anfiteatro Flavio detto il Colosseo, 1776
Giovanni Battista Piranesi, Veduta dell’Anfiteatro Flavio detto il Colosseo, 1776

•

Kunstwerk:

Giovanni Battista Piranesi, Pianta delle Fabriche
 esistenti nella Villa Adriana, 1781
Giovanni Battista Piranesi, Pianta delle Fabriche esistenti nella Villa Adriana, 1781







Wilhelm Leibl,  Sitzender, lesender Knabe

Wilhelm Leibl, Sitzender, lesender Knabe

Taxe: 900,- EURO

Zuschlag: 2.000,- EURO

Losnummer: 947

Daniel Ferdinand Caffe,  Brustbild eines jungen Mannes, 1823

Daniel Ferdinand Caffe, Brustbild eines jungen Mannes, 1823

Taxe: 200,- EURO

Zuschlag: 500,- EURO

Losnummer: 901

Giovanni Battista Piranesi,  Veduta dell’Arco di Constantino, e dell’Anfiteatro Flavio detto il Colosseo, 1760

Giovanni Battista Piranesi, Veduta dell’Arco di Constantino, e dell’Anfiteatro Flavio detto il Colosseo, 1760

Taxe: 1.200,- EURO

Zuschlag: 2.100,- EURO

Losnummer: 757

Albrecht Dürer,  Joachim auf dem Felde, um 1504

Albrecht Dürer, Joachim auf dem Felde, um 1504

Taxe: 1.200,- EURO

Zuschlag: 2.600,- EURO

Losnummer: 609

Cyriacus Bril, Cyriacus Bril zugeschrieben, Landschaft mit Blick auf einen Tempel

Cyriacus Bril, Cyriacus Bril zugeschrieben, Landschaft mit Blick auf einen Tempel

Taxe: 750,- EURO

Zuschlag: 1.800,- EURO

Losnummer: 590

Jan Gillisz van Vliet,  Sitzender Händler, 1632

Jan Gillisz van Vliet, Sitzender Händler, 1632

Taxe: 500,- EURO

Zuschlag: 450,- EURO

Losnummer: 694

Giovanni Battista Piranesi,  Veduta dell’Anfiteatro Flavio detto il Colosseo, 1776

Giovanni Battista Piranesi, Veduta dell’Anfiteatro Flavio detto il Colosseo, 1776

Taxe: 2.400,- EURO

Zuschlag: 4.000,- EURO

Losnummer: 857

 Rembrandt, Rembrandt, Großer stehender Bettler

Rembrandt, Rembrandt, Großer stehender Bettler

Taxe: 9.000,- EURO

Zuschlag: 9.000,- EURO

Losnummer: 668

Kopfstudie, wohl Norditalien, 17. Jahrhundert

Kopfstudie, wohl Norditalien, 17. Jahrhundert

Taxe: 300,- EURO

Zuschlag: 1.350,- EURO

Losnummer: 579

Vincenzo Coronelli, Globenpaar: Erd- und Himmelsglobus, Venedig 1696

Vincenzo Coronelli, Globenpaar: Erd- und Himmelsglobus, Venedig 1696

Taxe: 50.000,- EURO

Zuschlag: 120.000,- EURO

Losnummer: 189

Giovanni Battista Piranesi,  Die Zugbrücke

Giovanni Battista Piranesi, Die Zugbrücke

Taxe: 1.800,- EURO

Zuschlag: 2.800,- EURO

Losnummer: 737

Giovanni Battista Piranesi,  Vedute di Roma – Frontispiz, um 1748

Giovanni Battista Piranesi, Vedute di Roma – Frontispiz, um 1748

Taxe: 600,- EURO

Zuschlag: 1.000,- EURO

Losnummer: 741




•

Copyright © '99-'2026
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce