Erfolgreiche Hundertwasser-Ausstellung in Bremen Die Ausstellung „Friedensreich Hundertwasser: Gegen den Strich. Werke 1949 bis 1970“ lockte zahlreiche Besucher in die Kunsthalle Bremen. Rund 140.000 Interessierte ließen sich vom 20. Oktober 2012 bis zum 17. Februar eine neue Facette des Künstlers zeigen. Besonders erfreulich waren die vielen jungen Besucher, die es teilweise zum ersten Mal in ein Museum zog. Das Besucheralter sei im Vergleich zu vergangenen Sonderausstellungen um fünf Jahre gesunken, teilte das Museum mit. Die Ausstellung war zugleich eine Premiere für den seit einem Jahr amtierenden Direktor Christoph Grunenberg.
Obwohl die Ausstellung im Vorfeld von Fachleuten kritisch beäugt wurde, konnte sie das Museumspublikum überzeugen. Eine Auswahl selten gezeigter Arbeiten aus dem Frühwerk eröffnete neue Perspektiven auf das Schaffen des von Kunsthistorikern oft geringschätzig beurteilten Künstlers. Die ausgestellten Werke ließen auf Hundertwassers Zugehörigkeit zur internationalen Avantgarde schließen. Die Präsentation erfüllte somit ihren wissenschaftlichen Anspruch, den Künstler in den Kontext seiner Zeit zu setzen und durch das Aufzeigen unbekannter Seiten eine Rehabilitierung zu ermöglichen.
Rund um die Ausstellung fand ein Veranstaltungsprogramm statt, das Friedensreich Hundertwasser aus vielfältiger Sicht betrachtete. Das Angebot umfasste beispielsweise Ausstellungsrundgänge mit dem Fokus auf Hundertwassers ökologischer Vorreiterrolle, eine musikalische Interpretation durch die Bremer Philharmoniker, den Verein Realtime und die Hochschule für Künste Bremen, eine tänzerische Inszenierung in Zusammenarbeit mit dem Bremer Tanztheater für Kinder und Jugendliche De Loopers und Workshops mit Kindern. Jeder zweite Besucher schloss sich einer Führung an oder ließ sich von einem Audio-Guide durch die Ausstellung begleiten. Laut dem Museum stieß das Vermittlungsprogramm auf großen Zuspruch. |