Mannsbilder in Bern Das Berner Kunstmuseum beleuchtet aktuell mit der Ausstellung „Das schwache Geschlecht – Neue Mannsbilder in der Kunst“ die Darstellung von Männlichkeit in der Kunst seit den 1960er Jahren. Die Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Filme, Skulpturen und Performance-Installationen von 40 Künstlern und Künstlerinnen aller Altersklassen greifen, in sechs Kapitel gegliedert, die zentralen Aspekte der Mannforschung auf. Im Dialog mit dem Besucher, der innerhalb der Ausstellung an zwei Computerstationen unmittelbar auf das Gesehene reagieren kann, wird dabei das Verständnis von Männlichkeit hinterfragt und neu inszeniert.
Künstler wie Urs Lüthi, Paul McCarthy, Adrian Piper, Ursula Palla, Sarah Lucas, William Wegman, Martin Disler und Sylvia Sleigh befragen in ihren Arbeiten gesellschaftliche Normen, um herauszufinden, wer oder was ein Mann überhaupt ist. Dabei greifen sie Bilder des emotionalen Mannes in der Öffentlichkeit wie weinende Sportler, benachteiligte Scheidungsväter, überforderte Topmanager oder kriminelle junge Männer auf und diskutieren anhand dieser die zeitgenössische Vorstellung von Männlichkeit in unserer Gesellschaft. Diese sozial und kulturell veränderten Rollen des Mannes hinterfragen tradierte Rollenbilder und reflektieren über das Mannsein an sich, wobei sich Möglichkeiten neuer geschlechtlicher Verortungen auftun.
Die Ausstellung „Das schwache Geschlecht – Neue Mannsbilder in der Kunst“ läuft bis zum 9. Februar 2014. Das Kunstmuseum Bern hat täglich, außer montags, von 10 bis 17 Uhr geöffnet, dienstags zusätzlich bis 21 Uhr. Im Eintritt von 20 Franken, ermäßigt 16 Franken, ist das Taschenbuch zur Ausstellung inbegriffen.
Kunstmuseum Bern
Hodlerstrasse 8-12
CH-3000 Bern
Telefon: +41 (0)31 – 328 09 44
Telefax: +41 (0)31 – 328 09 55 |