Gotthard Graubner in Leverkusen Gotthard Graubners früheste erhaltene Werke datieren noch aus den 1940er Jahren, und es sind Zeichnungen – ein Medium, das ihn sein gesamtes Leben hindurch begleitete. Gerade in den vergangenen Jahren haben sich dem heute achtzigjährigen Künstler mehrere große Ausstellungen gewidmet, darunter im Neuen Museum Weserburg in Bremen, in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und im Kunstmuseum Liechtenstein sowie in mehrere Häusern in China. Das Museum Morsbroich in Leverkusen jedoch legt das Augenmerk jetzt ausschließlich eben auf jenes zeichnerische Gesamtwerk. Bis Anfang November gibt die Ausstellung dazu einen Überblick, von den frühen, großformatigen Aktzeichnungen der Düsseldorfer Akademiezeit über die landschaftlich anmutenden Frottagen der 1970er Jahre bis zu den gestischen, kraftvollen Strukturen seit den 1980er Jahren. Dadurch wird auch deutlich, in welcher Weise Graubner, ganz in der Tradition der Kunst stehend, das Mittel der Zeichnung als Ideensammlung und Hilfe zur Konzeption seiner großformatigen Arbeiten verwendete.
Die Ausstellung „Gotthard Graubner. Das zeichnerische Werk“ läuft – mit zwei längeren Unterbrechungen wegen Umbauten im Haus – vom 10. April bis zum 6. November. Das Museum Morsbroich hat täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Der Katalog kostet im Museum 25 Euro, im Buchhandel 32 Euro.
Museum Morsbroich
Gustav-Heinemann-Straße 80
D-51377 Leverkusen
Telefon: +49 (0)214 – 855 560
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