Gewinner des Boesner Art Award stehen fest Der Boesner Art Award geht in diesem Jahr an Dirk Stewen, Andreas Fischer und Sonja Alhäuser. Damit zeichnet das Unternehmen für Künstlermaterial zum zweiten Mal herausragende Leistungen der zeitgenössischen bildenden Kunst aus. Die Jury, die mit Kunibert Bering und Dietmar Rübel von den Kunstakademien in Düsseldorf und Dresden, Christoph Kohl vom Märkischen Museum Witten und Sepp Hiekisch-Picard vom Kunstmuseum Bochum sowie Monika Wagner von der Universität Hamburg besetzt war, hat die Preisträger ausgewählt. Der Boesner-Preis wurde erstmals im Jahr 2012 anlässlich des 30jährigen Firmenjubiläums verliehen. Die Preisverleihung findet am 13. Juni im Märkischen Museum Witten statt. Dann eröffnet die zweimonatige Ausstellung mit Arbeiten der Preisträger.
In seinen Arbeiten präsentiert der Hamburger Künstler Dirk Stewen, dessen erster Preis mit 10.000 Euro dotiert ist, Berührungspunkte der Fotografie mit deren „Vorfahren“, dem Zeichnerischen und Malerischen. Er verwendet verschiedenste Papiere, Tinten und Farben und ausschließlich eigene Fotografien. Dabei verbindet er Zufallsmomente mit kalkulierter Präzision und stellt trotz widersprüchlicher Materialien eine Balance her. Nach einem Studium der Kunstgeschichte in Bochum studierte Stewen an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.
Der 1972 in München geborene Andreas Fischer erhält 5.000 Euro für seine kinetischen Objekte. Er kreiert unerwartet lebendige Maschinen aus Alltagsgegenständen und technischen Fundstücken, die sich direkt an den Betrachter wenden. Unterlegt mit Soundcollagen, Gesang und Kommentaren erzählen sie „innere Geschichten“. Fischer studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er auch lebt und arbeitet.
Der dritte Preis, dotiert mit 2.500 Euro, geht an Sonja Alhäuser. Die 1969 im Westerwald geborene Künstlerin macht ihre Installationen, Performances und Skulpturen mit vielfältigen Materialien sinnlich erfahrbar. Dazu kombiniert sie klassische Techniken mit innovativen Werkstoffen, vorzugsweise Lebensmitteln: Ihre gekühlten Skulpturen aus Butter, Margarine oder Schokolade lassen Arbeitsprozesse bei unterschiedlichen Temperaturen erahnen. Alhäuser studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und lebt und arbeitet in Berlin. |