Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 14.04.2026 127. Auktion: Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen

© Galerie Bassenge Berlin

Anzeige

Das flanierende Paar / Max Stern

Das flanierende Paar / Max Stern
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Messe-Vorbericht

Peter Vetsch und Eva-Maria Häusler, die beiden Schweizer Direktoren des Art Forum Berlin, geben Auskunft über Position und Chancen der Messe und des Kunststandortes Berlin

Mit Rückbesinnung und Vorsicht in die neue Ära



Eva-Maria Häusler und Peter Vetsch – die neuen Co-Direktoren des Art Forum Berlin

Eva-Maria Häusler und Peter Vetsch – die neuen Co-Direktoren des Art Forum Berlin

Neue Besen kehren gut – mit der heutigen Eröffnung des 14. Art Forum Berlin öffnet sich der Vorhang für das neue Direktorenduo Eva-Maria Häusler und Peter Vetsch. Dass die Schweizer Messemanager, die beide langjährige Erfahrung bei der Art Basel gesammelt haben, die Berliner Kunstmesse nicht total umkrempeln werden, liegt vielleicht in ihrem Naturell. Eher vorsichtig und vielleicht typisch schweizerisch setzen die beiden Neuen erste Akzente. Nicole Büsing und Heiko Klaas haben Eva-Maria Häusler und Peter Vetsch zu ihrem neuen Konzept befragt.


Büsing und Klaas: Inzwischen ist auch der Kunstmarkt durch die Finanzkrise stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Wie muss sich das Art Forum Berlin aufstellen, um in diesen turbulenten Zeiten zu bestehen?

Eva-Maria Häusler: Das Stichwort heißt hier sicher Qualität. Denn qualitativ hochstehende Kunst wird auch in schwierigen Zeiten gekauft. Mit der Rückkehr wichtiger Berliner Galerien, prominenten deutschen Galerien und neuen ausländischen Ausstellern aus London, Mailand, New York, Wien und Zürich ist es uns in einem ersten Schritt gelungen, die Qualität des Art Forum Berlin entscheidend zu steigern. Unsere zweite Aufgabe ist es, internationale Sammler nach Berlin zu holen. Dabei hilft uns sicher unser umfangreiches VIP-Programm aber auch die Stadt Berlin, die ja heute als Europas Hauptstadt für zeitgenössische Kunst gilt. Nirgendwo sonst leben und arbeiten so viele Künstler.

Büsing und Klaas: Sie öffnen das Art Forum Berlin in diesem Jahr erstmals auch für Kunst seit den 1960er Jahren. Was versprechen Sie sich davon?

Peter Vetsch: Ein Grund, weshalb wir das Ausstellungsprogramm auf die Kunst der 1960er Jahre erweitert haben, hat mit der Vermittlungsaufgabe zu tun, die jede Kunstmesse wahrnehmen muss. Was haben die Väter der heutigen Künstler geschaffen, wie hat sich die Kunst seit dieser Zeit entwickelt? Weshalb ist die heutige Kunst so wie sie ist? Das Art Forum Berlin will diese Entwicklung dokumentieren.

Büsing und Klaas: Berlin gilt international als hip und trendy. Doch vieles in der Stadt funktioniert einfach nicht so gut wie anderswo. Der schleichende Niedergang der Temporären Kunsthalle ist da nur ein Beispiel. Auf welche Schwierigkeiten stößt man hier bei der Organisation einer der wichtigsten europäischen Kunstmessen?

Eva-Maria Häusler: Große Schwierigkeiten haben wir nicht angetroffen. Die Zusammenarbeit mit den Berliner Kunstinstitutionen ist ausgezeichnet. Viele der Berliner Museen zeigen während der Kunstmesse nicht nur hochkarätige Ausstellungen, sondern fast alle organisieren in ihren Häusern spezielle Anlässe wie Führungen, Empfänge und so weiter.

Büsing und Klaas: In diesem Jahr konnten Sie einige neue Galerien für das Art Forum Berlin gewinnen. Setzen Sie eher auf das Potenzial junger frischer Newcomer, oder wollen Sie in Zukunft auch die etablierten Galerien aus New York, Paris und London auf die Messe locken?

Eva-Maria Häusler: Ich glaube, die Mischung ist entscheidend. Die Vielfältigkeit einer Veranstaltung wie das Art Forum Berlin trägt zum Erfolg der Kunstmesse entscheidend bei. Sowohl bei Newcomern wie bei etablierten Galerien zählt die Qualität.

