Potsdam erhält elf Heisig-Gemälde  |  | Museumsdirektorin Jutta Götzmann und Konservator Oliver Max Wenske präsentieren die Heisig-Gemälde | |
Das Potsdam Museum darf sich über elf Gemälde des vor vier Jahren verstorbenen Malers Bernhard Heisig freuen. Die Kunstwerke sind ein Teil des Nachlasses der im Rheinland ansässigen Vera Schreck. Die 2014 verstorbene Sammlerin sprach den Wunsch aus, dass die Arbeiten in Museen der neuen Bundesländer und insbesondere Brandenburg gelangen. Neben den Werken für Potsdam hinterließ Vera Schreck ebenso viele Heisig-Gemälde dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus.
Jutta Götzmann, die Direktorin des Potsdam Museums, äußerte sich erfreut über den neuen Museumszuwachs: „Der Mitbegründer der legendären Leipziger Schule zählt zu einem der wichtigsten Vertreter der ostdeutschen Kunst. In unvergleichbarer, kritischer Weise hat sich Heisig den großen Themen der deutschen und speziell der preußischen Geschichte gewidmet und ist bis heute durch seine malerische Virtuosität und die Bildgewalt seiner Werke hochaktuell.“ Die Neuzugänge werden 2016 im Rahmen einer Ausstellung zur figurativen Malerei im Museum zu sehen sein.
Das Potsdam Museum hat mit seiner Kunstsammlung nach 1945 einen umfangreichen Bestand, dessen Schwerpunkt mit mehr als 5.200 Werken vorrangig Gemälde und Grafiken bilden, die in den vier Jahrzehnten der DDR entstanden sind. Auch die Leipziger Schule ist mit Gemälden der Meisterschüler Heisigs, zum Beispiel von Ulla Walter und Günter Firit, vertreten. Uwe Pfeifer ist als Schüler von Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer im Sammlungsbestand enthalten. |