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Berlin Art Prize 2014 verliehen

Am vergangenen Wochenende fand zum zweiten Mal die Verleihung des Berlin Art Prize statt. Hauptgewinner in diesem Jahr sind das Künstlerduo „Des Ptohograhpies“ für ihre fotografische Serie „Roche I-V“ in der Kategorie „Bestes Konzept“, Ulu Braun für seinen Film „Forst“ als „Schönste Komposition“ und Okka-Esther Hungerbühler mit der Roboter-Skulptur „Blume“, die den „Preis der Jury“ entgegen nahm. Neben einer Trophäe, die der Künstler Markus Selg eigens für den Berlin Art Prize gestaltete, erhielten die Gewinner ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro sowie einen einmonatigen Aufenthalt in einer Künstlerresidenz in Tbilissi, wo sie an der „Artisterium“ teilnehmen werden, Georgiens jährlicher Ausstellung für zeitgenössische Kunst. In diesem Jahr entschied die Jury zudem, drei weitere künstlerische Positionen besonders zu erwähnen. Als „Bester Ausdruck“ wurde Daniel Hoflunds Collage „St. Sebastian“ honoriert, Sophia Domagalas „Retrofrost“ und „Letter to Rose“ erhielten die Auszeichnung „Bestes Skript“ und Nico Ihlein für seine „Vase I-IV“ das Prädikat „Bester Film“. Die Überraschungsgewinner wurden mit einer Kurzreise in eine europäische Stadt geehrt.

Der Berlin Art Prize ist eine unabhängige Auszeichnung für zeitgenössische Kunst in und aus Berlin und kürt Künstler, die mindestens ein halbes Jahr in der Hauptstadt wohnhaft sind, unabhängig von Herkunft und Geschlecht. Die Bewerbungen werden anonymisiert und von einer jährlich wechselnden Jury aus Experten der Kunst- und Kulturszene bewertet. In diesem Jahr setzte sie sich aus der Konzeptkünstlerin Cosima von Bonin, der Journalistin Kimberly Bradley, Nicolaus Schafhausen, Direktor der Kunsthalle Wien, Städelschule-Professorin Judith Hopf sowie dem Künstler Egill Sæbjörnsson zusammen. Sie wählten in zwei Sitzungen die 29 Nominierten aus über 1.200 Bewerbern aus, von denen sie drei zu den Gewinnern kürten. Die Teilnahme ist kostenlos und ermöglicht so auch noch nicht etablierten oder finanziell schwachen Künstlern Chancengleichheit. 2013 riefen die Kunsthistorikerin Sophie Jung, die Künstlerin Zoë Claire Miller, die Journalistin Alicia Reuter und der Maler Ulrich Wulff den Verein Berlin Art Prize ins Leben. Er vergibt die Auszeichnung, die nicht an eine etablierte Institution gebunden ist und die Preiskategorien bewusst simpel und offensichtlich formuliert.

Mit der Preisverleihung eröffnete auch die gleichnamige Gruppenausstellung im historischen Kühlhaus im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Die Arbeiten aller Nominierten sind noch bis Ende Juni auf zwei Etagen des weitläufigen Industriegebäudes zu sehen. Zudem warten die ehrenamtlichen Mitarbeiter mit einem umfangreichem Rahmenprogramm aus Lesungen, Workshops, Konzerten und Filmvorführungen auf. Die Veranstalter wollen dadurch sowie durch die Kooperation aller an der Organisation beteiligten Stellen einen Beitrag zur Vernetzung von Kunst- und Kulturschaffenden in Berlin leisten.

Die Ausstellung „Berlin Art Prize 2014“ ist bis zum 28. Juni zu besichtigen. Das Kühlhaus Berlin hat dienstags bis samstags von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt zu Ausstellung und Rahmenprogramm ist frei. Begleitend zur Gruppenausstellung erscheint ein Katalog.

Kühlhaus Berlin
Luckenwalder Straße 3
D-10963 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 21 00 56 05
Telefax: +49 (0)30 – 23 63 25 96


18.06.2014

Quelle: Kunstmarkt.com/Viviane Bogumil

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