Büsing und Klaas: Selbst wenn eine Kunstmesse organisatorisch und optisch attraktiv daherkommt – auch die Umsätze müssen stimmen. Ein Collector’s Program mit kostenlosen Hotels für Topsammler wird es in diesem Jahr nicht geben. Was tun Sie dennoch, um wirklich kaufwillige Sammler auf das Art Forum Berlin zu locken?

Peter Vetsch: Deshalb haben wir das VIP-Programm für noch mehr Gäste geöffnet. Zudem haben wir es auf die ganze Messedauer ausgedehnt und vielfältiger und attraktiver gestaltet. Jeweils am Morgen öffnen Privatsammler ihre Wohnungen und Häuser, Kunstinstitutionen veranstalten Frühstücke und Brunches, am späteren Nachmittag laden wir zu den Berlin Talks mit bekannten Persönlichkeiten der internationale Kunstwelt ein, und am Abend können die Gäste zu Empfängen von Museen, zu Performances oder zu Veranstaltungen gehen, die von ausländischen Botschaften organisiert werden. Weiter haben wir ein Host Committee gegründet, das aus über hundert führenden Berliner Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft besteht. Diese Leute übernehmen die Gastgeberrolle, heißen die Gäste anlässlich der Art Forum Welcome Reception in Berlin willkommen und helfen so mit, dass sich diese hier wohl fühlen.

Büsing und Klaas: Sie wollen nicht „Tabula rasa“ machen, wie Sie dem Tagesspiegel verraten haben, sondern die Messe schrittweise weiterentwickeln. Wo sollte das Art Forum Berlin in fünf Jahren stehen?

Eva-Maria Häusler: Wir sind keine Propheten. Wir glauben jedoch an das Potential und die Energie des Kunstmarktstandortes Berlin. Das Art Forum Berlin wird auch in fünf Jahren eine der wichtigsten internationalen Kunstmessen sein.

Das Art Forum Berlin 2009 hat vom 24. bis 27. September auf dem Messegelände Berlin in dem Hallen 18 bis 20 von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Es gliedert sich in drei Sektoren: 1. Hauptsektor „Galleries“, in diesem Jahr erstmals auch offen für Galerien, die Kunst ab den 1960er Jahren zeigen. 2. Sektor „Focus“ versammelt Galerien, die nicht älter als fünf Jahre sind. 3. Neuer Sektor „Plein Air“ mit Freiluftskulpturen im Sommergarten hinter dem Palais am Funkturm. Jeden Nachmittag finden zwei Berlin Talks mit führenden Persönlichkeiten aus der internationalen Kunstwelt statt. Der Messeeintritt beträgt 18 Euro, ermäßigt 12 Euro, für zwei Tage 32 Euro. Der Katalog kostet 25 Euro.

Neben dem Art Forum Berlin laden auch noch Satellitenmessen zum langen und dichten Kunstwochenende ein: Die „Preview Berlin“ mit jungen Galerien vom 25. bis 27. September auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof, die „Berliner Liste“ hat von heute an bis Sonntag mit rund 60 Galerien Quartier im neuen Palais am Tiergarten zwischen Nationalgalerie und Bauhaus-Archiv bezogen, die „Art Berlin Contemporary“ findet an selben Tagen erstmals in der Akademie der Künste am Hanseatenweg statt und gibt sich mit Projekten ausgewählter Künstler mehr als Kunstschau denn Verkaufsmesse, und den „Berliner Kunstsalon“ trifft man heuer bis Sonntag im Humboldt Umspannwerk am Prenzlauer Berg an.

Kontakt:

Messe Berlin GmbH

Messedamm 22

DE-14055 Berlin

Telefax:+49 (030) 30 38 20 60

Telefon:+49 (030) 30 38 20 76

E-Mail: art@messe-berlin.de

Startseite: www.messe-berlin.de

www.art-forum-berlin.de



26.09.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


24.09.2009, Art Forum Berlin 2009

Bei:


Messe Berlin GmbH

Bericht:


Klare Verhältnisse

Variabilder:

Eva-Maria Häusler und Peter Vetsch – die neuen Co-Direktoren des Art Forum Berlin
Eva-Maria Häusler und Peter Vetsch – die neuen Co-Direktoren des Art Forum Berlin










Copyright © '99-'2026
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce