|
 | 
 |
Marktberichte |
|
|
Ergebnisse: Alte und Neuere Meister bei Bassenge in Berlin  Teure Nazarener und andere Schätze

|
 |  | Albrecht Dürer, Christus am Kreuz mit der Engelbordüre, 1516 | |
Ein erlesenes Angebot, dennoch moderate und realistische Preisbewertungen, ein Sinn auch fürs Feine und Edle in der zweiten Reihe der nationalen wie internationalen Kunst sowie Stetigkeit und Berechenbarkeit im Ausbau des Gesamtprogramms – diese Komponenten sind Basis für die erfolgreiche Entwicklung, die das Berliner Auktionshaus Bassenge in den vergangenen Jahren zunehmend in die erste Reihe des deutschen Kunstmarktes gerückt haben. Wer sonst in Deutschland kann so ein Angebot an Druckgrafik und Zeichnungen vom 15ten bis 19ten Jahrhundert vorweisen? Der Lohn für eine gewisse Knochenarbeit, die Art und Umfang der Einlieferungen im Vorfeld mit sich bringen, bestätigt fast jede Auktion in der Richtigkeit ihrer Anlage aufs Neue – auch diesmal: Kaum ein deutsches Auktionshaus kann in diesem Herbst auf derart hohe Zuschlagsquoten wie Bassenge zurückblicken. Fast 70 Prozent der Lose wurden bei den Alten und Neueren Meister verkauft. Gerade bei der gelegentlich etwas schwergängigen, von vielen anderen Häusern darum eher gemiedenen älteren Kunst ein Ergebnis geradezu mit Seltenheitswert.
Druckgrafik
Dabei waren es auch am 26. und 27. November nicht die großen Knaller, die überall die Aufmerksam punktuell fesseln, sondern auf breiterer Grundlage das solide und vor allem reichhaltige Angebot an Sammlerstücken erster und zweiter, gelegentlich sicher auch einmal dritter Güte. Erstere blieben aber natürlich nicht aus. Albrecht Dürer etwa war einmal mehr für die höchsten Preise zuständig, wiederum mit Hilfe nicht zu hoch geschraubter Schätzungen. Sein Holzschnitt „Christus am Kreuz mit der Engelbordüre“ aus dem Jahr 1516, nur auf 8.000 Euro angesetzt, konnte seinen Wert auf 28.000 Euro mehr als verdreifachen. Der berühmte Meisterstich des „Heiligen Hubertus im Wald“, mitunter als Eustachius bezeichnet, von circa 1501 kostete 25.000 Euro (Taxe 28.000 EUR), und mit 20.000 Euro erzielte der „Heilige Antonius vor der Stadt“ aus dem Jahr 1519 einen guten Preis (Taxe 18.000 EUR). Unter den hoch gehandelten Stücken fand nur der Kupferstich „Maria mit der Meerkatze“ um 1498 keinen Abnehmer (Taxe 18.000 EUR).
Ähnlich gute Ergebnisse brachten die Radierungen Rembrandts, mit der „Hütte hinter dem Plankenzaun“ von 1648 für 19.000 Euro und der zehn Jahre jüngeren „Liegenden nackten Frau“ für 16.000 Euro an der Spitze (Taxen 8.000 und 6.000 EUR). Übertroffen wurde er von seinem niederländischen Kollegen Adriaen van Ostade. Dessen Radierung „Die Dorfkirmes unter dem großen Baum“ bestach durch ihre Seltenheit ebenso wie durch die ausgezeichnete Qualität des vorliegenden Drucks. Mit 9.000 Euro hatte Bassenge diese Vorzüge immer noch zu gering eingeschätzt. Erst bei 24.000 Euro schienen sie angemessen gewürdigt zu sein. 14.000 Euro spielte die Radierung „Der Maler“ von etwa 1667 in ebenfalls herausragend schöner Qualität ein (Taxe 2.400 EUR).
Ohnehin erfreuten sich die Niederländer großer Wertschätzung, wie 4.600 Euro für Frans Mentons Kupferstich „Der Tod überrascht ein Paar“ von 1568 (Taxe 1.800 EUR), 7.500 Euro für Pieter Perrets „Pittura“ nach Hans Speeckaert von 1582 (Taxe 1.500 EUR) und 5.300 Euro für Marten de Vos’ Allegorien „Barmherzigkeit, Glaube und Hoffnung“ aus dem Jahr 1577 belegten (Taxe 1.800 EUR). Gysbert van Veen überzeugte mit der bildhaften Umsetzung der Vermählung des Bösen mit dem Teufel bei 2.000 Euro (Taxe 1.800 EUR), Claes Cornelisz Moeyaert dagegen mit zwei biblischen Historien. Die Radierungen „Abraham verstößt Hagar“ und „Tobias und der Engel am Ufer des Tigris“ spielten jeweils 2.600 Euro ein (Taxe je 2.400 EUR).
Teuerster Italiener wurde Giovanni Battista Franco mit seiner „Anbetung der Hirten“ auf einem Spätrenaissancekupferstich des mittleren 16ten Jahrhunderts für 14.000 Euro (Taxe 7.500 EUR), dicht gefolgt bei 13.000 Euro von Francesco Mazzolas „Grablegung Christi“. Früher wurde der Kupferstich Guido Reni zugeschrieben, nun aber gilt die Autorschaft des Parmigianino Gerufenen als sicher (Taxe 2.400 EUR). Taxgerecht kamen Annibale Carraccis Kupferstich „Der heilige Hieronymus in der Wüste“ um 1591 bei 4.300 Euro und Andrea Meldollas Radierung „Der heilige Jakobus d.J.“ aus der Folge „Christus und die Apostel“ bei 6.000 Euro ans Ziel, während sich Antonio Ugolinis dich schraffiertes Blatt „Diana und Aktäon“ auf 5.000 Euro verdoppelte.
Ausgerechnet die älteste angebotene Grafik bot die einzige größere Enttäuschung des Tages: In den farbigen Einblattholzschnitt eines süddeutschen Meisters mit der Darstellung des heiligen Christophorus von etwa 1410/20 wollte kein Interessent 60.000 Euro investieren. Für einen um 1460/70 entstandenen, alt kolorierten Metallschnitt aus der Werkstatt des sogenannten Meisters der Stoeger-Passion kamen nun beim zweiten Anlauf 13.000 Euro zusammen (Taxe 12.000 EUR). Aus der deutschen Kunst reüssierten noch Hans Sebald Behams zwölfteilige Kupferstichfolge „Die Taten des Herkules“ von 1542/48 bei 3.200 Euro (Taxe 3.000 EUR), Michael Willmanns Radierung „Die Himmelfahrt Mariens“ von 1638 bei anvisierten 2.400 Euro und in der Abteilung „Miscellaneen“ noch Hans Baldung Griens Holzschnitt „Die drei Parzen“ bei 3.900 Euro (Taxe 2.400 EUR) sowie Jost Ammans Blatt „Adam und Eva im Paradies“ für 1.100 Euro (Taxe 450 EUR). Die erforderlichen 6.000 Euro verfehlte Jacques Bellanges Radierung „Die Auferweckung des Lazarus“ um 1.500 Euro, wohingegen sich die 18 Drucke „Les grandes misères de la guerre“ aus dem Jahr 1633 von Jacques Callot auf 5.000 Euro verbesserten (Taxe 3.500 EUR).
Das 18te Jahrhundert war nicht gerade das Zeitalter der Druckgrafik. Nur wenige Künstler taten sich in dieser Gattung hervor und brachten es zu Höchstleistungen hervor. Entsprechend niedrig waren bei Bassenge die Preise, und kaum Steigerungen zu verzeichnen. Dieses Verdienst gebührt Angelika Kauffmann, die mit ihrer Mythologie „Rinaldo und Armida“ von 1780 in einem ungewöhnlich tonalen und damit sehr präsenten Druck 3.400 Euro losschlug (Taxe 1.800 EUR). Auch auf Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins dramatische Radierung „Das Löwenpaar im Kampf mit der Riesenschlange oder der Tier-Laokoon“ hatten es einige Bieter abgesehen. Sie hoben das Blatt von 1796 auf 3.600 Euro (Taxe 2.000 EUR).
Das meiste aber spielte sich im Rahmen der Schätzung oder darunter ab, so Giovanni Domenico Tiepolos „Triumph des Herkules“ und der ebenfalls als Radierung ausgeführte „Triumph der Venus“ seines Bruders Lorenzo Tiepolo für jeweils 5.000 Euro (Taxen 7.500 und 6.000 EUR), Marco Riccis „Dorf auf einem Hügel“ für 3.500 Euro (Taxe 4.000 EUR), Michele Marieschis Venedigvedute mit dem Dogenpalast und vielen Schiffen vor der Mole für 2.400 Euro (Taxe 3.000 EUR) oder Carl Wilhelm Kolbes dichte Radierung „Waldinneres mit Pansherme und tanzenden sowie musizierenden Nymphen mit Jüngling und Faun“ für 1.000 Euro (Taxe 1.200 EUR). Aus dem reichen Schatz der Grafiken Giovanni Battista Piranesis kletterten das Frontispiz zu den „Vedute di Roma“ mit der Statue der Minerva von etwa 1748 leicht auf 1.300 Euro und die Radierung „Catalogo delle opere“, mit der er um 1761 Aufschluss über sein bisheriges Schaffen gab, auf gute 2.800 Euro (Taxen je 1.200 EUR).
Das 19te Jahrhundert führten Samuel Amslers einfühlsame Bildnisradierung des Malers Carl Philipp Fohr von 1818 und Max Klingers „Titanen“ im Kampf mit den Göttern, Blatt 20 aus der „Brahmsphantasie“ von 1892, bei jeweils 4.800 Euro an (Taxen 450 und 1.800 EUR). Auch sonst fand die Kunst der Nazarener bei dem Sammler Anklang, vor allem Blätter nach Gemälden von Friedrich Overbeck, so die Inkunabel dieser Kunstrichtung „Italia und Germania“ in einer feinen lithografischen Umsetzung von Nicolaus Hoff für 1.900 Euro und die Adaption „Joseph von seinen Brüdern verkauft“ nach dem Fresko aus der Casa Bartholdy für 3.000 Euro (Taxe 450 EUR). Friedrich Jügel nahm sich eine Zeichnung Karl Friedrich Schinkels als Vorlage und verarbeitete sie um 1830 zu einer nun 3.200 Euro teueren Aquatintaradierung mit dem Blick über die Schlossbrücke auf das Alte Museum und das Stadtschloss in Berlin (Taxe 2.800 EUR). Eigenständige grafische Arbeiten waren Carl Baron von Vittinghoffs Radierung „Der Hirt findet Romulus bei der Ziege“ für 2.600 Euro (Taxe 1.200 EUR) und Anders Zorn liebreizendes Blatt „Die Schwestern“ für 2.000 Euro (Taxe 900 EUR).
Gemälde
Die höchsten Preise kamen erwartungsgemäß in der Gemäldeabteilung zustande. Dass hier die feine Darstellung einer schwarzen brasilianischen Amazone vor einer tropischen Landschaft mit einem gewissen Exotenbonus rechnen durfte, war abzusehen. Zudem hatte der unbekannte, wohl aus Deutschland stammende Maler die junge Frau um 1835 mit einem Zigarillo im Mund „abgelichtet“ – im Expressionismus hätte man die Dame daraufhin vielleicht „Rauchende Kokotte“ tituliert. Jedenfalls durfte sich der Einlieferer schließlich über einen Erlös von 97.500 Euro freuen – Tageshöchstpreis und mehr als das Sechsfache der Schätzung. Mit 4.500 Euro war auch Ludwig Deutschs Gouache „Der nubische Palastwächter“ wohl aus dem Jahr 1892 viel zu gering bewertet. Für dieses hochwertige Produkt einer effektsicheren Orientmalerei wurden 40.000 Euro fällig.
Unter den Deutschrömern ist Franz Ludwig Catels Blick auf die Tiberinsel mit St. Bartholomäus in Rom mit Wäscherinnen auf einer Terrasse im Vordergrund zu nennen. Vor einem halben Jahr war das kleine Ölbild als Werk eines unbekannten Deutschen für 1.000 Euro bei Van Ham angeboten, wurde dann für 5.500 Euro verkauft, jetzt für 12.000 Euro erneut offeriert und um 15.000 Euro losgeschlagen. Kein Glück hatte dagegen Raffaele Carellis Blick auf die Cascata Grande in Isola del Liri von 1836, mit 45.000 Euro eigentlich das Hauptlos der Neueren Meister. Eine Überraschung bot François-Joseph Kinsons feines Biedermeierbildnis einer vornehmen Dame mit Sohn und Tochter. Vielleicht hat der Name des Hauses Bonaparte, dem die Drei entstammen sollen, ein wenig zur Steigerung von 9.000 Euro auf 38.000 Euro beigetragen.
Kaiser Franz Joseph I. war dann wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass eine kopflose Studie zu einem Reiterbildnis mit seiner Person von Albrecht und Franz Adam für 7.500 Euro wegging. Dagegen war eine Tiroler Bauernfamilie auf der Veranda ganz aus sich gestellt und natürlich auf den Maler August Ludwig Most, um das 1842 datierte Ölgemälde „Ein Abend in Tirol“ bei 6.500 Euro loszuschlagen (Taxe 6.000 EUR). Bei Ludwig Thiersch bezauberte eine junge venezianische Blumenverkäuferin in „La bella fioraia“ von 1883 die Bieter zu 6.000 Euro (Taxe 3.500 EUR). Der Braunschweiger Historienmaler Hermann Tunica schaffte dies mit drei Gewandstudien. Angesetzt mit jeweils 400 Euro, verließen sie die Auktion erst bei 4.000 Euro beziehungsweise 4.800 Euro. Bei den Alten Meistern behauptete sich Harmen Loedings 1663 datiertes Stillleben mit Nautiluspokal bei 50.000 Euro an der Spitze. Hier allerdings fehlten 15.000 Euro bis zum Schätzpreis.
Zeichnungen und Aquarelle
Die Zeichnungen boten wieder kleine Schätze für Sammlerherzen. Feine, naturalistische Tierdarstellung kommen immer wieder gut an, wie auch Pieter Holsteijns Aquarellstudien eines weißen Spatzen für 4.000 Euro (Taxe 1.200 EUR), von Weißfleckwidderchen für 5.000 Euro (Taxe 900 EUR) und eines Goldfasans wieder für 4.000 Euro eindrucksvoll bestätigen durften (Taxe 450 EUR). Der Züricher Glasmaler Hans Jakob Nüscheler kam mit der Federzeichnung fischefangender Apostel an einem See auf 2.800 Euro (Taxe 1.800 EUR), Jacopo Negretti, besser bekannt als Palma il Giovane, mit der quadrierten Studienzeichnung „Die wunderbare Brotvermehrung“ auf 5.000 Euro (Taxe 4.500 EUR). Hier hatten auch anonyme Meister Erfolg, etwa ein Leidener Portraitist um 1670/80 mit seiner Wiedergabe einer jungen Frau samt Papagei für 6.000 Euro (Taxe 4.500 EUR). Noch besser, wenn ein Name darunter stand. So wurde der norddeutsche Barockzeichner Balthasar Denner sein Bildnis einer jungen Frau mit Haube aus dem Jahr 1713 sogar für 7.500 Euro los (Taxe 1.200 EUR).
