Gerhard Richter beschenkt Winterthur Gerhard Richter hat dem Kunstmuseum Winterthur eine Gruppe von insgesamt 37 Papierarbeiten geschenkt, die das Haus im Rahmen seiner noch bis April laufenden Ausstellungen zu dem Malerfürsten präsentiert. Das Kunstmuseum besitzt bereits eine umfangreiche Sammlung von über 100 Zeichnungen, Tuschearbeiten, Aquarellen und Ölarbeiten auf Papier sowie Fotografie von Richter, sodass es nun dank der Schenkung nach eigener Aussage „über die umfassendste Richter-Sammlung dieser Art weltweit“ verfügt. Acht Bleistiftzeichnungen aus dem Jahr 1981, auf denen Richter die Künstlerin Isa Genzken, seine damalige Frau, beim Fernsehen porträtiert hat, gehören unter anderem zum neuen Bestand. Es sind die einzigen Zeichnungen, die der 1932 in Dresden geborene Maler und Zeichner nach einem Modell gefertigt hat.
Die Schenkung enthält darüber hinaus bisher unbekannte Bleistiftarbeiten aus den Jahren 1999 bis 2011 sowie eine Sammlung von 15 Blättern aus dem Jahr 2000. Die sorgfältig ausgearbeiteten abstrakten Blätter wirken ausgesprochen landschaftlich, vor allem wenig skizzenhaft. Vielmehr entsteht der Eindruck gemäldeartiger mehrschichtiger Bilder. Schließlich darf sich das Schweizer Museum über ein Blatt aus der Gruppe „Snow White“ aus dem Jahr 2005 freuen, eine zart wirkende Arbeit in weißer Acrylfarbe, die Richter mit feinen Bleistiftlinien überarbeitet hat. |