Axel Schultes erhält Großen Preis des BDA  |  | Axel Schultes und Charlotte Frank, Bundeskanzleramt Berlin, 1992-1998 | |
Der Architekt und Städteplaner Axel Schultes erhält den Großen Preis des Bundes Deutscher Architekten (BDA). Mit der Verleihung der renommierten Auszeichnung würdigt die Jury „einen Architekten der Gegenwart und dessen gebautes Lebenswerk und idealistisches Streben in der eigenen Arbeit“. Das siebenköpfige Auswahlkomitee unter dem Vorsitz von BDA-Präsident Heiner Farwick betonte Schultes’ mutigen Anspruch und Leidenschaft sowie seine Liebe zum Detail. Seine „Raumwunder“ seien mittlerweile Teil der Architekturgeschichte, heißt es in der Begründung. Die Jury erklärt weiter: „Die Bauten von Axel Schultes prägen ihren Ort und lassen eine Architektur erleben, in der das Schöne kein Schein und das Gute in höchster räumlicher Qualität vollendet sind. Ihre außerordentliche Gestaltungskraft beziehen seine Bauwerke aus einer Verbindung von Raumlandschaften, inszenatorischem Willen und sinnhaft feiner Detailbildung.“ Der Preis in Form von Medaille und Urkunde wird im Vorfeld des diesjährigen BDA-Tags am 12. September in Hannover an den 70jährigen Axel Schultes überreicht.
1943 in Dresden geboren, absolvierte Axel Schultes ein Studium an der Technischen Universität in Berlin. Im Anschluss an sein Studium gründete er ein erstes Büro im Jahr 1972, 1992 eröffnete er mit Charlotte Frank und Christoph Witt eine neue Bürogemeinschaft in der deutschen Hauptstadt. Zu seinen wichtigsten Bauten gehören neben dem ab 1985 entstandenen Bonner Kunstmuseum das 1995 bis 2001 erbaute Kanzleramt und das Krematorium im Berliner Baumschulenweg, das zwischen 1992 und 1998 errichtet wurde. Außerdem erzielte er den ersten Preis des Wettbewerbs für die Gestaltung des Spreebogens im Jahr 1992. Der Bund Deutscher Architekten BDA vergibt seit 1964 in der Regel alle drei Jahre den Großen BDA-Preis für bedeutende Leistungen auf dem Gebiet der Architektur und des Städtebaus. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Hans Scharoun, Ludwig Mies van der Rohe, Karljosef Schattner, Hanns Adrian, Meinhard von Gerkan und Günter Behnisch. |