Richter-Gemälde für Düsseldorfer Kunstsammlung Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen kann sich über einen wichtigen Sammlungszuwachs freuen. Als Schenkung hat das Düsseldorfer Museum Gerhard Richters Frühwerk „Portrait Schmela“ auf dem Jahr 1964 erhalten. Es zeigt den Galeristen Alfred Schmela (1918-1980), der seit den späten 1950er Jahren von Düsseldorf aus zu den wichtigsten Wegbereitern der künstlerischen Avantgarde in Deutschland gehört hat. Richter, der erst wenige Jahre zuvor aus der DDR in den Westen gekommen war, bildete den bärtigen Schmela in seinem typischen verwischten Malstil nach dem Vorbild eines Schwarz-Weiß-Fotos ab. Das Werk zählt zu den ersten Gemälden, die der heute weltweit bedeutendste Maler – damals 32 Jahre alt – nach der Vorlage von Familienfotografien geschaffen hat.
„Mit diesem kostbaren Geschenk kehrt Alfred Schmela wirklich nach Hause zurück“, sagte Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlung NRW: „Vielen damals aufstrebenden Künstlern wie Yves Klein, Joseph Beuys oder Richter selbst, die heute in unserer Sammlung sind, hat Alfred Schmela zu ihren ersten Ausstellungen verholfen. Sein bemerkenswertes Galeriegebäude ist seit Jahren unsere Bühne für Veranstaltungen, Diskussionen und Performances und als F3 Schmela Haus einer der drei Standorte der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.“ Das markante Porträt ergänze geradezu ideal inhaltlich-künstlerisch wie auch als Zeitdokument den in der Kunstsammlung bereits vorhandenen umfangreichen Bestand an Richter-Werken aus vielen Schaffensperioden des inzwischen 82jährigen Malers.
Die Gesellschaft der Freunde der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen stellt das Frühwerk Gerhard Richters der NRW-Landesgalerie als Dauerleihgabe zur Verfügung. Der Freundeskreis der Kunstsammlung wiederum hat das Gemälde mit einem Schätzwert von mehreren Millionen Euro von der Kunsthistorikerin und TV-Journalistin Viktoria von Flemming als Geschenk erhalten. „Dies ist nicht nur materiell, sondern auch ideell die wertvollste Schenkung, die wir je bekommen haben“, betonte der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde, Robert Rademacher. |