Nürnberg erhält Werke von Gerhard Richter „Das Neue Museum jubelt“, so lässt es heute in einer Mitteilung verlauten. Grund dazu hat es. Denn das Nürnberger Museum erhält insgesamt 69 Werke von Gerhard Richter, Gotthard Graubner, A.R. Penck und Isa Genzken aus der Sammlung Böckmann als Dauerleihgabe. Dieser reiche Zuwachs kapitaler Werke mache das Neue Museum zu einem Zentrum der deutschen Gegenwartskunst, heißt es weiter. „Wir danken der Familie Böckmann für ihr Vertrauen in das Neue Museum in Nürnberg und ihre großzügigen Leihgaben, die die internationale Bedeutung unserer Sammlung prominent ausbauen. Die Sammlung Böckmann gehört weltweit zu den wichtigen Sammlungen deutscher Malerei der Gegenwart“, so Museumsdirektorin Angelika Nollert.
Aus verschiedenen Schaffensperioden stammen die 29 Arbeiten von Gerhard Richter. Das früheste Werk, die „Badende am Strand“, datiert aus dem Jahr 1960, das jüngste, ein „Abstraktes Bild“, aus dem Jahr 2003. Nach Auskunft von Dietmar Elger vom Gerhard Richter Archiv in Dresden verfügt das Neue Museum in Nürnberg nun über die drittgrößte Sammlung an Werken des deutschen Malerfürsten weltweit. Bei den 23 Arbeiten von Gotthard Graubner spannt sich der zeitliche Bogen mit einem grünen Farbraumkörper von 1960 bis zu „Jeune jaune II“ aus dem Jahr 1996. Hinzu kommen 15 Werke von A.R. Penck, angefangen bei „Monika“ von 1959 bis zu „Der großen Spaltung UG 1“ von 1995. Isa Genzken steuert die beiden skulpturalen Arbeiten „Grau-grünes Hyperbolo Jülich“ von 1979 und „Diana – Mutter und Kind“ von 1983 bei. Um die wichtigen Neuzugänge gebührend zu würdigen, plant das Museum groß angelegte Einzelpräsentationen der Künstler in Form einer Trilogie. Den Auftakt bildet ab Mai 2014 Gerhard Richter, Gotthard Graubner folgt im Jahr 2015 und A.R. Penck 2016. |