Stirling Prize schon wieder für Zaha Hadid  |  | Zaha Hadid Architects, Evelyn Grace Academy, 2010 | |
Erst im vergangenen Jahr hat Zaha Hadid den RIBA Stirling Prize erhalten. Das hinderte das Royal Institute of British Architects (RIBA) dennoch nicht daran, der britischen Stararchitektin schon wieder die renommierteste britische Auszeichnung für Baukunst zuzusprechen. War es 2010 das MAXXI – Museo Nazionale delle Arti del XXI Secolo in Rom, mit dem sich Hadid unter anderem gegen David Chipperfields Wiedererrichtung des Neuen Museums in Berlin durchsetzte, gewann die iranischstämmige Architektin nun den Preis für die Evelyn Grace Academy, ein Schulgebäude im Londoner Problemstadtteil Brixton. Für den zickzackartigen Stahl- und Glasbau musste Hadid vier einzelne Schultypen unter dem Dach einer Academy auf kleinem Raum vereinen und besonders auf die Ausrichtung als Sportschule achten. Die Jury sprach von einem „fantasievollen und spannenden Bau“, der den „Schüler, Mitarbeitern und Anwohnern zeigt, dass sie geschätzt werden“.
Die mit 20.000 Pfund dotierte Auszeichnung ist nach dem Architekten Sir James Stirling (1924-1992) benannt, der in Deutschland etwa den Neubau der Stuttgarter Staatsgalerie in postmodernen Formen entworfen hat. Der Preis zeichnet jährlich den Baumeister des Gebäudes aus, das maßgeblich die Entwicklung der Architektur des vergangenen Jahres bestimmt hat. Neben der Evelyn Grace Academy waren noch das Kulturzentrum „An Gaelaras“ in Derry von O’Donnell + Tuomey, das Bürogebäude „The Angel Building“ in London von Allford Hall Monaghan Morris (AHMM), das Museum Folkwang in Essen von David Chipperfield, das Olympic Velodrome in London von Hopkins Architects sowie die Royal Shakespeare and Swan Theatres in Stratford von Bennetts Associates nominiert. |