Ebenso viel erzielte Jakob Philipp Hackert mit seiner detailreichen Landschaftsimpression an der Via Appia mit Blick auf das Dörfchen Itri und den Monte Orso im Hintergrund aus dem Jahr 1782 (Taxe 6.000 EUR). Eine ideale arkadische Landschaft aus Italien gab Joseph Anton Koch dann für taxgerechte 6.000 Euro ab. Die vorgesehenen 4.800 Euro traf Friedrich Christian Klaß mit seiner 1787 aufgenommenen Dresden-Ansicht samt Canaletto-Feeling. Johann Heinrich Wilhelm Tischbein trat bei den Zeichnungen noch einmal in Erscheinung und hatte mit einem Bachlauf in einer von Bäumen überwachsenen Felsgrotte bei 3.400 Euro wiederum Glück (Taxe 1.500 EUR). Von Johann Christian Reinhart, eigentlich ebenfalls mit Landschaften bekannt geworden, präsentierte das Auktionshaus diesmal eine ungewöhnlich augenblickshafte, fast moderne Aufnahme eines jungen Kavaliers mit seinem Pferd, laut Bezeichnung 1780 ausdrücklich nach der Natur entstanden. Sie wechselte erst bei 13.000 Euro den Besitzer (Taxe 1.800 EUR).
Im 19ten Jahrhundert schlugen die Bieter vor allem bei den Nazarenern zu. Zu diesen gehörte unter anderem Eduard Julius Friedrich Bendemann, wenngleich seine Nausikaa, die auf dem mit Maultieren bespannten Wagen vom Waschen zurückkehrt und drei Mägde samt Odysseus im Gefolge mit sich führt, erst 1854 entstand und auf einem antiken Stoff basiert. Stattliche 10.000 Euro kamen dabei heraus (Taxe 3.500 EUR), ebenso viel wie bei Peter Cornelius’ Federzeichnung „Predigt Johannes des Täufers“ um 1810 (Taxe 1.800 EUR). Ernst Fries, 1833 mit Anfang dreißig in Karlsruhe gestorben, brachte von einem Italienaufenthalt 1823 bis 1827 die Ansicht eines Bergtales bei Massa mit, datiert auf den 4. Juni 1825. Mit 14.000 Euro erlöste dieses Blatt fast das Zehnfache des Schätzpreises. Ludwig Emil Grimm, der in der Gemäldeabteilung noch mit zwei Kassel-Ansichten für jeweils 14.000 Euro gescheitert war, rehabilierte sich bei den Zeichnungen mit der heilsgeschichtlichen Auferstehungsszene „Ego sum Vita“ aus dem Jahr 1858 für angemessene 4.600 Euro.
Weitere erfolgreiche Werke der Nazarener waren Julius Schnorr von Carolsfelds „Wiederaufbau des Tempels zu Jerusalem unter Esra und Nehemia“ von 1847 für 7.000 Euro (Taxe 6.000 EUR), Carl Gottlieb Peschels Bildnis eines jungen Mannes im Profil nach links für 5.500 Euro (Taxe 750 EUR) und Julius Hübners nicht ganz unerotische Darstellung „Magdalena trauert um den Leichnam Christi“ aus dem Jahr 1857 für hervorragende 8.000 Euro (Taxe 2.400 EUR). Adolph von Menzels mit 800 Euro niedrig angesetzte Bleistiftzeichnung der Mutter Paul Heyses auf dem Totenbett stieg schnell auf 2.200 Euro. Max Klinger kam noch einmal mit einem stehenden weiblichen Akt, der seine Hände hinter dem Kopf verschränkt, bei 7.000 Euro zum Zuge (Taxe 4.500 EUR). Sein symbolistischer Kollege Sascha Schneider mit acht Arbeiten angetreten, die allesamt Käufer fanden, das Aquarell mit dem müden Zeus und dem jungen Ganymed von 1922 bei 3.200 Euro (Taxe 1.200 EUR), die Zeichnung eines markanten griechischen Jünglings mit Blütenkranz im Haar bei 4.000 Euro (Taxe 1.500 EUR).
