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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Messe-Vorbericht

Der Kunstherbst in Berlin hat begonnen. Das 14. Art Forum Berlin eröffnete jetzt unter neuer Leitung. Die Co-Direktoren Peter Vetsch und Eva-Maria Häusler aus der Schweiz setzen auf Qualität und eine klare Linie

Klare Verhältnisse



Kunstherbst in Berlin: In dieser Woche verdichtet sich das Programm in der Kunstmetropole an der Spree. Mit der Eröffnung der Veranstaltung „abc - Art Berlin Contemporary“ am Dienstagabend, der feierlichen Bekanntgabe des Preises der Nationalgalerie an den israelischen Künstler Omer Fast und mit der Eröffnung des Art Forum wartet Berlin zur Zeit mit vielen Highlights auf. Eines davon ist sicherlich auch die bereits vor einer Woche eröffnete Ausstellung zu Thomas Demand in der Neuen Nationalgalerie. Die angereisten Kunstprofis müssen also gut organisiert sein, um die vielen Galerieeröffnungen, Nebenmessen und anderen Side-Events in einer Hauptstadt, in der zur Zeit noch nicht einmal die S-Bahn funktioniert, unter einen Hut zu bekommen.


Besonderes Augenmerk gilt natürlich der Kunstmesse Art Forum Berlin, die in diesem Jahr zum ersten Mal von den Schweizern Eva-Maria Häusler und Peter Vetsch als Co-Direktoren verantwortet wird. Die beiden Messemanager mit viel Know How, das sie sich in jahrelanger Erfahrung bei der Art Basel erworben haben, setzen die Qualität als obersten Maßstab an. Und tatsächlich gelang es ihnen durch viel Überzeugungsarbeit und den mit ihrer früheren Tätigkeit verbundenen Vertrauensvorschuss, wichtige Berliner Galerien auf die Messe zurückzuholen, die bisher dem Art Forum reserviert bis kritisch gegenüberstanden und mit eigenen Veranstaltungen wie „abc“ neue Schauplätze eröffnet haben. So schaffte es die neue Messeleitung, mit dieser Konkurrenz zu kooperieren. Shuttlebusse fahren jetzt von der Messe am Funkturm zum Veranstaltungsort zur Akademie der Künste im Hansaviertel. Hier präsentieren unter dem Titel „def – drafts establishing future“ 66 internationale Galerien Modelle und Entwürfe für Kunstprojekte im öffentlichen Raum. Der Clou: Alle Vorschläge sind auf Egon Eiermann-Tischen aus dem Jahr 1953 aufgebaut. Die Stimmung auf der Eröffnung war positiv und ausgelassen.

Auch auf dem Art Forum in den gelichteten Hallen am Funkturm herrscht entspannte Gelöstheit. Direktorin Eva-Maria Häusler stellt, auch angesichts der schwelenden Finanzkrise fest: „Hier ist Optimismus zu spüren. Die Stimmung ist gut. Die Galerien haben uns viel Vertrauen geschenkt, dass sie an den Kunststandort Berlin und an die Messe glauben.“

Viele Besucher des Vernissagetages lobten die Klarheit der Hallen. Etliche überflüssige Elemente wurden entfernt, Gastronomiezonen gebündelt, eine klare, weiß dominierte Optik geschaffen. 130 Galerien aus 19 Ländern sind angereist. Im Hauptsektor präsentieren sie durchweg solide, gute Qualität. Auffällig sind Stände mit Einzelschauen wie die Präsentation von großformatigen, farbigen Holzschnitten des rumänischstämmigen Kölner Zwillingspaars Gert und Uwe Tobias bei Contemporary Fine Arts, die menschliche Formen nachzeichnen, teils den Messeauftritt selbst zum Thema machen und je zwischen 25.000 Euro und 30.000 Euro zu haben sind, oder bestechend schöne Zeichnungen von Hernan Bas bei der Galerie Snitzer aus Miami.

