Jakob Giese und Nicolai Schlapps erhalten Helmut-Hentrich-Stiftungspreis  |  | Helmut-Hentrich-Stiftungspreis für Jakob Giese und Nicolai Schlapps | |
Jakob Giese, Absolvent der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, und Nicolai Schlapps, Absolvent der Technischen Universität Braunschweig, wurden mit dem diesjährigen Helmut-Hentrich-Stiftungspreis ausgezeichnet. Die beiden angehenden Baumeister erhielten den mit je 5.000 Euro dotierten Preis, der ihnen in Form eines Reisestipendiums den Besuch bedeutender Bauten unserer Zeit auch in ferneren Regionen ermöglichen soll. Die fünfköpfige Jury zeigte sich insbesondere von der konsequenten Durchstrukturierung der Projekte „Stipendiatenhaus auf Hiddensee“ von Giese und „The Factory, New York“ von Schlapps überzeugt und lobte ihre einfühlsame Berücksichtigung der Bestandsumgebung. Giese und Schlapps konnten sich damit sowohl grafisch als auch inhaltlich von ihren 23 Mitbewerbern abheben. Sie sollen nun demnächst eine individuell zusammengestellte Reise mit dem Schwerpunkt herausragender Gegenwartsarchitektur starten und währenddessen ein Skizzenbuch anlegen, das anschließend in den Besitz der Stiftung übergeht.
Die von dem deutschen Architekten Helmut Hentrich im Jahr seines Todes 2001 ins Leben gerufene Stiftung verleiht jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Preis an Architekturabsolventen nationaler und internationaler Hochschulen. In diesem Jahr wurde der Preis geteilt. Außerdem sprach die Jury lobende Erwähnungen an vier weitere Absolventen aus: an Malte Kloes von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich für sein „Die Lichtung“ betiteltes Projekt eines Bades und einer Kunsteisbahn im Wald, an Gordon Selbach für seine Abschlussarbeit „The Family Hamlet“ sowie an Carla Weber und Leonie Schwarz für ihr Gemeinschaftswerk „Urban Planning under Occupation“ im syrischen Majdal Shams. Die Jurymitglieder waren die Architekten Renzo Vallebuona, KIT Karlsruhe, und Johann Eisele, Technische Universität Darmstadt, die Journalisten Boris Schade-Bünsow (Bauwelt) und Sandra Greiser (Deutsche Bauzeitschrift) sowie Peter Cachola Schmal, Direktor im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt. |