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Marktberichte |
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Kunstgewerbe aus Jugendstil und Art Déco bei Quittenbaum in München  Spazierstöcke für jeden Geschmack

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 |  | Daum Frères, Henkelvase „Libellules“, Nancy 1895 | |
Am 5. und 6. November lädt das Münchner Auktionshaus Quittenbaum wieder zur großen Versteigerung von Kunstgewerbe aus Jugendstil und Art Déco ein. Den Anfang machen die französischen Glasarbeiten berühmter Firmen wie Emile Gallé und Daum Frères. Zu den Höhepunkten gehört hier eine 1895 entstandene Henkelvase von Daum mit überlebensgroßer Darstellung einer Libelle für 6.000 bis 8.000 Euro. Ungewöhnlich ist die Form einer Vase derselben Firma von 1901, die wie ein kirchlicher Messkelch wirkt, mit allerlei Pflanzen und einem Käfer in herbstlicher Pracht aber ganz Daum-typisch dekoriert ist. Hier werden 6.500 bis 7.500 Euro erwartet. In Sonnengelb strahlt eine Gallé-Vase mit blühenden Chrysanthemen aus den Jahren 1896/97 für 5.000 bis 6.000 Euro. 9.000 bis 12.000 Euro soll die etwas jüngere Tischlampe „Clématites“ in charakteristischer Pilzform kosten.
Das alphabetisch geordnete Angebot startet mit Arbeiten aus der Manufaktur Gabriel Argy-Rousseau, unter anderem mit der Schale „Mûres“ von 1914 samt Brombeerranken (Taxe 1.200 bis 1.400 EUR) oder der schon stilisiertere Dekor von Papyrusgräsern auf einer erdfarbenen Deckeldose von 1924 (Taxe 2.600 bis 2.800 EUR). Burgun, Schverer & Co. entsendet aus dem lothringischen Meisenthal eine grüne, fragile Vase um 1900, auf der sich Clematisblüten winden (Taxe 4.800 bis 5.500 EUR). Eine kräftig grüne Deckelvase René Laliques mit dem Titel „Fontaine“ von 1912, die an Algen und Rinnsale denken lässt (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR), Paul Nicolas’ knapp eineinhalb Meter hohe Stehlampe mit violettrotem Rosendekor von 1919/24 auf hohem Schmiedeeisengestell (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR) und eine lange Reihe weiterer Vasen und Gefäße von Verreries Schneider und Amalric Walter für bis zu 6.500 Euro lassen die Anzahl der Losnummern mit französischem Glas auf weit über zweihundert anwachsen.
Damit können die Arbeiten aus anderen Ländern auch preislich nur selten mithalten. Eine „Cytius“-Vase mit gedrehten Henkeln von Johann Lötz Witwe aus dem Jahr 1902 soll für die österreichisch-böhmische Produktion aber immerhin 6.000 bis 8.000 Euro einspielen. Eine schlanke hochaufragende Form im nachtblauen „Luna“-Dekor und vegetabiler Bronzemontierung von 1901 ist mit 3.000 bis 3.300 Euro ausgezeichnet. Häufig liegt das Preisniveau sonst im dreistelligen Bereich, wie bei Curt Schlevogts steinartiger Vase „Ingrid“, um 1934 von Arthur Plewa entworfen (Taxe 500 bis 600 EUR), Bernhardine Bayerls Pokalvase mit zart in Violett bemalten Tränenden Herzen um 1920 (Taxe 400 bis 500 EUR) oder der Ludwig Sütterlin zugeschrieben Vase mit titelgebendem „Mohn“, die 1903 bei Fritz Heckert ausgeführt wurde (Taxe 500 bis 600 EUR). Auch bei Keramik und Porzellan rangieren französische Arbeiten ganz vorn, etwa mit einer fast 67 Zentimeter hohen Vase der Manufacture Nationale de Sèvres, die 1900 als Modell für die Pariser Weltausstellung vom Band lief. Sie ist mit reliefierten Schneeballen verziert (Taxe 5.500 bis 6.500 EUR).