Mit einem besonders auffälligen Stand wartet die Galerie Bob von Oursow aus Zürich auf. Hier konzentriert man sich ganz auf das Thema Porträt. Auf zwei hölzernen Vintage-Sideboards werden Buddhafiguren und afrikanische Skulpturen wie in einem bürgerlichen Salon präsentiert. Der Stand wirkt wie das Wohnzimmer eines kunstbegeisterten Sammlers, elegant und geschmackvoll. Ebenfalls elegant, wenn auch wesentlich zeitgenössischer, kommt der Stand von Mehdi Chouakri daher. Ein Eyecatcher ist eine aus der Wand ragende Raketenspitze von Sylvie Fleury mit einem Flokati-Teppich als Hintergrund. Beide Arbeiten kosten zusammen netto 53.000 Euro. Ebenfalls am Stand eine Bodenarbeit von Gitte Schäfer für 12.000 Euro aus verschiedenfarbigen Marmorplatten, Zitronen und grünen Hühnereiern, die sorgfältig zu einer Art abstraktem Teppich arrangiert sind.

In diesem Jahr wird die Messe auch für Kunst ab 1960 geöffnet, um der rein zeitgenössischen Trendkunst ein paar andere Akzente und Referenzen entgegenzusetzen. Im Sektor „Focus“, der in einer eigenen Halle versammelt ist, präsentieren sich ausschließlich junge Galerien. Einer der auffälligsten Stände ist der von September aus Berlin, wo in einer gezimmerten Bretterarchitektur Außenseiterkunst mit teils eindeutig schwulen Referenzen gezeigt wird. Hier kann man ungewöhnliche Entdeckungen machen. Die Galerie Figge von Rosen präsentiert in einer Einzelschau den belgischen Maler Koen van den Broek, der in den Beneluxländern bereits ein Star ist und in Deutschland noch auf seinen Durchbruch wartet. Die Preise seiner Gemälde liegen zwischen 14.000 und 34.000 Euro.

Als Neuerung hat die Messeleitung den Sektor „Plein Air“ eingeführt. Im Garten unterm Funkturmpalais werden Außenskulpturen aus dem Programm einiger Galerien präsentiert. Ein kleiner Spaziergang durch den Park ist für viele Messebesucher eine willkommene Abwechslung, bevor es weiter zu den nächsten Eröffnungen, Abendessen und Partys geht. Auch wenn man munkelt, in diesem Jahr wären nicht so viele Amerikaner angereist: Der Kunstherbst in Berlin hat in diesem Jahr mit einer solide gemachten und qualitativ gesteigerten Messe einen guten Auftakt.

Das Art Forum Berlin 2009 hat vom 24. bis 27. September auf dem Messegelände Berlin in dem Hallen 18 bis 20 von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Jeden Nachmittag finden zwei Berlin Talks mit führenden Persönlichkeiten aus der internationalen Kunstwelt statt. Der Messeeintritt beträgt 18 Euro, ermäßigt 12 Euro, für zwei Tage 32 Euro. Der Katalog kostet 25 Euro.

Kontakt:

Messe Berlin GmbH

Messedamm 22

DE-14055 Berlin

Telefax:+49 (030) 30 38 20 60

Telefon:+49 (030) 30 38 20 76

E-Mail: art@messe-berlin.de

Startseite: www.messe-berlin.de



26.09.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


24.09.2009, Art Forum Berlin 2009

Bei:


Messe Berlin GmbH

Bericht:


Mit Rückbesinnung und Vorsicht in die neue Ära

Variabilder:

Peter Vetsch und Eva-Maria Häusler bei der Eröffnung des Art Forum Berlin
Peter Vetsch und Eva-Maria Häusler bei der Eröffnung des Art Forum Berlin







Peter Vetsch und Eva-Maria Häusler bei der Eröffnung des Art Forum Berlin

Peter Vetsch und Eva-Maria Häusler bei der Eröffnung des Art Forum Berlin




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