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Stefanie Böttcher kuratiert isländischen Pavillons auf der Biennale in Venedig

Stefanie Böttcher, Leiterin der Kunsthalle Mainz, ist zur Kuratorin des isländischen Pavillons auf der Biennale in Venedig 2017 ernannt worden. Zudem gab das Icelandic Art Center bekannt, dass der in Berlin und Reykjavik lebende Künstler Egill Sæbjörnsson den Länderbeitrag auf der 57. Biennale im kommenden Jahr gestalten wird. Stefanie Böttcher sagte zu ihrer Berufung: „Den isländischen Pavillon auf der Biennale von Venedig – eine der wichtigsten Kunstausstellungen weltweit – kuratieren zu dürfen, ist eine große Ehre und bedeutet eine großartige Herausforderung.“ Böttcher zeigte Egill Sæbjörnsson in der Ausstellung „Auf der Schulter von Giganten“ in der Mainzer Kunsthalle.

Der 1973 in Reykjavik geborene Sæbjörnsson arbeitet schon länger mit Böttcher zusammen: „Wir kennen uns seit 2011, als ich im Künstlerhaus Bremen mein Projekt mit den sprechenden Steinen ausstellte, das dann auch in der Mainzer Kunsthalle zu sehen war. Darüber hinaus haben wir ein Buch gemacht. Das war so produktiv, dass ich unbedingt mit ihr weiterarbeiten wollte“, so Sæbjörnsson in der Allgemeinen Zeitung. Diese Gelegenheit hat ihm das Icelandic Art Center nun gewährt, das den isländischen Pavillon betreut.

In seinem Projekt für die Biennale hat er sich eine Szenerie mit fantastischen und grotesken Charakteren ausgedacht, die sich durch die partizipatorische Kreation des Publikums entfalten. Sie befinden sich in einem Setting, in dem das Alltägliche mit dem Fantastischen verschmilzt, in schrulligen Observationen, in Satire über Kunst und Leben ebenso wie über Betrachter und Macher in unseren Konsumgesellschaften. Diese Charaktere werden nicht nur den Ausstellungsraum des isländischen Pavillons bewohnen, sondern sich auch in der Stadt Venedig und in der virtuellen Welt intervenierend ausbreiten. Die Jury über die Wahl von Sæbjörnsson: „Die Imaginationskraft und der Humor von Egill Sæbjörnssons Projekt sowie seine Fähigkeit, unterschiedliche Welten mit Hilfe diverser Medien und Plattformen zusammenzuführen, sind einzigartig.“ Und für Stefanie Böttcher steht fest: „Ich freue mich sehr auf unser Projekt und bin überzeugt, dass es die Besucher augenblicklich in seinen Bann ziehen wird. Sobald sie drinnen sind, werden sie ein Teil von ihm.“


30.06.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

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