Zu den Topstücken aus deutschen Landen zählen acht Teile aus dem berühmten Nymphenburger Fischservice 688, ein Modell von Hermann Gradl d.Ä. ebenfalls für Paris 1900 (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR). Künstlerischen Anspruch besitzt ein von Ferdinand Keller entworfener und von der Großherzoglichen Majolikamanufaktur Karlsruhe ausgeführter Wandbrunnen mit der reliefierten Darstellung eines drolligen Wassergeistes, umgeben von Fischen, Fröschen und Wasserpflanzen. Das farbige Jugendstilobjekt von 1903/06 wird bei 14.000 bis 16.000 Euro gehandelt. Aus der metallverarbeitenden Industrie sind eine bernsteinfarbene ummantelte Art Déco-Stehleuchte René Drouets mit hockender Frauengestalt als Trägerin der Lichtschale aus den 1920er Jahren (Taxe 10.000 bis 11.000 EUR), ein Paar florale Kerzenleuchter Friedrich Adlers um 1900 (Taxe 6.500 bis 7.500 EUR) und Jean-Emile Puiforcats fünfteiliges silbernes Kaffee- und Teeservice „Iris“ samt Tablett aus der Jahrhundertwendezeit für 9.000 bis 12.000 Euro zu nennen.
Recht umfangreich ist auch wieder das Angebot an bildender Kunst, darunter Max Liebermanns großformatige Kreidelithografie „Steigende Pferde“ von 1912 (Taxe 4.500 bis 6.000 EUR) und eine oberbayerische Moorlandschaft in der Abenddämmerung des Münchner Realisten Josef Wenglein von 1881 für 12.000 bis 14.000 Euro. Gefällige Figuren, häufig Akte, dominieren die Skulpturenofferte wie Paul-François Berthouds mondäne Büste der Schauspielerin Sarah Bernhardt von circa 1900 (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR), Jean-Léon Gérômes Reifentänzerin von etwa 1898 (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR) oder Franz Hagenauers stark abstrahierter und reduzierter Frauenakttorso schon aus den 1950er Jahren (Taxe 8.000 bis 9.000 EUR). Bei den Möbeln stehen Klassiker wie Emile Gallés opulenter Musikschrank „Clair de lune“ von etwa 1903 (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR), mehrere Objekte Louis Majorelles, wie ein ebenfalls floral gestalteter Damenschreitisch von 1904 (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR), oder eine 1905 entworfene schlichte Spiegelkommode Richard Riemerschmids bereit (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR), aber auch ein von Josef Hoffmann konzipierter Teppich mit stilisiert-abstraktem Dekor für 7.000 bis 8.000 Euro.
Zwei Sonderkataloge hat Quittenbaum zwei ganz unterschiedlichen Sammlungen gewidmet, aus der Teile schon in vergangenen Auktionen versteigert worden waren. Zum einen handelt es sich um eine deutsche Privatsammlung von Eierschalenporzellanen der Haagschen Plateelbakkerij Rozenburg. Für die aufgrund ihrer filigranen Bemalung häufig mit Disteln und Vögeln unverwechselbaren Vasen, Schalen, Teller und Tässchen sind bis zu 16.000 Euro veranschlagt. Der andere Katalog stellt fast ausschließlich Spazierstöcke – rund dreihundert an der Zahl – aus der Sammlung Ulrich Klever vor. Hundeköpfe, sitzende Elefanten, für Hartgesottene natürlich auch Totenköpfe, bebrillte Katzen und Parfümflakons für die Damen, Spazierstöcke für Jäger, für Hirten, Matrosen und Walfänger, aus Narwalzahn, Elfenbein und alle Arten von Holz – es gibt kaum etwas, was es nicht gibt. Entstehungszeiten sind das 17te bis 20ste Jahrhundert, aller Herren Länder finden sich vertreten. Preislich liegt man meist im dreistelligen, manchmal auch im niedrigen vierstelligen Euro-Bereich.
