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 | Gläser der Biedermeierzeit in Wien  |  | in der Ausstellung „Gläser der Empire- und Biedermeierzeit. Aus der Sammlung des MAK und der Glassammlung Christian Kuhn“ | |
Das Museum für angewandte Kunst in Wien (MAK) widmet sich derzeit umfassend der Glaskunst. Nach der Ausstellung „Das Glas der Architekten. Wien 1900-1937“ stehen dort nun auch die Gläsern der Empire- und Biedermeierzeit auf der Agenda. Die Exponate versammeln jeweils 180 Werkstücke aus der MAK-Sammlung Glas und Keramik sowie aus der Glassammlung von Christian Kuhn und geben einen Einblick in die technische und künstlerische Entwicklung der Glasformen und -dekortechniken zwischen 1780 und 1840.
Die Arbeiten von Johann Joseph Mildner, die zu den frühsten ausgestellten Beispielen zählen, weisen einen hohen technischen und künstlerischen Standard auf. Ein um 1820 entstandener Ranftbecher mit Fischen von Anton Kothgasser dient neben weiteren Arbeiten aus der Werkstatt Samuel Mohns und seines Sohnes Gottlob Samuel Mohns als Vorzeigeobjekte der Transparentmalerei. Als eine der schwierigsten und gleichzeitig beliebtesten Glasbearbeitungsarten im Biedermeier gilt die Technik des Glasschnitts. Künstler wie Dominik Biemann, Franz Paul Gottstein sowie Hieronymus Hackel und Franz Anton Pelikan dürfen sich hier zu den prominentesten Vertretern zählen.
Der Fokus der Sammlung Christian Kuhn liegt auf den sogenannten Steingläsern. Nicht fehlen dürfen hier die Arbeiten von Friedrich Egermann aus Blottendorf bei Haida in Nordböhmen, der durch effekt- und ausdrucksvoll verfärbte Teile und verschiedenfarbigen Oberflächen einen neuen Typ von Steinglas schuf. Als Beispiel hierfür dient sein Becher mit Lasurmalerei von 1840, der nicht nur mit glatten und karierten Mustern, sondern auch bei seinen floralen Verzierungen mit Grün und Violett spielt. Doch auch der um 1830 geschaffene böhmische Becher mit Lasur auf Spitzsteinen sowie der um 1855 aus der Gräflich Harrachschen Glasfabrik stammende Becher mit eingeschmolzenen Fäden zählen zu den bedeutenden Beispielen der Steingläser.
Die Ausstellung „Gläser der Empire- und Biedermeierzeit. Aus der Sammlung des MAK und der Glassammlung Christian Kuhn“ ist bis zum 17. April zu sehen. Das MAK hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, dienstags zusätzlich bis 22 Uhr geöffnet. Der reguläre Eintritt beträgt 9,90 Euro, ermäßigt 7,50 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren ist er kostenlos. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 28 Euro.
MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst
Stubenring 5
A-1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 – 711 360
Telefax: +43 (0)1 – 713 10 26 |
21.02.2017 | Quelle: Kunstmarkt.com/Annemarie Knatz |  | Zurück | |

 |  | Weitere Inhalte: |  | •  | Veranstaltung vom: 01.02.2017, Gläser der Empire- und
Biedermeier-Zeit. Aus der Sammlung des MAK und der Glassammlung Christian Kuhn |  | •  | Bei: Österreichisches Museum für angewandte
Kunst |  | •  | Bericht: Glas der Moderne in
Wien |  |  | •  | Variabilder:  in der Ausstellung „Gläser der Empire- und Biedermeierzeit. Aus der Sammlung des MAK und der
Glassammlung Christian Kuhn“ |  | •  | Variabilder:  Becher mit Lasur auf Spitzsteinen, Böhmen, um 1830 |  | •  | Variabilder:  Friedrich Egermann, Becher mit
Lasurmalerei, um 1840 |  |  | •  | Variabilder:  Anton Kothgasser, Ranftbecher mit
Fischen, Wien um 1820 |  | •  | Variabilder:  Lithyalinbecher, um 1830 |  | •  | Variabilder:  Johann Joseph Mildner, Becher mit
Monogramm, Gutenbrunn 1805 |  |  |
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