Als Illustration zu Goethes Gedicht „Geistergruß“ ließ Leopold Schulz 1842 den Geist des Helden auf den Zinnen der Burg Lahneck bei Oberlahnstein dramatisch in die Tiefe blicken. Das Aquarell machte sich erst bei 2.400 Euro davon (Taxe 750 EUR). Teuerste Arbeit aber wurde schließlich ein ausgesprochen dekoratives Blatt Giovanni Migliaras. 1832 stellte er uns die Piazza Mercanti in Mailand mit Blick durch einen Torbogen auf den Dom vor. Das Aquarell, das sich in die lange Tradition der Ansichtenmaler einreiht, schaffte den Absprung erst bei 16.000 Euro (Taxe 4.500 EUR). Und einen fulminanten Schlusspunkt setzte ausgerechnet ein unbekannter Zeichner namens O. Wirsing mit seinen zwei detailgetreuen „Schädel nach der Natur gemalt“ aus dem Jahr 1866. Immerhin 8.500 Euro waren das Ergebnis (Taxe 400 EUR).
Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld. |  | Kontakt: Galerie Bassenge Erdener Straße 5a DE-14193 Berlin |
 | Telefon:+49 (030) 893 80 290 | Telefax:+49 (030) 891 80 25 |  |  | E-Mail: info@bassenge.com |  | Startseite: www.bassenge.com |
14.12.2009 |
Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander |  |
 |
|
| | 

 |  |  |  |  | 
 Giovanni Battista
Franco, Die Anbetung
der Hirten |  | Taxe: 7.500,- EURO Zuschlag: 14.000,- EURO Losnummer: 5085 |  |  |  |  |  | 
 Gysbert van Veen,
Allegorie der
Vermählung des Bösen
mit dem Teufel |  | Taxe: 1.800,- EURO Zuschlag: 2.000,- EURO Losnummer: 5228 |  |  |  |  |  | 
 Julius Schnorr von
Carolsfeld, Der
Wiederaufbau des
Tempels zu Jerusalem
unter Esra und
Nehamia, 1847 |  | Taxe: 6.000,- EURO Zuschlag: 7.000,- EURO Losnummer: 6422 |  |  |  |  |  | 
 Annibale Carracci,
Der heilige
Hieronymus in der
Wüste, um 1591 |  | Taxe: 4.500,- EURO Zuschlag: 4.300,- EURO Losnummer: 5054 |  |  |  |  |  | 
 Samuel Amsler,
Bildnis des Malers
Carl Philipp Fohr,
1818 |  | Taxe: 450,- EURO Zuschlag: 4.800,- EURO Losnummer: 5369 |  |  |  |  |  | 
 Marten de Vos,
Barmherzigkeit,
Glaube und Hoffnung,
1577 |  | Taxe: 1.800,- EURO Zuschlag: 5.300,- EURO Losnummer: 5231 |  |  |  |  |  | 
 Jakob Philipp
Hackert, Blick auf
Itri an der Via Appia
mit dem Monte Orso,
1782 |  | Taxe: 6.000,- EURO Zuschlag: 7.500,- EURO Losnummer: 6236 |  |  |  |  |  | 
 Albrecht Dürer, Der
heilige Antonius vor
der Stadt, 1519 |  | Taxe: 18.000,- EURO Zuschlag: 20.000,- EURO Losnummer: 5075 |  |  |  |  |  | 
 Rembrandt,
Rembrandt, Die Hütte
hinter dem
Plankenzaun, 1648 |  | Taxe: 8.000,- EURO Zuschlag: 19.000,- EURO Losnummer: 5194 |  |  |  |  |  | 
 Deutscher Künstler,
Schwarze
brasilianische
Amazone, um 1835 |  | Taxe: 15.000,- EURO Zuschlag: 97.500,- EURO Losnummer: 6046 |  |  |  |  |  | 
 Antonio Ugolini,
Diana und Aktäon |  | Taxe: 2.500,- EURO Zuschlag: 5.000,- EURO Losnummer: 5224 |  |  |  |  |  | 
 Michael Willmann,
Die Himmelfahrt
Mariae, 1683 |  | Taxe: 2.400,- EURO Zuschlag: 2.400,- EURO Losnummer: 5240 |  |  |  |  |  | 
 Franz Ludwig Catel,
Blick auf die
Tiberinsel mit St.
Bartholomäus in Rom |  | Taxe: 12.000,- EURO Zuschlag: 15.000,- EURO Losnummer: 6040 |  |  |
|

 |
 |