Die Auktion beginnt am 5. und 6. November jeweils um 10 Uhr. Die Besichtigung ist am 31. Oktober von 10 bis 18 Uhr, am 1. bis 3. November von 13 bis 17 Uhr und am 4. November von 10 bis 15 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.quittenbaum.de. |  | Kontakt: Quittenbaum Kunstauktionen Theresienstraße 60 DE-80333 München |
 | Telefon:+49 (089) 273 702 125 | Telefax:+49 (089) 273 702 122 |  |  | E-Mail: info@quittenbaum.de |  | Startseite: www.quittenbaum.de |
03.11.2013 |
Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander |  |
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 |  | Weitere Inhalte: Gesamt Treffer 24 | Seiten: 1 • 2 • 3
 Adressen (1) • Kunstwerke (23) |  | •  | Bei:
Quittenbaum Kunstauktionen |  | •  | Kunstwerk:  Vase „Luna“, Lötz Witwe, Klostermühle 1901 |  | •  | Kunstwerk:  Vase „Cytisus“, Lötz Witwe, Klostermühle 1902 |  |  | •  | Kunstwerk:  Arthur Plewa, Vase „Ingrid“, um 1934 |  | •  | Kunstwerk:  Bernhardine Bayerl, Pokalvase, München um 1920 |  | •  | Kunstwerk:  Ludwig Sütterlin zugeschrieben, Vase „Mohn“, 1903 |  |  | •  | Kunstwerk:  Vase de Marly, Porzellanmanufaktur Sèvres, 1900 |  | •  | Kunstwerk:  Ferdinand Keller, Wandbrunnen, 1903/06 |  | •  | Kunstwerk:  René Drouet, Stehlampe, 1920er Jahre |  |  |
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 René Drouet,
Stehlampe, 1920er
Jahre |  | Taxe: 10.000 - 11.000 EURO Losnummer: 567 |  |  |  |  |  | 
 Marcel Corrette,
Vase „Fleurs“, um
1925/30 |  | Taxe: 3.000 - 4.000 EURO Losnummer: 220 |  |  |  |  |  | 
 Johann Lötz Witwe,
Vase „Cytisus“, Lötz
Witwe, Klostermühle
1902 |  | Taxe: 6.000 - 8.000 EURO Losnummer: 262 |  |  |  |  |  | 
 Jean-Emile
Puiforcat, Kaffee-
und Teeservice
„Iris“, Paris um
1890/1900 |  | Taxe: 9.000 - 12.000 EURO Losnummer: 695 |  |  |  |  |  | 
 Henri Bergé, Schale
mit Taschenkrebs, um
1925 |  | Taxe: 5.500 - 6.500 EURO Losnummer: 221 |  |  |  |  |  | 
 René Lalique,
Deckelvase
„Fontaine“,
Wingen-sur-Moder
1912 |  | Taxe: 7.000 - 8.000 EURO Losnummer: 132 |  |  |  |  |  | 
 Emile Gallé, Vase
„Chrysanthèmes“,
Nancy 1896/97 |  | Taxe: 5.000 - 6.000 EURO Losnummer: 83 |  |  |  |  |  | 
 Ferdinand Keller,
Wandbrunnen,
1903/06 |  | Taxe: 14.000 - 16.000 EURO Losnummer: 434 |  |  |  |  |  | 
 Bernhardine Bayerl,
Pokalvase, München
um 1920 |  | Taxe: 400 - 500 EURO Losnummer: 291 |  |  |  |  |  | 
 Daum Frères,
Kelchvase „Feuilles
d’automne“, Nancy
1901 |  | Taxe: 6.500 - 7.500 EURO Losnummer: 19 |  |  |  |  |  | 
 Johann Lötz Witwe,
Vase „Luna“, Lötz
Witwe, Klostermühle
1901 |  | Taxe: 3.000 - 3.300 EURO Losnummer: 255 |  |  |  |  |  | 
 Verreries
Schneider, Vase
„Olives“,
Epinay-sur-Seine
1920/22 |  | Taxe: 5.200 - 6.000 EURO Losnummer: 190 |  |  |
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